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Sind Vegetarier Klimaretter?

Von dpa
Aktualisiert am 29.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Vegetarischer Burger: Vegetarische und vegane Lebensmittel liegen im Trend: Doch sind sie besser fĂŒr das Klima?
Vegetarischer Burger: Vegetarische und vegane Lebensmittel liegen im Trend: Doch sind sie besser fĂŒr das Klima? (Quelle: D. Vorndran/imago-images-bilder)
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In der Klimadebatte schlagen die Emotionen hoch. Beim Thema Essen nicht weniger. Ist die fleischlose ErnÀhrung klimabewusster? Was bewirkt der Verzicht?

Der Deutsche isst nach wie vor gerne Fleisch. Bei 60 Kilogramm lag nach Angaben der Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrung der geschĂ€tzte Pro-Kopf-Verzehr im Jahr 2018. Wie vertrĂ€gt sich der Fleischkonsum mit dem Klima? Ein Faktencheck:

Behauptung 1: Vegetarier ernÀhren sich klimabewusst.

Bewertung: Stimmt nur teilweise, denn auch manch fleischloses Produkt verursacht hohe Treibhausgas-Emissionen.

Fakten: Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht im Schnitt mehr als 15 Kilogramm Treibhausgas-Emissionen, bei Obst oder GemĂŒse sind es laut Umweltbundesamt (Uba) weniger als ein Kilogramm. Wer weniger Fleisch isst, spart also erst einmal Emissionen. Hinzu kommt, dass der Futtermittelanbau – etwa von Soja in SĂŒdamerika – viel FlĂ€che benötigt, fĂŒr die zum Teil wertvoller Regenwald abgeholzt wird. Die RegenwĂ€lder der Erde stabilisieren als gigantische CO2-Speicher unser Klima.

Doch mit weniger Fleisch essen allein ist es nicht getan. Entscheidend sei die Reduzierung tierischer Lebensmittel insgesamt, erklĂ€rt Michael Bilharz vom UBA. Denn auch Milchprodukte, insbesondere Butter oder KĂ€se, sorgen wegen der Rinderhaltung fĂŒr hohe Treibhausgas-Emissionen: Laut Umweltgutachten 2012 des SachverstĂ€ndigenrats fĂŒr Umweltfragen der Bundesregierung sind es bei der Herstellung von einem Kilogramm Butter bei konventioneller Tierhaltung 23,7 Kilogramm Treibhausgasemissionen und bei einem Kilo KĂ€se 8,5 Kilo. Bilharz sagt deshalb: "Nur Fleisch durch KĂ€se oder Sahne zu ersetzen, bringt fĂŒr das Klima nichts."

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Die Fleischproduktion trĂ€gt aber nicht nur durch den FlĂ€chenverbrauch zum Klimawandel bei. WiederkĂ€uer wie Rinder stoßen Methangas aus – ein Treibhausgas, das wesentlich stĂ€rker auf das Klima wirkt als CO2.

Behauptung 2: Wer einmal pro Woche auf Fleisch verzichtet, bewirkt gar nichts.

Bewertung: Zumindest nicht besonders viel.

Fakten: WĂŒrde ein Mensch ein Mal auf einen Hamburger mit 100-Gramm-Fleischbulette (2,11 Kilogramm Treibhausgase) verzichten und stattdessen Spaghetti mit Tomatensoße (0,63 Kilogramm) essen, ergĂ€be sich eine Ersparnis von 1,48 Kilogramm Emissionen, rechnet Tanja DrĂ€ger de Teran vom WWF vor. WĂŒrden einmal wöchentlich Spaghetti statt Burger auf den Tisch kommen, wĂŒrde man im Jahr fast 77 Kilogramm Treibhausgase pro Person einsparen.

Zum Vergleich: Der CO2-Fußabdruck pro Kopf und Jahr in Deutschland liegt laut Uba bei 11,6 Tonnen. Experten zufolge mĂŒsste der Fleischkonsum insgesamt drastisch sinken, um die angepeilten Klimaziele zu erreichen.

Behauptung 3: Kinder können auf Fleisch verzichten.

Bewertung: Das stimmt unter bestimmten Bedingungen.

Fakten: Der NĂ€hrstoffbedarf von Kindern und Jugendlichen kann durch eine "ausgewogene, pflanzenbetonte ErnĂ€hrung ĂŒberwiegend" gedeckt werden, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Kinder- und Jugendmedizin. Allerdings sei das Risiko einer MangelernĂ€hrung aufgrund des höheren NĂ€hrstoffbedarfs bei Heranwachsenden grĂ¶ĂŸer als bei Erwachsenen. Deshalb mĂŒsse man auf eine ausreichende Zufuhr der NĂ€hrstoffe besonders achten. Insgesamt setze eine vegetarische ErnĂ€hrung im Kindesalter einen hohen Informationsstand der Eltern und Jugendlichen voraus, heißt es.


Wenn Kinder Fleisch essen, sei eine ausgewogene ErnÀhrung einfacher, sagt auch UBA-Experte Bilharz. "Einfach das Fleisch weglassen und weiter wie bisher essen, geht nicht."

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