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Corona-Maßnahmen weltweit: In diese Länder dürfen Deutsche nicht einreisen

Corona-Maßnahmen  

In diese Länder dürfen Deutsche nicht einreisen

18.09.2020, 12:12 Uhr
Corona-Maßnahmen weltweit: In diese Länder dürfen Deutsche nicht einreisen. Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen.  (Quelle: imago images/Schöning)

Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen. (Quelle: Schöning/imago images)

Viele europäische Länder haben ihre Grenzen wieder geöffnet – doch was ist, wenn Sie nach Australien, in die USA oder Südamerika reisen möchten? Viele Länder haben weiterhin eine Einreisesperre für deutsche Touristen. 

Unabhängig von der Reisewarnung der Bundesregierung und der Einstufung vieler Länder als Corona-Risikogebiet gibt es noch eine weitere Komponente, die den Urlaub im Ausland unmöglich machen könnte: Viele Länder haben ihre Grenzen geschlossen, den Flugverkehr eingestellt oder ein Einreiseverbot verhängt. Was bedeutet das für Reisende und welche Länder sind betroffen?

Was bedeutet ein Einreiseverbot?

Bis mindestens 30. September gilt noch eine offizielle Reisewarnung für die meisten Länder außerhalb der Europäischen Union, hinzu kommt die Einstufung als Risikogebiet. Auf der anderen Seite hat jedes Land selbst die Möglichkeit, die Einreise individuell zu beschränken. Das kann bedeuten, dass Sie nur einreisen dürfen, wenn Sie sich in Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test vorweisen können. Es kann aber auch bedeuten, dass Sie gar nicht oder nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Auch das Auswärtige Amt rät: "Einige Länder haben Einreisesperren oder Sonderkontrollen für bestimmte Personengruppen oder Flüge aus bestimmten Regionen erlassen. Hiervon sind teilweise auch Reisende aus Deutschland betroffen. Reisende sollten sich daher vor Reiseantritt bei der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Reiselandes in Deutschland informieren."

Was gilt für Einreisen nach Deutschland?

Auch umgekehrt gibt es für viele Länder Einreisebeschränkungen für Deutschland. Seit Juli ist für Reisende aus Australien, Georgien, Kanada, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruquay eine Einreise nach Deutschland wieder ohne Einschränkungen möglich. Andere Reisende, die aus Drittstaaten außerhalb des Schengen-Raums nach Deutschland einreisen möchten, müssen hierfür wichtige Gründe vorweisen können. 

Welche Länder sind wie betroffen?

Je nach Infektionsgeschehen passen viele Länder regelmäßig ihre Einreisebestimmungen an – aktuell (Stand: 18. September 2020) gibt es allerdings noch eine ganze Reihe wichtiger Reiseländer, die ihre Grenzen geschlossen oder die Einreise verboten haben. Ein Überblick über die beliebtesten Urlaubsländer: 

Argentinien

Die argentinischen Landesgrenzen sind geschlossen. Nur argentinische Staatsangehörige oder Menschen mit Aufenthaltserlaubnis dürfen mit Sonderflügen einreisen. Touristen dürfen nur mit Sondergenehmigung einreisen und müssen sich anschließend 14 Tage in Quarantäne begeben. Hinzu kommt, dass der Flugverkehr nach Europa unterbrochen ist und bis mindestens 20. September eine Ausgangssperre gilt.

Australien

Auch wenn Australien abgesehen vom Bundesstaat Victoria nicht als Risikogebiet eingestuft wurde, gilt weiterhin eine offizielle Reisewarnung. Hinzu kommt, dass ausländische Reisende ohne gültigen Aufenthaltstitel in Australien generell nicht einreisen dürfen. Wer einen Aufenthaltstitel hat, muss trotzdem noch in eine 14-tägige Selbstisolation. 

Bolivien

Einreisen sind nur auf dem Luftweg und nur unter strengen Auflagen gestattet. Eine Einreise auf dem Landweg ist nicht möglich. Das Reisen im Land ist nur sehr eingeschränkt und unter Beachtung strenger Hygienemaßnahmen möglich. Im Land gibt es zudem regionale Ausgangssperren. Es gelten sowohl die Bestimmungen zur Reisewarnung als auch die Einstufung als Risikogebiet. 

Chile

Auch Chile hat seine Luft-, See- und Landgrenzen seit dem 18. März für die Einreise von Ausländern geschlossen. Kreuzfahrtschiffe dürfen bis Ende September nicht anlegen. Zusätzlich gilt sowohl die Einstufung als Risikogebiet, als auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. 

China

Auch wenn das Robert Koch-Institut China nicht mehr als Risikogebiet gelistet hat, gilt weiterhin eine offizielle Reisewarnung für das Land. Seit dem 28. März galt für China zudem eine Einreisesperre für alle Ausländer – seit dem 11. August ist die Einreise von Deutschen mit einer chinesischen Aufenthaltsgenehmigung wieder erlaubt. 

Touristen auf der Chinesischen Mauer: China hat ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt.  (Quelle: imago images/Xinhua)Touristen auf der Chinesischen Mauer: China hat ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt. (Quelle: Xinhua/imago images)

Hongkong

Seit dem 25. März dürfen Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung nicht nach Hongkong einreisen. Wer mit einer Aufenthaltsberechtigung einreist, muss sich zunächst in zweiwöchige Quarantäne begeben. Diese Regelung gilt bis mindestens Ende des Jahres Die Durchreise über den internationalen Flughafen ist wieder möglich, sofern einige Bedingungen erfüllt sind. Beispielsweise muss der Anschlussflug innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Auch wenn die offizielle Reisewarnung für Hongkong weiterhin gilt, ist es nicht als Risikogebiet ausgeschrieben. 

Indien

In Indien gilt noch bis mindestens Ende August eine Ausgangssperre, zudem wurden alle kommerziellen internationalen Flugverbindungen von und nach Indien ausgesetzt. Eine Ein- und Ausreise ist damit derzeit unmöglich. Der nationale Bahn- und Flugverkehr wurde eingeschränkt wieder aufgenommen. Zudem besteht weiterhin eine offizielle Reisewarnung und auch die Ausschreibung als Risikogebiet. 

Indonesien

Bereits seit dem 2. April gibt es in Indonesien eine Einreisesperre für alle Ausländer. Das Verbot umfasst auch die Durchreise. Zusätzlich gilt Indonesien als Risikogebiet und es gibt eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. 

Israel

Auch Israel hat ein generelles Einreiseverbot für ausländische Reisende erlassen. Ausnahmen gelten nur für Reisende, die nachweisen können, dass sie einen Lebensmittelpunkt in Israel haben. Zusätzlich gilt die offizielle Reisewarnung sowie die Einstufung als Risikogebiet für Israel. Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen hat Israel zudem als eines der ersten Länder einen erneuten Lockdown beschlossen. 

Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen.  (Quelle: imago images/Schöning)Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen. (Quelle: Schöning/imago images)

Japan

Seit dem 26. März gilt ein Einreiseverbot für nicht-japanische Staatsangehörige aus Deutschland und vielen anderen Staaten. Seit dem 21. März ist zudem die Visafreiheit ausgesetzt. Die Durchreise ist möglich, sofern der Flughafen nicht verlassen wird. Obwohl es eine offizielle Reisewarnung gibt, wird Japan nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgeschrieben. 

Kanada

Grundsätzlich wird derzeit nur kanadischen Staatsangehörigen die Einreise nach Kanada gewährt. Ausnahmen gibt es für Personen mit permanentem Aufenthaltsstatus und Durchreisende. Kreuzfahrtschiffe dürfen bis Ende Oktober nicht anlegen. Für Kanada gilt zwar noch die offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, das Land ist aber nicht als Corona-Risikogebiet ausgezeichnet. 

Kolumbien

Der reguläre Internationale Flugverkehr nach Kolumbien bleibt voraussichtlich noch bis Ende Oktober 2020 ausgesetzt. Es finden nur vereinzelt humanitäre Sonderflüge statt. Auch die Einreisesperre nach Kolumbien wurde verlängert. Zusätzlich gelten die Reisewarnung und die Einstufung als Risikogebiet. 

Kuba

Die Landesgrenzen sind für kommerzielle Flüge und den touristischen Schiffsverkehr geschlossen. Die Einreisesperre wurde bis 30. September 2020 verlängert. Auch die Reisemöglichkeiten innerhalb des Landes sind zurzeit stark eingeschränkt. Die meisten Hotels sind geschlossen, auch andere touristische Dienstleistungen wie Autovermietung, Ausflüge oder Überlandreisen sind nicht mehr möglich. Die Hauptstadt Havanna befindet sich nach Zunahme der Neuinfektionen erneut im Lockdown.

Marokko

Marokko hat alle Flug- und Fährverbindungen ins Ausland gestoppt. Die Grenzübergänge in Ceuta und Melilla sind geschlossen. Die Ein- und Ausreise ist damit nur unter besonderen Bedingungen möglich. Marokko gilt als Risikogebiet und fällt unter die offizielle Reisewarnung. 

Namibia

Seit Mitte September gibt es wieder internationalen Flugverkehr auf dem Flughafen Windhuk. Es dürfen allerdings nur bestimmte Personengruppen einreisen. Touristen aus visabefreiten Staaten wie Deutschland dürfen bis zu 90 Tage ohne Visum im Land bleiben. Allerdings muss zwei Wochen vor Einreise die Botschaft informiert werden und es muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. 

Neuseeland

Einreisen nach Neuseeland sind bis auf weiteres verboten. Ausnahmen gibt es nur für neuseeländische Staatsangehörige und "(permanent) residents". Durchreisen sind unter Auflagen möglich, sofern der Aufenthalt nicht länger als 24 Stunden dauert. Es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, Neuseeland zählt aber nicht zu den Corona-Risikogebieten. 

Philippinen

Bis auf weiteres gibt es ein landesweites Einreiseverbot in die Philippinen. Bereits erteilte Visa wurden für ungültig erklärt und derzeit werden keine neuen ausgestellt. Es gibt wenige Ausnahmen, beispielsweise für Diplomaten oder enge Familienangehörige von philippinischen Staatsangehörigen. Für die Philippinen gilt eine offizielle Reisewarnung sowie die Einstufung als Risikogebiet. 

Saudi-Arabien

Für Reisende aus dem Ausland gilt eine Einreisesperre, auch der Flugverkehr von und nach Saudi-Arabien wurde eingestellt. Es gibt eine offizielle Reisewarnung, zudem gilt Saudi-Arabien als Corona-Risikogebiet. 

Singapur

Alle Besuchsreisen nach Singapur sind verboten. Auch die Durchreise ist nur auf ausgewählten Strecken von Singapore Airlines, Scoot und Silk Air möglich. Für Singapur gilt weiterhin die offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, das Land wird aber nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft. 

Sri Lanka

Seit dem 19. März ist der internationale Flughafen in Colombo bis auf weiteres für internationale Flüge geschlossen. Seit dem 15. März ist zudem die Einreise aus Deutschland und vielen anderen Ländern verboten. Es gelten sowohl die Reisewarnung als auch die Einstufung als Risikogebiet. 

Fischer in Sri Lanka: Seit Mitte März ist der internationale Flughafen geschlossen.  (Quelle: imago images/robertharding)Fischer in Sri Lanka: Seit Mitte März ist der internationale Flughafen geschlossen. (Quelle: robertharding/imago images)

Südafrika

Seit dem 27. März gilt in Südafrika eine landesweite Ausgangssperre, alle Landesgrenzen sind geschlossen und es gibt derzeit keine Ein- oder Ausreisen nach Südafrika. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Südafrika, das RKI hat das Land zudem als Risikogebiet eingestuft. 

Thailand

Die Einreise zu touristischen Zwecken ist aktuell nicht möglich – es gibt nur wenige Ausnahmen beispielsweise für Geschäftsreisende und Touristen aus China, Hongkong, Japan, Singapur und Südkorea. Auch Durchreisen sind nur in Ausnahmefällen möglich. Es gilt die offizielle Reisewarnung, Thailand ist jedoch nicht als Risikogebiet eingestuft. 

Ungarn

Seit dem 1. September hat Ungarn wegen steigender Infektionszahlen neue Einreisebestimmungen beschlossen. Seitdem ist die Einreise für Deutsche grundsätzlich nicht mehr möglich. Bis zum 1. Oktober werden daher auch wieder EU-Binnengrenzkontrollen von Ungarn durchgeführt. Zudem gilt das EU-Land als Risikogebiet und es gilt eine Reisewarnung. 

USA

Für die USA gilt ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in Deutschland oder einem Schengen-Staat aufgehalten haben. Es gibt nur wenige Ausnahmen für US-Staatsbürger und ihre engen Angehörigen. Aktuell stellen die USA praktisch keine Visa mehr aus. Neben der offiziellen Reisewarnung werden die USA auch als Risikogebiet eingestuft. 

Vietnam

Ähnlich wie für die USA gilt eine Einreisesperre für Reisende aus Deutschland und allen anderen Schengen-Staaten. Das Verbot gilt auch für Durchreisen und für Deutsche mit vietnamesischer Abstammung. Zusätzlich gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, nicht aber die Einstufung als Risikogebiet. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Auswärtiges Amt

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