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Osterurlaub, aber wo? Was Touristen wissen sollten

Von dpa
Aktualisiert am 26.02.2021Lesedauer: 4 Min.
Urlaub am Strand: Zur Zeit bestehen viele Reisewarnungen.
Urlaub am Strand: Zur Zeit bestehen viele Reisewarnungen. (Quelle: Andia/imago-images-bilder)
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Die Corona-Krise zerrt an den Nerven. Viele sehnen sich nach Urlaub. Doch ist er ĂŒberhaupt möglich und wenn ja, worauf muss man in den beliebten UrlaubslĂ€ndern achten?

Das Wichtigste im Überblick


  • Italien
  • Spanien
  • Griechenland und Zypern
  • Österreich
  • DĂ€nemark

Mit der FrĂŒhlingszeit rĂŒcken auch die Osterferien in greifbare NĂ€he – und damit fĂŒr viele erneut auch die Hoffnung auf Urlaub im Ausland. In den EU-LĂ€ndern sind Reisen jedoch auch im zweiten FrĂŒhjahr der Corona-Pandemie an strikte Vorgaben gebunden, die teils sehr verschieden ausfallen.


Diese LĂ€nder schließen Ihre Grenzen wieder

Belgien: Alle nicht notwendigen Reisen von und nach Belgien sind zunÀchst bis zum MÀrz verboten.
Hardanger Fjord/Norwegen: Wer nicht in Norwegen lebt, steht auch hier seit 29. Januar vor verschlossenen Grenzen.
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Ob es weniger EinschrĂ€nkungen fĂŒr Geimpfte oder Negativgetestete geben soll – oder gar eine Art Impfpass fĂŒr freies Reisen, wie er am Donnerstag auch beim EU-Sondergipfel Thema war: Die Einstellungen dazu unterscheiden sich von Land zu Land ebenso wie die Infektionslage. Ein Überblick:

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Deutschland hat sich in eine gefÀhrliche Lage manövriert
Wladimir Putin 2012 im Kanzleramt in Berlin.


Italien

Die Corona-Lage in Italien hat sich wieder etwas verschlechtert – besonders wegen der Virusvarianten. Es gibt einige Infektionsschwerpunkte wie etwa SĂŒdtirol sowie die Gebiete um Perugia (Umbrien) und Brescia (Lombardei). Dort gelten zum Teil lokale Lockdowns. Mit 135 FĂ€llen pro 100.000 Einwohner lag die nationale Sieben-Tage-Inzidenz zwischen dem 8. und 14. Februar ĂŒber der deutschen.

Von Einreisenden aus Deutschland verlangen die Behörden einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest, der nicht Ă€lter als 48 Stunden ist. Sonst muss man in QuarantĂ€ne. Wer lĂ€nger in Österreich war – auch auf der Durchreise – fĂŒr den sind die Regeln noch strenger. Im Land selbst ist es bis Ende MĂ€rz verboten, ĂŒber Regionalgrenzen hinweg zu fahren. Allgemein wird erwartet, dass viele Corona-Verbote – auch das Reisen im Land – ĂŒber Ostern bis in den April verlĂ€ngert werden.

Ob es Lockerungen fĂŒr Geimpfte und Getestete geben sollte, wird in den Medien immer mal wieder angesprochen. Manche Theater und Musikveranstalter hoffen darauf, so öffnen zu können, die Fluglinie Alitalia offerierte bestimmte FlĂŒge schon nur mit Negativ-Test als "Covid free". Doch noch gibt es keine offiziellen Regeln. Erst mal ist die Regierung in Rom damit beschĂ€ftigt, die Impfkampagne selbst zu beschleunigen.

Spanien

Die Lage entspannt sich rapide. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist seit Ende Januar im Zuge strenger EinschrĂ€nkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit konstant rĂŒcklĂ€ufig. Zuletzt fiel sie auf etwa 84, nachdem erst Ende Januar noch ein Höchstwert von fast 421 gemeldet worden war. In einigen Regionen, vor allem in Urlaubsgebieten wie den Balearen mit Mallorca (knapp 38) oder den Kanaren (53) ist der Wert inzwischen niedriger als in den meisten deutschen BundeslĂ€ndern.

Teilweise herrscht aber ein strenger Lockdown, mehrere "Comunidades AutĂłnomas" sind abgeriegelt, ohne triftigen Grund darf man weder aus- noch einreisen. Nach Mallorca darf man fliegen. Allerdings mĂŒssen dort alle Restaurants, CafĂ©s und Bars seit dem 13. Januar und noch mindestens bis Montag geschlossen bleiben. Vom kommenden Dienstag (2. MĂ€rz) an soll es vorsichtige Lockerungen geben.

Erleichterungen fĂŒr Geimpfte gibt es nicht – Diskussionen darĂŒber werden immer wieder gefĂŒhrt. Galicien hat sich bisher als einzige Region ausdrĂŒcklich fĂŒr die EinfĂŒhrung eines Impfpasses zur schnelleren Wiederaufnahme des Tourismus ausgesprochen. Die Zentralregierung betont immer wieder, sie wolle möglichst alle grenzĂŒbergreifenden Maßnahmen mit den EU-Partnern abstimmen.

Griechenland und Zypern

Hier ist die Lage gemessen an der Zahl der Neuinfektionen verglichen mit den meisten anderen Staaten der EU besser. Die Gefahr aber, dass die sogenannte "Dritte Welle" das Gesundheitssystem schwer belastet, bleibt. Seit November gelten deswegen vor allem in Regionen mit hohen Corona-Zahlen viele EinschrÀnkungen.

Die Gastronomie musste dicht machen, ebenso alle LĂ€den außer SupermĂ€rkten und Apotheken. Von 21 Uhr bis 5 Uhr herrscht Ausgangssperre. Reisen innerhalb Griechenlands sind nur bei einem triftigem Grund gestattet, nur wenige Hotels haben auf. Wer einreist, muss einen aktuellen, negativen PCR-Test vorweisen.

Eine Lockerung der Maßnahmen fĂŒr Geimpfte gibt es bislang nicht, Griechenland und Zypern fordern aber vehement die EinfĂŒhrung eines EU-weit gĂŒltigen Impfpasses. Sollte es in der EU keine Lösung geben, wollen sie mit anderen LĂ€ndern bilaterale Abkommen ĂŒber die Einreise von Geimpften treffen.

Mit Israel ist das schon geschehen, mit Großbritannien, Russland und den Balkanstaaten wird derzeit verhandelt. Nicht-Geimpfte sollen ebenfalls willkommen sein, mĂŒssen aber weiterhin einen negativen Test vorlegen und in QuarantĂ€ne gehen.

Österreich

Seit Öffnung der LĂ€den und den damit verbundenen millionenfachen Tests ist die Zahl der entdeckten Corona-FĂ€lle spĂŒrbar gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei etwa 140 im Vergleich zu rund 104 Anfang Februar. Zugleich ist die Lage in den Kliniken weiterhin stabil. Am 1. MĂ€rz will die Regierung entscheiden, ob auch die Gastronomie und Hotellerie öffnen dĂŒrfen – wenn ja, dann nur mit einer Zugangskontrolle, bei der ein aktueller negativer Antigen-Test gezeigt werden mĂŒsste.

Im Land gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich kostenlos – unter anderem in Apotheken – testen zu lassen. Kanzler Sebastian Kurz macht sich fĂŒr einen Impfpass stark, der das Reisen zumindest fĂŒr diese Gruppe wieder ermöglichen soll. Aktuell sprechen schon die QuarantĂ€nevorschriften in Österreich und Deutschland gegen touristisches Reisen zwischen beiden LĂ€ndern.

DĂ€nemark

DĂ€nemark hat im Zuge gesunkener Neuinfektionszahlen und trotz der Sorge vor der um sich greifenden britischen Virusvariante am Mittwoch angekĂŒndigt, Großteile des Einzelhandels ab dem 1. MĂ€rz zu öffnen und einige weitere Corona-Maßnahmen zu lockern. Die Grenzen bleiben fĂŒr AuslĂ€nder ohne dĂ€nischen Wohnsitz aber bis vorlĂ€ufig zum 5. April so gut wie dicht. Ins Land kommt man nur mit aktuellem, negativem Corona-Test sowie einem triftigen Einreisegrund – mit dem DĂ€nemark-Urlaub zu Ostern dĂŒrfte es fĂŒr Touristen aus Deutschland also nichts werden.

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DĂ€nemark arbeitet darĂŒber hinaus an einem digitalen Corona-Pass, aus dem auch Impfdaten hervorgehen sollen. Damit sollen die DĂ€ninnen und DĂ€nen auf Dienst- und anderen Auslandsreisen kĂŒnftig dokumentieren können, dass sie gegen Covid-19 geimpft worden sind. Sonderrechte fĂŒr geimpfte AuslĂ€nder bei der Einreise sind bislang nicht geplant beziehungsweise debattiert worden.

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