Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeLebenReisenReisen in der Corona-Krise

Ende der Reisewarnung für Mallorca – Osterurlaub in der Ferne: Gute Idee?


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextTaliban: Erste öffentliche HinrichtungSymbolbild für einen TextRennfahrer verliert FührerscheinSymbolbild für einen TextEx-ZDF-Moderator bekommt RTL-ShowSymbolbild für einen TextLetzte "Königin der Lüfte" ausgeliefertSymbolbild für einen TextAlles zum kommenden HandywarnsystemSymbolbild für einen TextUngewöhnliche Kritik an Irans RegimeSymbolbild für einen TextDas ist die Ehefrau von Markus LanzSymbolbild für einen TextVergewaltigung: Fußballer verurteiltSymbolbild für einen TextShania Twain posiert im hautengen AnzugSymbolbild für einen TextFrau hält toten Mann auf Dach festSymbolbild für einen TextRestaurant auf Sylt öffnet nur zwei WochenSymbolbild für einen Watson TeaserReiner Calmund schimpft nach DFB-DebakelSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Osterurlaub in der Ferne: Ist das wirklich eine gute Idee?

Von dpa
Aktualisiert am 15.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Mallorca: Zwei Wochen vor Beginn der Osterferien ist Urlaub auf Mallorca wieder möglich.
Mallorca: Zwei Wochen vor Beginn der Osterferien ist Urlaub auf Mallorca wieder möglich. (Quelle: Clara Margais/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Urlaub auf Mallorca ist wieder ohne Quarantäne möglich. Die Flugbuchungen steigen sprunghaft an. Auf Sylt und Rügen gucken die Hoteliers dagegen weiter in die Röhre.

Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca ziehen die Flugbuchungen für die Lieblingsinsel der Deutschen deutlich an. Der größte Anbieter Eurowings sprach am Sonntag von Buchungen "in einer bisher nicht gekannten Dynamik" und legte kurzfristig 300 zusätzliche Flüge für die Osterzeit auf.


Diese Reiseziele zählen zu den Hochrisikogebieten

Belgrad: Serbien gilt als Hochrisikogebiet in der Corona-Pandemie
Port-au-Prince, Haiti: Seit Anfang August zählt das Urlaubsziel zu den Hochrisikogebieten.
+4

Gleichzeitig werden die Forderungen lauter, Urlaub auch in Deutschland wieder zu ermöglichen. "Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben", sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). "Das wäre eine ganz bittere Botschaft."

Verbliebene Beschränkungen für Mallorca

Seit Sonntag ist Urlaub auf Mallorca, zwei Wochen vor Beginn der Osterferien, in den meisten Bundesländern wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei Rückkehr möglich. Da Deutschland aus spanischer Sicht aber weiter als Risikogebiet gilt, müssen Touristen bei Einreise nach Spanien einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem muss man ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Das sind allerdings die einzigen verbliebenen Beschränkungen.

Auch die anderen Baleareninseln – darunter Menorca, Ibiza und Formentera – sowie Teile des spanischen Festlands, darunter die Küstengebiete Murcia und Valencia mit vielen Urlaubszielen, sind seit Sonntag keine Corona-Risikogebiete mehr. Das gilt auch für den gesamten Norden Portugals, die Region Nordjylland in Dänemark sowie die Bahamas in der Karibik. Bereits am vergangenen Wochenende war die Reisewarnung für die beliebte kroatische Urlaubshalbinsel Istrien aufgehoben worden. Entscheidend für einen solchen Schritt ist, dass die Infektionszahlen die Marke von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche unterschreiten. Auf den Balearen lag der sogenannte Inzidenzwert am Freitag bei 21,3.

Zusatzflüge nach Mallorca

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will bereits am Donnerstag mit den Zusatzflügen nach Mallorca starten. Am Sonntag waren alle fünf Flüge auf die Insel ausgebucht, für zwei Verbindungen wurden nach Angaben einer Sprecherin extra größere Maschinen eingesetzt. "Die plötzlichen Buchungseingänge sowie die entsprechenden Zusatzflüge verteilen sich quer über das ganze Land", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Der größte Reiseveranstalter TUI hat angekündigt, nächstes Wochenende die ersten Hotels auf Mallorca wieder zu öffnen und Flüge von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf anzubieten.

Die Bundesregierung hat damit eine Entwicklung angestoßen, die sie eigentlich gar nicht beabsichtigt hat. In ihrem jüngsten Beschluss vom 3. März appellierten Bund und Länder "eindringlich" an alle Bürger, "auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland" zu verzichten. Diese Haltung hat sich auch mit der Streichung Mallorcas und anderer Gebiete von der Corona-Risikoliste nicht geändert. Das Auswärtige Amt warnt zwar seit Sonntag nicht mehr vor Reisen dorthin, aber es rät in seinen Reisehinweisen im Internet weiterhin von "nicht notwendigen, touristischen Reisen" ab – mit sehr begrenztem Erfolg, wie man an den Flugbuchungen ablesen kann.

Deutsche Tourismusbranche: Lockdown bis 28. März

Die Interessenlage scheint innerhalb der Bundesregierung auch nicht einheitlich zu sein. Der Tourismusbeauftragte Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, freute sich am Sonntag über "ein schrittweises Öffnen in Europa".

Sympathien zeigte der CDU-Politiker auch für die Forderung der Reiseveranstalter, die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland ganz aufzuheben und stattdessen auf verstärkte Tests zu setzen. "Das zielt in die richtige Richtung", sagte er. Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen derzeit zehn Tage in Quarantäne, von der man sich aber mit einem negativen Test nach fünf Tagen befreien kann. Das gilt derzeit noch für die meisten Regionen Europas, darunter alle Urlaubsziele in Italien, Frankreich, Österreich oder Griechenland.

Besonders wichtig ist Bareiß, dass die einheimische Tourismusbranche nicht unter die Räder gerät. Danach sieht es im Moment aber aus. Bis zum 28. März gilt der Lockdown für Beherbergungsbetriebe. Wie es danach weitergeht, wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erst am 22. März entscheiden. Die Chancen für eine baldige Lockerung sinken Tag für Tag mit den steigenden Infektionszahlen in Deutschland. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bereits bei 79 – fast vier Mal so hoch wie auf den Balearen. Für die Woche nach Ostern prognostizierte das Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende höhere Zahlen als rund um Weihnachten. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen.

Falls die Hotels weiter geschlossen bleiben, wäre das für die einheimische Tourismusbranche dramatisch. Nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) ist der Umsatz im Gastgewerbe in den vergangenen zwölf Monaten um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. 72,2 Prozent der Unternehmer würden um ihre Existenz bangen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
BundesregierungCDUDeutschlandDänemarkEurowingsFormenteraIbizaKaribikLockdownMallorcaMenorcaPortugalReiseveranstalterReisewarnungSchwarzwaldSpanienSylt
Ratgeber

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website