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Spanien: Wieso gibt es hier fast keine Elektroautos?


Ganz einfacher Grund: Hier gibt's fast keine E-Autos


Aktualisiert am 04.03.2023Lesedauer: 2 Min.
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Seltener Anblick: ein Stromer in Spanien. Da es dort fast keine Ladesäulen gibt, kauft auch kaum jemand ein Elektroauto.Vergrößern des Bildes
Seltener Anblick: ein Stromer in Spanien. Da es dort fast keine Ladesäulen gibt, kauft auch kaum jemand ein Elektroauto. (Quelle: Mikel Taboada via www.imago-images.de)

Jeder sechste Neuwagen in Deutschland ist ein Elektroauto. In manchen Ländern Europas sieht es ganz anders aus: Dort gibt's nämlich kaum Stromer.

In Nordeuropa sind Stromer beim Autokauf häufig die erste Wahl. Im Süden hingegen spielen sie kaum eine Rolle. Neue Zahlen des europäischen Herstellerverbandes ACEA zeigen, wie extrem ungleich das E-Auto in Europa verbreitet ist. Aber warum?

Norwegen ist klarer Spitzenreiter

Die Kaufprämie brachte den Durchbruch: Nicht zuletzt durch die staatliche Umweltprämie ist das Elektroauto auf den Straßen Deutschlands inzwischen weitverbreitet. Der Anteil an den Zulassungen liegt derzeit bei 17,8 Prozent. Jeder sechste Neuwagen fährt also bereits abgasfrei.

Ähnlich sieht's beispielsweise in Großbritannien (16,6 Prozent) und Frankreich (13,3 Prozent) aus; teils deutlich höher sogar sind die Anteile in Dänemark (20,8 Prozent), den Niederlanden (23,5 Prozent), Schweden (33 Prozent) und – mit einem enormen Vorsprung – Norwegen (79,3 Prozent).

Ein gänzlich anderes Straßenbild zeigt sich in Italien, Spanien, Polen – und ganz besonders im Südosten Europas:

  • In Italien werden jährlich 1,3 Millionen Neuwagen zugelassen (Europa-Platz vier). Allerdings fuhren im vergangenen Jahr nur 3,7 Prozent davon elektrisch. Das ist gerade einmal jedes 27. neue Auto.
  • Spanien (813.000 Neuzulassungen pro Jahr, Platz fünf) kommt auf 3,8 Prozent.

Und in einigen Ländern Südosteuropas ist das Elektroauto teilweise noch weniger verbreitet.

  • Slowenien: 4,9 Prozent
  • Ungarn: 4,2 Prozent
  • Bulgarien und Zypern: je 3,5 Prozent
  • Kroatien: 3,2 Prozent
  • Griechenland: 2,7 Prozent

Das sind die Schlusslichter

Absolute Schlusslichter sind aber Tschechien (2 Prozent) und die Slowakei (1,8 Prozent): Gerade einmal jeder 50. Neuwagen hat dort einen Elektroantrieb.

Die Folge: Im gesamten EU-Durchschnitt erreichen reine Elektroautos nur einen Anteil von 12,1 Prozent an allen Neuzulassungen. Hinzu kommen Hybride mit einem Anteil von 9,4 Prozent. Knapp 80 Prozent aller Neuwagen haben weiterhin einen Verbrenner unter der Motorhaube.

Woran liegt's?

Fehlende Kaufanreize können nicht als Pauschalerklärung herhalten: In vielen Ländern mit geringer Stromer-Quote gibt es ähnliche Förderungen wie in Deutschland, teils sogar höhere Kaufprämien. In Tschechien und der Slowakei allerdings gibt es keinen Cent.

Viel eher dürfte das Ladenetz eine Rolle spielen: Griechenland etwa hatte 2021 genau 0,06 Prozent aller europäischen Ladepunkte. Also gerade mal einen von 1.700. Ähnlich sieht es in Polen, Tschechien und der Slowakei aus. Einfache Schlussfolgerung: Wer ein E-Auto nicht laden kann, der kauft auch keines.

Um den Anteil abgasfreier Autos zu steigern, wollte die EU ursprünglich am kommenden Dienstag über ein Verbrennerverbot ab dem Jahr 2035 für Neuwagen abstimmen. Kürzlich hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) überraschend verkündet, Deutschland werde diesem Verbot nicht zustimmen, und hatte damit gewaltige Unruhe in Brüssel gestiftet. Nun wird zunächst die gesamte EU-Abstimmung verschoben.

Verwendete Quellen
  • statista.com
  • Nachrichtenagentur dpa
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