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Euro-Krise: Rettet unsere Rückkehr zur D-Mark ganz Europa?


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Rückkehr zur D-Mark für die Rettung Europas?

Von t-online
Aktualisiert am 01.06.2012Lesedauer: 2 Min.
Was würde eine Rückkehr zur D-Mark für Deutschland bringen?
Was würde eine Rückkehr zur D-Mark für Deutschland bringen? (Quelle: dpa / dapd)
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Vielleicht muss man die Euro-Krise aus der Ferne von Übersee betrachten, um auf ganz neue Lösungsansätze zu kommen. Zwei renommierte US-Ökonomen schlagen in einem Gastbeitrag auf cnn.com zur Rettung des Euro vor, dass Deutschland aus der gemeinsamen Währung aussteigt und zur D-Mark zurückkehrt.

Von wegen Griechenland - Deutschland ist das Problem! Das behaupten zumindest die US-Ökonomen Clyde Prestowitz (Gründer und Präsident des "Economic Strategy Institute" in Washington) und John Prout (Früherer Finanzchef der "Crédit Commercial de France").


Leben und Karriere der Angela Merkel

Kindheit und Jugend verbringt Angela Dorothea Kasner, so ihr Mädchenname, in der DDR. Sie kommt zwar in Hamburg zur Welt - am 17. Juli 1954. Die Eltern ziehen jedoch schon bald nach Brandenburg.
Der Vater, Horst Kasner (hier mit seiner Frau Herlind bei Merkels Vereidigung im Jahr 2005), tritt nur wenige Wochen nach der Geburt seiner Tochter eine Pfarrstelle im brandenburgischen Quitzow an.
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Euro-Länder müssen "deutscher werden"

Die Begründung klingt eigentlich auch für Nicht-Ökonomen recht einleuchtend: Der Euro spiegelt den Durchschnitt der kombinierten Wettbewerbsfähigkeit des Euro-Raumes wider. Deutschland jedoch liegt weit über diesem Durchschnitt - der Euro ist also zu schwach für Deutschland. Die Bundesrepublik jedoch profitiert davon durch hohe Exportgewinne.

Nicht die Schwäche der Peripherie-Länder Griechenland, Spanien, Portugal, Italien oder Irland sind ergo das Problem, sondern die zu starken Deutschen. Und solange die anderen Länder im Euro quasi gefangen sind, so die Ökonomen, sei der einzige Weg für sie, um wettbewerbsfähiger zu werden, "deutscher zu werden".

Deutschland ist "hyperwettbewerbsfähig"

"Deutscher werden" bedeute Sparmaßnahmen bei Staatsausgaben, Senkung von Wohlfahrtsausgaben, niedrigere Löhne und höhere Arbeitslosigkeit. Genau das hätten die übrigen Euro-Länder auch versucht - höhere Exporte wurden damit aber nicht erreicht.

Denn Deutschland sei "hyperwettbewerbsfähig" und weigere sich deshalb, die eigene Wirtschaft durch mehr Konsum anzukurbeln. Würde der Konsum in Deutschland anziehen, könnten andere Länder auch mehr exportieren - genau das ist aber nicht der Fall.

Rückkehr zur D-Mark

Die US-Ökonomen Prestowitz und Prout schlagen deshalb vor, dass Deutschland aus der Eurozone austritt und zur D-Mark zurückkehrt. Die D-Mark würde auf-, der Euro abgewertet.

Deutschland würde die Importe steigern, die Exporte verringern. In der verbliebenen Euro-Zone verhielte es sich genau umgekehrt - die Lösung also für die Export-Krise dort.

Deutschland müsste für die Rettung Europas zunächst zahlen: die Exporte würden sinken, die Arbeitslosigkeit wohl nach oben gehen.

Dafür zöge Deutschland jedoch mit der Rückkehr zur Deutschen Mark "Kapitalströme" an, die Investitionen ermöglichten, die Zinslast und die Inflation niedrig hielten.

Billiger als Rettungen?

Die eigentliche Frage, so die Experten, sei: Wären diese Kosten für Deutschland nicht wesentlich niedriger, als zuerst für Griechenland zu zahlen, dann für Spanien usw.?

"Die 'unbekannten' Risiken eines deutschen Euro-Austritts scheinen besser beherrschbar, quantifizierbar und auch bekannter, als die Risiken, die mit endlosen Sparprogrammen, sozialen Unruhen und politischer Polarisierung verbunden sind", meinen die beiden US-Ökonomen.

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