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Unzufriedenheit mit Merkel so groß wie nie

Von afp
Aktualisiert am 05.08.2016Lesedauer: 2 Min.
Angela Merkels Flüchtlingspolitik hat immer weniger Unterstützer.
Angela Merkels Flüchtlingspolitik hat immer weniger Unterstützer. (Quelle: ap-bilder)
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Die Deutschen sind mit Merkels Flüchtlingspolitik so unzufrieden wie nie zuvor. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. Auch einen EU-Beitritt der Türkei lehnen mehr Menschen denn je ab.

65 Prozent der Bundesbürger sind gemäß der Umfrage mit der Flüchtlingspolitik Merkels unzufrieden. Nur 34 Prozent finden den Kurs richtig. Das ist die geringste Zustimmung, seit diese Frage erstmals im Oktober 2015 gestellt wurde.


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In der Folge sind auch die Zustimmungswerte für Merkel selbst erheblich gesunken. Die CDU-Vorsitzende sackte im Vergleich zum Vormonat um zwölf Punkte auf nur noch 47 Prozent Zustimmung ab, der zweitschlechteste Wert in dieser Legislaturperiode. Dagegen legte CSU-Chef Horst Seehofer - der sich scharf gegen Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik geäußert hat - um elf Punkte auf 44 Prozent zu.

Gleichzeitig bemängeln aber 64 Prozent der Befragten, dass der CSU eigene Interessen wichtiger seien als der Erfolg der Bundesregierung. Sogar 91 Prozent kritisieren Streit in der Großen Koalition.

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Zahl der Skeptiker steigt

Auch die Zustimmung der Deutschen zu einem EU-Beitritt der Türkei ist auf dem Tiefpunkt. Nur noch 15 Prozent sind der Auffassung, dass die EU Ankara mittel- bis langfristig als Mitglied aufnehmen sollte.

Dagegen sprechen sich 80 Prozent gegen die mittel- bis langfristige Aufnahme der Türkei in die Staatengemeinschaft aus.

Damit stieg die Zahl der Gegner eines türkischen EU-Beitritts seit dem vergangenen April um zwölf Prozentpunkte, während die Zahl der Befürworter um ebenfalls zwölf Punkte zurückging. Der Rückhalt für eine EU-Mitgliedschaft der Türkei sank somit auf den tiefsten Wert, der bisher im ARD-"Deutschlandtrend" gemessen wurde.

Für das Vorgehen der türkischen Regierung nach dem gescheiterten Militärputsch vor knapp drei Wochen zeigen nur fünf Prozent der Befragten Verständnis. 90 Prozent haben dagegen kein Verständnis für das Vorgehen der Regierung in Ankara. 88 Prozent der Befragten äußerten in der Umfrage zudem die Auffassung, dass die Bundesregierung der türkischen Regierung entschiedener entgegentreten sollte, zehn Prozent sind gegenteiliger Auffassung.

18 Prozent fordern mehr Solidarität mit der türkischen Regierung

Ein klare Mehrheit von 69 Prozent befürwortet zudem eine Aussetzung der Gespräche über eine Visa-Freiheit für Türken - auch wenn die Türkei deshalb das Flüchtlingsabkommen aufkündigen würde. 23 Prozent sind gegenteiliger Auffassung. 18 Prozent äußerten die Meinung, dass die Bundesregierung nach dem Putschversuch nicht genug Solidarität mit der türkischen Regierung gezeigt habe. 74 Prozent teilen diese Meinung nicht.

Für die Erhebung des ARD-"Deutschlandtrends" wurden am vergangenen Montag und Dienstag 1003 wahlberechtigte Bürger ab 18 Jahren telefonisch befragt.

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