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EU-Treffen zu Laptop-Verbot im Handgepäck

Treffen mit US-Vertretern  

Vorerst kein Laptop-Verbot für US-Flüge aus Europa

17.05.2017, 09:49 Uhr | rk, t-online.de

EU-Treffen zu Laptop-Verbot im Handgepäck. Laptopkontrolle am Flughafen: Die US-Regierung plant offenbar eine Ausweitung des Notebook-Verbotes (Quelle: dpa/Frank Leonhardt)

Laptopkontrolle am Flughafen: Die US-Regierung plant offenbar eine Ausweitung des Notebook-Verbotes (Quelle: Frank Leonhardt/dpa)

Sollen Laptops zukünftig auch bei Flügen aus Europa in die USA im Handgepäck verboten werden? Vertreter der EU und den USA beraten in Brüssel über eine Ausweitung des Verbotes. Für Passagiere ändert sich vorerst nichts: elektronische Geräte dürfen weiterhin mit in die Kabine.

Bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow verriet US-Präsident Donald Trump Geheiminformationen über die Anschlagsgefahr, die von elektronischen Geräten in der Flugzeugkabine ausgeht. Auch deshalb plant die US-Regierung die Ausweitung des Laptop-Verbots auf Flügen in die USA und beriet sich mit Vertretern der EU in Brüssel.

Die Europäer wurden von den Plänen überrascht und befürchten chaotische Zustände, während der sommerlichen Reisezeit. Sie fordern Aufklärung und ein gemeinsames Vorgehen. 

Seit März 2017 dürfen Passagiere auf Flügen aus einigen Ländern im nahen Osten in die USA keine Laptops, Tablets, E-Book-Reader oder größere Kameras im Handgepäck führen. Betroffen sind Jordanien, Ägypten, Saudi Arabien, Marokko, Katar, die Vereinigten arabischen Emirate und die Türkei. Medizinische Geräte und Mobiltelefone sollen an Bord erlaubt bleiben. Großbritannien schloss sich dem Verbot zügig an.

Laptops könnten zu Bomben umgerüstet werden

Laut US-Geheimdiensten und dem FBI könnten Terroristen elektronische Geräte mit Sprengstoff versehen, der bei Flughafen-Kontrollen nicht entdeckt werden kann. Die Laptops oder Tablets sollen weiterhin funktionieren und durch die Scanner gelangen können. 

Die USA sollen Informationen über die mögliche Anschlagsgefahr offener kommunizieren, forderten EU-Minister und die EU-Kommission in einer Krisensitzung mit dem US-Heimatschutzminister John Kelly vergangenen Freitag.

US-Präsident Trump wurde nach seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Lawrow vorgeworfen, er habe streng geheime Informationen über Anschlagspläne von ISIS geteilt, welche Laptops auf Flügen als Bomben vorsehen. Details geplanter Anschläge könnten Quellen der US-Geheimdienste, insbesondere Verbündete Dienste, gegenüber Russland offen legen. Trump wehrte die Kritik ab und begründete den Austausch mit dem gemeinsamen Anti-Terror-Kampf und der Flugsicherheit.

"Gefährliche Akkustapel im Frachtraum"

Der Hauptgeschäftsführer des Geschäftsreiseverbands VDR Hans-Ingo-Biehl kritisierte das Kabinenverbot für Laptops als "puren Aktionismus". Die im Frachtraum gestapelten Akkus bedeuteten keinen Sicherheitsgewinn und erhöhten die Brandgefahr. Der Verband plädiert für die Weiterentwicklung der Kontrollen.

Mit Laptops im Aufgabegepäck erhöhe sich auch die Gefahr des Verlusts von Firmengeheimnissen. Geschäftsreisende könnten sensible Daten nicht mehr mit sich führen, wenn sie gezwungen werden, ihre elektronischen Geräte abzugeben.

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