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USA: Feuerpause in Gaza "wahrscheinlich nicht bis Montag"


Israelische Militäroffensive
Biden: Feuerpause in Gaza "wahrscheinlich nicht bis Montag"

Von t-online, afp, dpa
Aktualisiert am 29.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Israel PalestiniansVergrößern des BildesPalästinenser in einem zerstörten Viertel von Jabaliya: Israel hat nach dem Großangriff der Hamas am 7. Oktober eine Militäroffensive gestartet. (Quelle: Mahmoud Essa/ap)
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In Gaza spitzt sich die humanitäre Lage zu – und eine Feuerpause rückt nach Angaben des US-Präsidenten Joe Biden weiter in die Ferne.

US-Präsident Joe Biden rechnet nicht damit, dass eine Waffenruhe im Gazastreifen am Montag eintreten werde. Biden sagte zu Reportern in Washington, die Feuerpause werde "wahrscheinlich nicht bis Montag" kommen. Er hatte nach eigenen Angaben zuvor mit Staatenlenkern im Nahen Osten gesprochen.

Israel und die Hamas führen indes weiterhin Verhandlungen über eine befristete Feuerpause im Gaza-Krieg und weitere Geisel-Freilassungen. Die Gespräche verlaufen zäh. Zuletzt aber gab es aus Verhandlerkreisen vorsichtig optimistische Signale.

Biden hatte selber zu Beginn der Woche die Hoffnung auf eine Feuerpause ab kommenden Montag geweckt. "Meine Hoffnung ist, dass wir bis zum nächsten Montag eine Feuerpause haben", hatte er gesagt.

Ebenfalls am Donnerstag hatte der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin für Verwirrung gesorgt. Er sagte vor Journalisten, in Gaza seien seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 25.000 Frauen und Kinder getötet worden. Einige Stunden später allerdings sagte eine Sprecherin des Pentagon, dass Austin sich auf eine Schätzung des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen beruft und sich auf die Gesamtzahl der getöteten Palästinenser bezieht, nicht nur auf Frauen und Kinder. Nach israelischen Angaben sind 12.000 Hamas-Terroristen unter den Toten.

Netanjahu: "Habe den enormen Druck, den Krieg zu beenden, zurückgewiesen"

Die israelische Regierung bemüht sich nach den Worten von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu unermüdlich, die von der islamistischen Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln freizubekommen. Es sei allerdings zu früh, um zu wissen, ob eine Einigung über die Freilassung von Geiseln und eine Feuerpause im Gaza-Krieg zustande käme, sagte Netanjahu am Donnerstagabend in Tel Aviv.

Eine seiner zentralen Forderungen in dem Zusammenhang sei es, eine Liste mit den Namen aller Geiseln zu bekommen, die im Rahmen eines Deals freigelassen würden. Diese habe er bisher nicht erhalten, sagte Netanjahu. Ein Durchbruch in den Verhandlungen und ein Abkommen in den kommenden Tagen seien daher zunächst ungewiss.

Netanjahu betonte zudem, dass die Armee den Krieg gegen die islamistische Hamas bis zum Sieg fortführen werde. "Der internationale Druck auf Israel nimmt zwar immer mehr zu, aber ich habe den enormen Druck, den Krieg zu beenden, zurückgewiesen", sagte Netanjahu. Die israelischen Truppen kämen im Gazastreifen voran und bereiteten sich auf eine Fortsetzung vor. "Denn es wird eine Fortsetzung geben", unterstrich der israelische Regierungschef.

Humanitäre Krise spitzt sich zu

Unterdessen spitzt sich die humanitäre Notlage im Gazastreifen weiter zu. Helfer der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sehen das Gesundheitswesen in dem dicht besiedelten Küstengebiet völlig zusammenbrechen. Die Vereinten Nationen schließen inzwischen auch eine Versorgung der mehr als zwei Millionen Menschen aus der Luft nicht aus.

"Im Idealfall wollen wir Dinge über die Straße bewegen, wir wollen, dass mehr Straßen offen sind, wir wollen mehr offene Grenzübergänge. Aber wie gesagt: Für das Welternährungsprogramm WFP bleiben alle Optionen auf dem Tisch", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York.

Zuletzt hatte sich die humanitäre Situation im Gazastreifen auch deshalb zugespitzt, weil viele Lastwagen mit Hilfsgütern nicht zu ihrem Bestimmungsort durchgelassen werden. Bei der Verteilung von aus der Luft abgeworfenen Hilfsgütern kam es einem CNN-Bericht zufolge zu chaotischen Szenen. Bei Chaos und Schüssen rund um einen Hilfskonvoi im Gazastreifen sind am Morgen zudem Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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