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Regierung - Trump in Kalifornien: Hat man keine Mauer, hat man kein Land

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Regierung  

Trump in Kalifornien: Hat man keine Mauer, hat man kein Land

14.03.2018, 12:40 Uhr | dpa

Regierung - Trump in Kalifornien: Hat man keine Mauer, hat man kein Land. Dieses Modell scheint Trump zu gefallen.

Dieses Modell scheint Trump zu gefallen. Neben dem Präsidenten steht R. Scott, Chief Patrol Agent des San Diego Sektors der Grenzpolizei. Foto: K.C. Alfred/San Diego Union-Tribune. (Quelle: dpa)

San Diego (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal Prototypen der Mauer besucht, die er an der Grenze zu Mexiko errichten lassen will.

Trump ließ sich am Dienstag von Grenzschützern und Offiziellen die acht Modelle zeigen, die in der Nähe von San Diego stehen. Die Mauer sei nötig, um Amerika zu schützen, sagte Trump: "An die Gegner der Mauer: Wenn man kein Mauersystem hat, hat man kein Land."

Eine Mauer müsse auf jeden Fall durchsichtig sein, damit die Grenzschützer sehen könnten, was auf der anderen Seite geschehe, sagte Trump, und sie müsse auf alle Fälle hoch genug sein. Die Prototypen sind zwischen 5,50 und 9,10 Metern hoch. "Phantastisch", sagte Trump mit Blick auf die Modelle.

Auf beiden Seiten der Grenze kam es zu Protesten. Menschen hatten Schilder mit Aufschriften wie "Baut Brücken, keine Mauern" bei sich. Es gab aber auch Plakate mit Zustimmung für Trump.

Wo eine Mauer letztlich gebaut würde, steht noch nicht fest. Die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist 3144 Kilometer lang. Rund 1130 Kilometer sind bereits mit Zäunen und Absperrungen gesichert.

Trump kam zum ersten Mal als Präsident nach Kalifornien. Eine Mauer zu Mexiko war für ihn schon im Wahlkampf eines der wichtigsten Themen. "Mexiko hat eine Menge Probleme, unter anderem die Drogenkartelle", sagte Trump am Dienstag. Die Mauer werde ein Vielfaches ihrer Kosten einspielen, indem sie die USA vor den Folgeschäden illegaler Einwanderung und Drogenhandels schütze. Sie werde dem Steuerzahler Hunderte Milliarden Dollar ersparen.

"Der Bundesstaat Kalifornien bittet uns darum, in bestimmten Gegenden eine Mauer zu bauen", sagte Trump während seiner etwa einstündigen Besichtigung. "Sie sagen Ihnen das nur nicht." Dass es eine solche Bitte des liberalen Kalifornien gibt, wäre neu.

Massiv kritisierte der Präsident Städte Kaliforniens, die Migranten Unterschlupf gewähren. Kalifornien setze die Sicherheit der gesamten USA aufs Spiel, sagte Trump.

Trump hat als Präsident bislang einen großen Bogen um Kalifornien gemacht, die liberale Hochburg der USA. Auch im Wahlkampf mied er den bevölkerungsreichsten Bundesstaat weitestgehend.

Trump verband seinen Besuch mit Angriffen auf Kaliforniens Gouverneur, den Demokraten Jerry Brown. "Er macht einen schrecklichen Job", sagte Trump. Der ganze Staat sei außer Kontrolle und werde von mexikanischer Seite mit Drogen überflutet. Trump sagte, die Menschen würden deswegen schon bald beginnen wegzuziehen.

Trump besuchte in San Diego auch das Militär. Vor Marines lobte er den von den USA geführten Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Im Mittleren Osten müsse der Druck auf den Iran aufrechterhalten werden, sagte Trump. Hinter jedem Problem der Region stecke der Iran.

Trump sagte auch, man solle neue Streitkräfte für den Weltraum haben: "So wie die Army und die Navy, aber für den Weltraum, weil wir sehr viel Geld für den Weltraum ausgeben." Man solle sie Space Force nennen, sagte Trump. Er griff unter dem Applaus der Marines auch die Medien als "Fake News" an.

"Sehr bald werden wir zum Mars fliegen. Wir würden nicht zum Mars fliegen, wenn meine Konkurrentin gewonnen hätte", sagte Trump. Anschließend machte sich der Präsident auf den Weg zu einer Spendenveranstaltung nach Los Angeles. Am Mittwoch wollte er nach Missouri weiterreisen.

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