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Türkei – Wegen Trumps Sanktionen: Erdogan droht mit "neuen Verbündeten"

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US-Sanktionen gegen Ankara  

Erdogan droht USA mit Suche nach "neuen Verbündeten"

11.08.2018, 20:37 Uhr | AFP

(Quelle: Reuters)
Erdogan sieht Partnerschaft mit USA in Gefahr

Im Streit um einen in der Türkei festgehaltenen US-Pastor hat US-Präsident Donald Trump eine Verdoppelung der Zölle auf Stahl und Aluminium angeordnet - mitten in der türkischen Währungskrise. (Quelle: Reuters)

Mitten in der Währungskrise um die Lira: Im Streit zwischen der USA und der Türkei hat US-Präsident Donald Trump eine Verdoppelung der Zölle auf Stahl und Aluminium angeordnet. (Quelle: Reuters)


Im Streit um einen inhaftierten Priester hat US-Präsident Trump Sanktionen gegen die Türkei verhängt, die türkische Lira ist eingebrochen. Nun meldet sich Präsident Erdogan in der "New York Times" zu Wort.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA hat vor einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gewarnt. Wenn Washington nicht anfange, die türkische Souveränität zu respektieren und Verständnis für die seinem Land drohenden Gefahren aufbringe, sei die Partnerschaft mit Ankara "in Gefahr", schrieb Erdogan in einem Gastbeitrag für die "New York Times" vom Samstag.

Die USA müssten ihre "Politik der Alleingänge und des fehlenden Respekts" beenden. Andernfalls müsse sich die Türkei "neue Freunde und Verbündete suchen", warnte der türkische Staatschef. Innerhalb der Nato gibt es Befürchtungen, die Türkei könnte sich Russland annähern und weiter vom Westen abrücken.

Die Beziehungen der beiden Nato-Partner werden derzeit durch eine ganze Reihe von Streitfragen belastet, darunter die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson in der Türkei. Dazu schrieb Erdogan in dem Zeitungsartikel, er könne die türkische Justiz nicht beeinflussen. Eine Einmischung stehe nicht in Einklang "mit unserer Verfassung oder unseren gemeinsamen demokratischen Werten".

Lira seit Jahresbeginn auf Talfahrt

Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump weitere Strafzölle gegen Ankara angekündigt, worauf die türkische Währung um dramatische 19 Prozent einbrach. Befeuert wird der Absturz der Lira aber auch durch die Untätigkeit der Zentralbank und den Unwillen der Regierung, ihren wirtschaftspolitischen Kurs anzupassen.

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Erdogan sprach am Freitag in einer Ansprache von einem Wirtschaftskrieg, in dem sich sein Land befinde. Und er rief alle Türken auf, zur Stützung der Währung Devisen gegen Lira zu tauschen. Die Lira hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel an Wert verloren.

Durch ein Verfassungsreferendum 2017 erhielt Erdogan eine enorme Machtfülle und nimmt zunehmend Einfluss auf die Zentralbank, was internationale Anleger schon seit Monaten beunruhigt. Erdogan hat sich selbst als "Gegner der Zinsen" tituliert und angekündigt, eine größere Kontrolle über die Geldpolitik auszuüben.

"Sucht nach Sanktionen und Schikane"

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif äußerte sich  ebenfalls zu dem Streit zwischen Ankara und Washington. Die USA litten unter einer "Sucht nach Sanktionen und Schikane", schrieb Sarif auf Twitter. Wenn sich das nicht ändere, werde sich die ganze Welt zusammenschließen und die USA zu einer Kursänderung zwingen.

Die USA hatten am Dienstag neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt, nachdem US-Präsident Trump im Mai den einseitigen Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen mit Teheran verkündet hatte.

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