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Altkanzler Gerhard Schröder distanziert sich erstmals von Wladimir Putin

"Klarer Bruch des Völkerrechts"  

Schröder distanziert sich erstmals von Putin

16.01.2021, 12:59 Uhr | AFP

Altkanzler Gerhard Schröder distanziert sich erstmals von Wladimir Putin. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist mit Putin eng befreundet. (Quelle: imago images/Thomas Imo/photothek.net)

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist mit Putin eng befreundet. (Quelle: Thomas Imo/photothek.net/imago images)

Russland habe Grenzen überschritten, "die nicht überschritten werden sollten", sagte der Ex-Kanzler in einem Interview. Er nennt nicht nur die Annexion der Krim als Beispiel. 

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich mit Blick auf die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim erstmals deutlich von Russlands Präsident Wladimir Putin distanziert. Im Magazin "Spiegel" sagte Schröder: "Die Annexion der Krim war ein klarer Bruch des Völkerrechts." Sanktionen gegenüber Russland lehnte er aber weiterhin ab.

"Davon halte ich nichts, weil ich nicht sehe, was sie erreichen sollen", sagte Schröder dazu dem "Spiegel". Er äußerte sich überzeugt: "Es wird keinen russischen Präsidenten geben, der die Krim wieder rausrückt."

Kritik an Russlands Verbindungen zur AfD

Russland hatte die Krim 2014 annektiert. Auch in anderen Fällen habe das Land Grenzen überschritten, "die nicht überschritten werden sollten", sagte nun Schröder, der zu Putin ein enges freundschaftliches Verhältnis hat. Als Beispiel nannte er auch den "Hackerangriff unter anderem auf den Bundestag", für den Russland verantwortlich gemacht wird.

Der frühere Bundeskanzler kritisierte zudem, dass der Kreml Beziehungen zu rechtsextremen Parteien wie der AfD unterhalte. "Das halte ich für einen Fehler. Ich kann das nicht nachvollziehen", hob er hervor.

Schröder steht wegen seiner Nähe zu Putin immer wieder in der Kritik. Kreml-Kritiker Alexej Nawalny kritisierte ihn im Oktober 2020 als "Laufbursche Putins". Der frühere Bundeskanzler ist auch in hoher Position für den eng mit dem russischen Staat verbundenen Konzern Gazprom tätig. In diesem Kontext wirbt er – ebenso wie auch andere Sozialdemokraten – nachdrücklich für den Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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