• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Corona-Pandemie: Maas sieht Beschaffung von russischem Impfstoff skeptisch


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextTĂŒrkei sperrt Deutsche WelleSymbolbild fĂŒr einen TextRKI: Inzidenz steigt um 38 ProzentSymbolbild fĂŒr einen TextHeftige Unwetter: Viele SchĂ€denSymbolbild fĂŒr einen TextSchlagerstar muss Konzerte absagenSymbolbild fĂŒr einen TextKapitol-Sturm: Trump greift Zeugin anSymbolbild fĂŒr einen TextARD-Serienstar erlitt ZusammenbruchSymbolbild fĂŒr einen TextTour de France: Alle Etappen 2022Symbolbild fĂŒr einen TextFBI fahndet nach deutscher Krypto-QueenSymbolbild fĂŒr einen Text"Goodbye Deutschland"-Star 20 Kilo leichterSymbolbild fĂŒr einen TextSĂ€ngerin spricht ĂŒber ihre AbtreibungSymbolbild fĂŒr einen TextEinziges Spaßbad von Sylt muss schließenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserAlexander Klaws mit traurigen WortenSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Maas sieht Beschaffung von russischem Impfstoff skeptisch

Von dpa
Aktualisiert am 23.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Corona-Faust-Gruß: Außenminister Heiko Maas (l) und der serbische PrĂ€sident Aleksandar Vucic in Belgrad.
Corona-Faust-Gruß: Außenminister Heiko Maas (l) und der serbische PrĂ€sident Aleksandar Vucic in Belgrad. (Quelle: Darko Vojinovic/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Belgrad (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich skeptisch zu einer Beschaffung von russischem Corona-Impfstoff im großen Stil geĂ€ußert.

Im Moment scheine "die mediale Aufmerksamkeit fĂŒr die 30 Millionen Impfdosen aus Russland - wenn sie denn kommen - ein bisschen hoch" zu sein, sagte der SPD-Politiker am Freitag bei einem Besuch der serbischen Hauptstadt Belgrad. Außerdem mĂŒsse der russische Impfstoff Sputnik V zunĂ€chst einmal in der EU zugelassen werden.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem serbischen PrĂ€sidenten Aleksandar Vucic reagierte Maas auf einen Vorstoß des sĂ€chsischen MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU). Dieser hatte am Donnerstag nach einem GesprĂ€ch mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko gesagt, dass Deutschland 30 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V erwerben wolle, vorausgesetzt, dass ihm die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung erteile.

Maas zeigte sich in Belgrad davon wenig beeindruckt. Die Zahl der Dosen stehe "nicht ganz in der Relation (...) zu dem, was wir bereits in Deutschland produzieren". Er wies darauf hin, dass im Biontech-Werk in Marburg kĂŒnftig 60 Millionen Impfdosen im Monat produziert werden sollten. Der Minister erwĂ€hnte zudem Lieferschwierigkeiten bei frĂŒheren Impfstoff-Beschaffungen. "Wir wissen ja, dass unabhĂ€ngig vom Hersteller die Belieferung von Impfdosen nicht immer dem entsprochen hat, was vorher angekĂŒndigt worden ist", sagte er.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Kritik an Kretschmers AnkĂŒndigung des Impfstoff-Deals mit Russland kam auch von den GrĂŒnen. Dies sei "nicht einfach nur naiv", sagte der GrĂŒnen-Politiker Omid Nouripour. "Kretschmer verspielt sich damit auf der Werbetrommel des Kremls."

Im EU-Kandidatenland Serbien wird Sputnik V seit der Jahreswende verabreicht, zusammen mit den "westlichen" Vakzinen von Biontech-Pfizer und Astrazeneca sowie dem chinesischen Sinopharm. Das Balkanland ist dabei erfolgreich. Bislang erhielten 27 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung, 18 Prozent sind vollstÀndig geimpft. Zum Vergleich: In Deutschland haben erst 22 Prozent die erste und nur 7 Prozent die zweite Impfung bekommen.

In Serbien mit seinen knapp sieben Millionen Einwohnern sind die Zahlen der Ansteckung mit dem Coronavirus inzwischen rĂŒcklĂ€ufig. Auch die Belegung der KrankenhĂ€usern und Intensivstationen geht zurĂŒck.

Wie Vucic auf der Pressekonferenz ausfĂŒhrte, ist Sinopharm vor dem Mittel von Biontech-Pfizer der am meisten eingesetzte Impfstoff in seinem Land. Die Hersteller beider Produkte wĂŒrden die vereinbarten Liefertermine genau einhalten. "Von den anderen kann man das nicht immer behaupten, aber ich will das nicht weiter kommentieren", fĂŒgte er hinzu.

Maas absolviert eine zweitĂ€gige Reise auf dem Balkan. In Pristina hatte er am Donnerstag mit der neuen StaatsfĂŒhrung des Kosovos gesprochen, die aus der Parlamentswahl im Februar hervorgegangen war. In den GesprĂ€chen mit PrĂ€sidentin Vjosa Osmani und MinisterprĂ€sident Albin Kurti erörterte er ebenso wie mit Vucic in Belgrad den derzeit feststeckenden Dialog, der zur Normalisierung des VerhĂ€ltnisses zwischen Serbien und seiner einstigen SĂŒdprovinz fĂŒhren soll.

Das ĂŒberwiegend von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich 1999 nach einer Nato-Intervention von Serbien losgelöst und 2008 fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€rt. Serbien hat dies bis heute nicht anerkannt und erhebt weiterhin Anspruch auf das Territorium des Staates, der von Deutschland und den meisten anderen EU-LĂ€ndern, nicht aber beispielsweise von Spanien, Griechenland, Russland oder China anerkannt wird.

In Belgrad erklĂ€rte Maas, dass es nun an der Zeit sei, den Dialog auf der Grundlage des bisher Erreichten zu Ende zu fĂŒhren. Am Ende zĂ€hlten die Resultate. "Wir sind zu einer Fortsetzung des Dialogs bereit und gehen konstruktiv daran heran", sagte Vucic. NĂ€chste Woche reisen Vucic und Kurti nach BrĂŒssel, um am Sitz der EU die ModalitĂ€ten neuer GesprĂ€che zu sondieren. Ein Treffen der beiden Politiker ist nicht geplant.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
CDUCoronavirusDeutschlandEUHeiko MaasImpfstoffMarburgMichael KretschmerRusslandSPDSerbienSputnik V
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website