t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomePolitikUkraine

Russland: US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 treffen deutschen Manager


Nord Stream 2
US-Sanktionen treffen auch deutschen Manager

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 24.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Matthias Warnig (M.) mit Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew (2.v.l) und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.Vergrößern des BildesMatthias Warnig (M.) mit Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew (2.v.l) und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
Auf WhatsApp teilen

Die USA verhängen Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG – und den deutschen Manager des Unternehmens Matthias Warnig. Der Putin-Freund sitzt auch im Aufsichtsrat von Schalke 04.

Angesichts der Eskalation in der Ukraine-Krise hat US-Präsident Joe Biden am Mittwoch die Sanktionen gegen die in der Schweiz ansässige Nord Stream 2 AG bekannt gegeben: Die Strafmaßnahmen treffen nicht nur die Betreibergesellschaft der Ostseepipeline – eine Tochter des russischen Energieriesen Gazprom –, sondern auch deren Geschäftsführung um den deutschen Top-Manager Matthias Warnig.

Der ehemalige Stasi-Offizier zählt zu Wladimir Putins engsten Vertrauten und sitzt auch im Aufsichtsrat des Fußball-Zweitligisten Schalke 04. Was das für den Klub bedeuten könnte, ist noch unklar.

Am Dienstag hatte die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren für die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 ausgesetzt. Nun bringen die USA doch Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft Nord Stream 2 AG und deren Top-Manager auf den Weg. Biden hatte zuvor aus Rücksicht auf Deutschland auf einen solchen Schritt verzichtet.

Der Schritt ist Teil der Strafmaßnahmen der US-Regierung gegen Russland. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die abtrünnigen ukrainischen Provinzen in Donezk und Luhansk am Montag als unabhängig anerkannt und damit die jüngste Eskalation in dem Konflikt heraufbeschworen.

Nord Stream 2 gehört Gazprom

Die in der Schweiz ansässige Projektgesellschaft Nord Stream 2 gehört dem russischen Staatskonzern Gazprom. An der Finanzierung der Röhre beteiligten sich auch der Düsseldorfer Versorger Uniper und das österreichische Energieunternehmen OMV. Die Gesamtkosten waren auf 9,5 Milliarden Euro beziffert worden.

Nach der Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine hat die Bundesregierung die Inbetriebnahme der Pipeline auf Eis gelegt. Uniper könnte sein finanzielles Engagement bei der vorerst gestoppten Gaspipeline Nord Stream 2 teuer zu stehen bekommen. Der Konzern prüft, ob Abschreibungen nötig sind. Die Aktien des Energiekonzerns fielen um bis zu 12,6 Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 32,07 Euro.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel



TelekomCo2 Neutrale Website