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Ukraine-R├╝ckkehrer: K├Ąmpfer, Urlauber und Verzweifelte

Von dpa
Aktualisiert am 15.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Oleg Kowal steht am polnischen Grenz├╝bergang Medyka.
Oleg Kowal steht am polnischen Grenz├╝bergang Medyka. Er will zur├╝ck in die Ukraine, um gegen die russischen Truppen zu k├Ąmpfen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa./dpa)
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Medyka (dpa) - Sie sind braun gebrannt und haben ihre Urlaubskoffer dabei. Nun wollen Andrej (42) und Viktoria (40) mit ihren Familien nach Hause. Zur├╝ck in eine Heimat, in der nichts mehr so ist, wie es bei ihrem Abflug in die Sonne war.

Die acht ├ägypten-Urlauber stammen aus der Stadt Krywyj Rih in der Zentralukraine. Jetzt stehen sie am ├ťbergang Medyka-Schehyni an Polens Grenze zur Ukraine. "Wir sind am 24. Februar nach Scharm-El Scheich geflogen. Erst in ├ägypten haben wir vom Kriegsausbruch erfahren", erz├Ąhlt der Bauarbeiter Andrej. Weil es keine Fl├╝ge mehr in die Ukraine gab, behielten die ├ägypter die Gruppe zun├Ąchst dort, setzten sie schlie├člich in eine Maschine nach Stettin. W├Ąre es nicht sicherer, in Polen zu bleiben? Andrej sch├╝ttelt den Kopf. Drei M├Ąnner aus der Gruppe seien im wehrf├Ąhigen Alter. "Wir wollen k├Ąmpfen." Und Viktoria erg├Ąnzt: "Wir Frauen schleppen dann die Munition."

Rund 1 94 .000 R├╝ckkehrer

Seit dem Beginn von Russlands Angriff auf ihr Land sind Millionen Ukrainer auf der Flucht. Allein in Polen sind in dieser Zeit mehr als 1,8 Millionen Gefl├╝chtete angekommen. Doch der polnische Grenzschutz z├Ąhlte bis Montag auch rund 194 500 Menschen, die die Grenze in Richtung Ukraine ├╝berquerten. Die meisten davon sind Ukrainer. Unter den Staatsb├╝rgern anderer L├Ąnder sind viele Menschen, die Hilfsg├╝ter ├╝ber die Grenze transportieren.

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"Manche Frauen bringen ihre Kinder in Polen in Sicherheit und gehen dann in die Ukraine zur├╝ck, um zu k├Ąmpfen", sagt Edyta Dabowska. Die 30-j├Ąhrige Mathematikerin hilft als Freiwillige auf der polnischen Seite den Menschen am Grenz├╝bergang Medyka. "Viele Ukrainerinnen haben in Polen gearbeitet, sie haben zuhause Kinder oder alte Eltern zur├╝ckgelassen, denen sie nun beistehen wollen."

Andere R├╝ckkehrer sind verzweifelt und schockiert ├╝ber die Verh├Ąltnisse, die sie als Fl├╝chtlinge im Westen erwarten. So wie Alexandra aus Charkiw. Gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer vierj├Ąhrigen Tochter und ihrer Freundin Valeria hatte sich die 28-J├Ąhrige bis nach N├╝rnberg durchgeschlagen. "Doch da haben sie uns in einen Karzer gesteckt", sagt sie. Wie eine Arrestzelle kam ihr die Erstaufnahmestelle in Deutschland vor. Auf ihrem Handy scrollt sie durch Fotos. "Wohncontainer, Etagenbetten, schmutzige Matratzen und auslaufende Dixie-Toiletten - und drumherum Gitterz├Ąune. Daneben ein Wohnheim voll mit syrischen M├Ąnnern. Es war der Horror."

"Wenigstens dein eigenes Haus, deine eigene Stra├če"

Zwar h├Ątten die deutschen Beh├Ârden ihr bald eine bessere Unterkunft in Aussicht gestellt, sagt Alexandra. Doch die junge Frau hatte genug. Sie lie├č ihre Eltern in Deutschland und ist nun mit ihrer Freundin und ihrer Tochter auf dem R├╝ckweg nach Charkiw. "Man sitzt da, man h├Ârt die Einschl├Ąge, das ist nicht sch├Ân", sagte sie. "Aber es ist wenigstens dein eigenes Haus, deine eigene Stra├če."

Auch Oleg Kowal will zur├╝ck. Der 27-j├Ąhrige aus Kropywnyzkyj im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad hat ein halbes Jahr in Polen als Bauarbeiter gearbeitet. Jetzt steht er mit einer gro├čen Flasche Fanta und einer Tasche im Camouflage-Look am Grenz├╝bergang. "Unser Volk wird ├╝berfallen, da kann ich nicht so dasitzen." F├╝nf Jahre habe er in der ukrainischen Armee gedient. Nun will auch er k├Ąmpfen.

Es sind nicht nur Ukrainer, die sich dem Widerstand gegen die russischen Besetzer anschlie├čen wollen. Wortkarg zieht eine Gruppe von durchtrainierten Finnen mit d├╝steren Tattoos und Armeerucks├Ącken vorbei. Ihr Anf├╝hrer verr├Ąt nur seinen Spitznamen: "Man nennt mich Oppe." Auch Luca aus Frankreich und sein Kumpel wollen ├╝ber die Grenze. Warum? "Zum Helfen", sagt der Kumpel vage. Doch Luca wird konkret: "Pour combat - f├╝r den Kampf."

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