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Russisches Flugzeug vor RĂĽgen? Nicht die erste Provokation

Von t-online, lr

Aktualisiert am 03.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein russischer SU-33-Jet bei einer Übung: Immer wieder dringen Militärflugzeuge unerlaubt in den Luftraum anderer Staaten ein.
Ein russischer SU-33-Jet bei einer Übung: Immer wieder dringen Militärflugzeuge unerlaubt in den Luftraum anderer Staaten ein. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)
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In Dänemark und Schweden haben russische Militärflugzeuge zuletzt den Luftraum verletzt, auch vor der Insel Rügen wurde eins abgefangen. Tatsächlich sind Vorfälle dieser Art häufiger als bekannt – und gehören zu Putins Machtspielen.

Die Nachricht hat am Dienstagmorgen viele Menschen in Deutschland besorgt, auch auf t-online gehörte sie zu den meistgelesenen: Der Anflug eines russischen Militärflugzeugs habe die deutsche Luftwaffe in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei Eurofighter-Jets hätten das russische Aufklärungsflugzeug jedoch bei dem Vorfall am Samstag noch im internationalen Luftraum vor der Insel Rügen abgefangen und weg von Deutschland geleitet, berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Einen Tag zuvor, am Freitagabend, hatte eine Propellermaschine des russischen Militärs bereits den Luftraum von Dänemark und Schweden verletzt. Vor allem angesichts der "generellen Sicherheitslage" sei die Luftraumverletzung "sehr unangemessen", erklärte Schwedens Verteidigungsminister Peter Hultqvist laut dem Fernsehsender SVT, der russische Botschafter wurde einbestellt.

Gefahren fĂĽr zivilen Luftverkehr

Es drängen sich die Fragen auf: Deutet sich da parallel zum Ukraine-Krieg eine neue Eskalation an? Und was will Russland mit den Manövern überhaupt bezwecken?

Anlass zu unmittelbarer Sorge sind die Manöver nach Ansicht von Experten jedenfalls nicht. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums nannte den jüngsten Vorfall "reine Routine". Eine Verletzung des deutschen Luftraums habe es nicht gegeben, die Luftwaffe habe lediglich vorsorglich Präsenz gezeigt. Da rund um Rügen am Montag eine Übung der Bundeswehr begonnen hat, ist ein Zusammenhang zu vermuten.

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Auch in Friedenszeiten sind Vorfälle wie diese in den vergangenen Jahren keine Seltenheit gewesen. Drei Beispiele:

  • Im Juni 2021 drangen zwei russische Kampfjets vom Typ Suchoi Su-35S während einer MilitärĂĽbung in den Luftraum von Estland und Litauen ein.
  • Im November 2021 hielt die belgische Luftwaffe zwei russische Langstreckenbomber im Namen der Nato ĂĽber der Nordsee auf.
  • Anfang Februar 2022, einige Wochen vor dem Kriegsbeginn in der Ukraine, meldete GroĂźbritannien das Eindringen von vier russischen Langstreckenbombern in den eigenen Luftraum.

Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler sagte in seinem Podcast beim MDR: "Generell gilt, dass wir in den letzten Jahren seit 2014 sehr viele Verstöße gesehen haben, gerade im Bereich Finnland, Schweden und Baltikum." 2020 vermeldete die Nato beispielsweise 350 Einsätze dieser Art.

Russische Jets würden dabei wahlweise in fremden Luftraum eindringen oder mit abgeschaltetem Transponder über der Ostsee fliegen. Beides sei auch für den zivilen Luftverkehr gefährlich, weil beispielsweise Höhenangaben nicht übermittelt werden und andere Flugzeuge nicht ausweichen könnten.

Brisanter Fall in Schweden Anfang März

Die Nato habe für diese Fälle unter anderem Einheiten in Estland und Litauen stationiert, die in Absprache mit den Nicht-Nato-Mitgliedern Finnland und Schweden darauf reagieren. An diesen Einheiten sind auch deutsche Soldaten und Eurofighter-Jets beteiligt. Koordiniert werden die "Alarmstarts" von einem Nato-Stützpunkt in Deutschland. Bühler: "Die Jets steigen dann sehr schnell auf und versuchen, in der Luft eine Verbindung zur fremden Maschine herzustellen." Das könne über Funk oder Handzeichen passieren.

Häufig dauern die Vorfälle nur wenige Minuten und werden erst später oder gar nicht bekannt. Sie sollen jeweils die Reaktionsfähigkeit testen und Russland Erkenntnisse über die Abwehrmechanismen anderer Staaten oder der Nato liefern. Zugleich sind sie auch als Drohgebärde zu verstehen – wie ein Vorfall Anfang März in Schweden: Parallel zu den ersten Kriegstagen in der Ukraine drangen vier russische Kampfflugzeuge, die Aufnahmen zufolge mit Atomraketen bewaffnet gewesen sein könnten, vor Gotland in den schwedischen Luftraum ein. "Das könnte ein Signal aus dem Kreml gewesen sein", erklärte Ex-Nato-General Bühler damals. Vor allem die mögliche Bewaffnung sei eher selten, es könne sich jedoch auch um Attrappen gehandelt haben.

Abgesegnet aus dem Kreml

Die Botschaft: Legt euch nicht mit der Atommacht Russland an. Zur gleichen Zeit hielten Finnland und Schweden eine gemeinsame Übung in der Ostsee ab. Als Reaktion auf die russische Aggression in der Ukraine prüfen die beiden bis dato neutralen Staaten, dem westlichen Militärbündnis Nato beizutreten – zum Ärger Russlands.

Bühler ist sich sicher, dass die permanenten Luftraumverstöße Russlands von Präsident Wladimir Putin abgesegnet oder befohlen werden. Manchmal vergäßen die Piloten tatsächlich den Transponder anzuschalten oder die richtige Funkfrequenz einzustellen, berichtete er. "Diese Provokation über Jahre hinweg, Hunderte Fälle pro Jahr, ist aber selbstverständlich vom Generalstab, wenn nicht sogar vom Kreml, autorisiert."

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Von David Schafbuch
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