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Großbritannien liefert Ukraine moderne Raketenwerfer

Von afp
Aktualisiert am 06.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Wladimir Putin: Im russischen Staatsfernsehen droht er mit verschärften Angriffen. (Quelle: Reuters)
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Russlands Präsident hat mit einer weiteren Eskalation gedroht. Doch Großbritannien ist nicht eingeschüchtert: Nach den USA wollen auch die Briten der Ukraine Mehrfachraketenwerfer zur Verfügung stellen.

Trotz Warnungen von Russlands Staatschef Wladimir Putin will auch Großbritannien die Ukraine mit der Lieferung von Langstrecken-Raketensystemen unterstützen. Das Verteidigungsministerium in London teilte am Montag mit, die Lieferung des in den USA produzierten Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystems (MLRS) an die Ukraine sei eng mit der Regierung in Washington abgestimmt.

Die geplante Lieferung der Mehrfachraketenwerfer vom Typ M270 bedeute "einen deutlichen Schub für die Fähigkeiten der ukrainischen Armee", hob das britische Verteidigungsministerium hervor. Das Waffensystem kann Ziele in bis zu 80 Kilometern Entfernung mit präzisionsgelenkten Raketen treffen. Großbritannien will ukrainische Soldaten auch im Einsatz des neuen Waffensystems schulen.

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Die USA hatten in der vergangenen Woche bereits angekündigt, der Ukraine ihr mobiles Artillerie-Raketensystem Himars zu liefern, das zeitgleich mehrere präzisionsgelenkte Raketen abschießen kann und die bisherigen ukrainischen Waffensysteme in Reichweite und Präzision übertrifft. Mit bis zu 80 Kilometern ist ihre Reichweite Militärexperten zufolge etwas größer als die ähnlicher russischer Systeme, sodass die Kiewer Streitkräfte feindliche Artillerie treffen könnten, ohne in deren Reichweite zu geraten.

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M270-Raketenwerfer (Archivbild): Auch Großbritannien will die Ukraine mit dem modernen Waffensystem ausstatten.
M270-Raketenwerfer (Archivbild): Auch Großbritannien will die Ukraine mit dem modernen Waffensystem ausstatten. (Quelle: Ofer Zidon/imago-images-bilder)

Putin warnt vor weiterer Eskalation

Die Lieferung von Raketensystemen mit noch größerer Reichweite hatte US-Präsident Joe Biden trotz entsprechender Forderungen aus Kiew allerdings abgelehnt. Kremlchef Putin warnte, westliche Waffenlieferungen führten allgemein lediglich dazu, dass der Konflikt in der Ukraine in die Länge gezogen werde.

Am Sonntag warnte Putin westliche Staaten davor, der Ukraine Langstreckenraketen zu liefern. Andernfalls "werden wir die entsprechenden Schlussfolgerungen ziehen und unsere Waffen einsetzen (...), um Objekte zu treffen, die wir bisher nicht getroffen haben", sagte er nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Genauere Angaben zu potenziellen Zielen machte er demnach nicht.

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace sprach sich dennoch für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine aus, damit diese den Krieg gegen Russland "gewinnen" könne. "Das Vereinigte Königreich steht in diesem Kampf an der Seite der Ukraine und übernimmt eine Führungsrolle bei der Belieferung ihrer heldenhaften Truppen mit den entscheidenden Waffen, die sie für die Verteidigung ihres Landes gegen eine nicht provozierte Invasion brauchen", erklärte Wallace.

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Britischer Verteidigungsminister: Ukraines Schutz verbessern

"Wenn sich Russlands Taktik ändert, muss sich auch unsere Unterstützung für die Ukraine ändern", fügte der britische Verteidigungsminister hinzu. Die nun zugesagten Mehrfachraketenwerfer sollten den Schutz der Ukrainer "gegen den brutalen Einsatz von Langstrecken-Artillerie verbessern, die Putins Truppen wahllos eingesetzt haben, um Städte platt zu machen".

Die britische Regierung hat der Ukraine bislang 750 Millionen Pfund, das sind umgerechnet etwa 874 Millionen Euro, an militärischer Unterstützung zugesagt. Die Hilfen umfassen unter anderem die Lieferung von Luftabwehrsystemen, Tausenden Anti-Panzer-Raketen und Hunderten gepanzerten Fahrzeugen.

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Von Lisa Becke, Carl Lando Derouaux
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