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G7 verurteilen russischen Angriff als "Kriegsverbrechen"

Von dpa, afp, aj

Aktualisiert am 28.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Einkaufszentrum in Krementschuk in Flammen: "Es ist unmöglich, sich die Zahl der Opfer auch nur vorzustellen."
Einkaufszentrum in Krementschuk in Flammen: "Es ist unmöglich, sich die Zahl der Opfer auch nur vorzustellen." (Quelle: Twitter @michaelh992/leer)
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Russische Raketen haben ein Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk getroffen – weit weg von der Front. Mindestens 16 Menschen wurden dabei getötet.

Nur wenige Stunden nach der Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am G7-Gipfel haben russische Raketen ein belebtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk getroffen. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben der Rettungskräfte am Montagabend mindestens 16. Zuvor war von 13 Toten die Rede gewesen. 59 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Leiter der ukrainischen Rettungsdienste, Serhij Kruk, in der Nacht auf Dienstag im Messengerdienst Telegram. 25 von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Einsatzkräfte würden weiter Rettungsarbeiten vornehmen, "Trümmer beseitigen und Feuer löschen", erklärte Kruk weiter. "Die Arbeiten werden rund um die Uhr fortgesetzt".

Von russischer Seite gab es zunächst keine Reaktion. Zum Zeitpunkt des Raketeneinschlags sollen rund 1.000 Kunden in dem Gebäude gewesen sein, ließ der Präsident verlauten. In einem Video, das unter anderen Selenskyj verbreitete, war das brennende Gebäude mit dicken dunklen Rauchwolken zu sehen.

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Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zufolge sollen bei dem Angriff Luft-Boden-Raketen des Typs X-22 eingesetzt worden sein. Diese seien von Tu-22-Langstreckenbombern aus dem russischen Gebiet Kursk abgefeuert worden, hieß es.

G7-Gipfel verurteilt Angriff – "Kriegsverbrechen"

Der G7-Gipfel verurteilte den Raketenangriff auf das Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk und drohte Russland mit Konsequenzen. "Wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen. Russlands Präsident Putin und die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen werden", hieß es in einer Erklärung der Gipfelteilnehmer am Montagabend.

Auch US-Präsident Joe Biden machte Russland für den Raketenangriff verantwortlich und kritisierte den Vorfall scharf. "Der Angriff Russlands auf Zivilisten in einem Einkaufszentrum ist grausam", schrieb Biden in der Nacht zum Dienstag auf Twitter. "Wir sind solidarisch mit dem ukrainischen Volk."

Der US-Präsident schrieb weiter: "Wie beim G7-Gipfel gezeigt, werden die USA gemeinsam mit unseren Verbündeten und Partnern Russland weiterhin für solche Gräueltaten zur Rechenschaft ziehen und die Verteidigung der Ukraine unterstützen."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff als "absoluten Horror". Man teile den Schmerz der Familien der Opfer und die Wut über eine solche Schmach, schrieb der Staatschef am Montagabend in einem Tweet. Das russische Volk müsse die Wahrheit sehen.

"Es ist sinnlos, auf Anstand und Menschlichkeit aus Russland zu hoffen"

Auf seinem Telegram-Account beschrieb Präsident Selenskyj am Montagnachmittag die Lage: "Das Einkaufszentrum brennt. Feuerwehrleute versuchen, den Brand zu löschen." Weiter schrieb er: "Es ist sinnlos, auf Anstand und Menschlichkeit aus Russland zu hoffen." Mykhailo Podolyak, Berater des Präsidenten, betitelte Russland als einen terroristischen Staat.

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Der Raketenangriff wird auch den UN-Sicherheitsrat beschäftigen. Das mächtigste UN-Gremium will am Dienstag zu dem Thema beraten, wie Diplomaten in New York am Montag mitteilten. Das Treffen war auf Bitten der Ukraine anberaumt worden.

Größte Ölraffinerie des Landes ist in Krementschuk

Krementschuk, eine Industriestadt mit 217.000 Einwohnern vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar, ist der Standort der größten Ölraffinerie des Landes.

Immer wieder hat das russische Militär bewusst zivile Infrastruktur in der Ukraine beschossen und Zivilisten ermordet, um Angst und Terror in der Bevölkerung zu verbreiten. Ob die Raketen tatsächlich das Einkaufszentrum oder ein anderes Ziel treffen wollten, dieses aber verfehlten, ist unklar. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befindet sich eine Fabrik für Straßenbaumaschinen.

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Von Lisa Becke, Carl Lando Derouaux
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