Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Iran: Präsident Ruhani zu Verhandlungen mit USA bereit – Deeskalation?

Chance auf Deeskalation?  

Irans Präsident zu Verhandlungen mit USA bereit

15.07.2019, 07:21 Uhr | dpa, rtr, dru

 (Quelle: Reuters)
Iran stellt Vorbedingungen für Gespräche mit USA

Im Streit um das Antomabkommen mit den Iran sagte Präsident Hassan Ruhani, er sei nur zu Verhandlungen mit der US-Regierung bereit, wenn diese die Sanktionen gegen sein Land aufhebt. (Quelle: Reuters)

Iran-Atomabkommen: Hassan Ruhani sagte, er sei nur unter bestimmten Bedingungen zu Verhandlungen mit der US-Regierung bereit. (Quelle: Reuters)


Signal der Hoffnung inmitten wachsender Spannungen: Irans Präsident Ruhani hat sich zu Verhandlungen mit den USA bereit erklärt. Allerdings nannte der Staatschef auch Bedingungen.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat sich bereit erklärt, umgehend mit den USA zu verhandeln – und befeuert damit Gerüchte um Vorbereitungen eines Treffens. "Für Verhandlungen (mit den USA) sind wir immer bereit, auch diese Stunde, sogar jetzt gleich", sagte Ruhani am Sonntag. Allerdings stellte er erneut Bedingungen.

"Wir haben immer an Gespräche geglaubt", sagte Ruhani in einer TV-Ansprache. "Wenn es die Strafmaßnahmen beendet, den wirtschaftlichen Druck aufgibt und zum Abkommen zurückkehrt, sind wir bereit, heute, sofort und an jedem Ort Gespräche mit Amerika zu führen."

Die Äußerungen Ruhanis kommen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: Am Sonntag traf der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in New York ein. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wird Sarif am Mittwoch vor dem Wirtschafts- und Sozialrat der UN eine Rede halten. In Teheran kursieren Gerüchte, Sarif wolle in New York am Rande der UN-Vollversammlung eventuell ein Treffen im September mit der amerikanischen Seite vorbereiten. Diese Gerüchte wurden durch Ruhanis Äußerungen befeuert.

Gefährliche Spannungen am Golf

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und der Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran stecken die beiden Erzfeinde in einem erneuten Konflikt. Der Abschuss einer US-Drohne durch die iranischen Revolutionsgarden am Persischen Golf vergangenen Monat hat die Spannungen verschärft.

Iran hat seinerseits jüngst die zulässige Obergrenze bei der Anreicherung von Uran überschritten, bestreitet allerdings, Atomwaffen bauen zu wollen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien forderten das Land in einer gemeinsamen Erklärung eindringlich auf, die Verstöße gegen das Atomabkommen rückgängig zu machen.
 

 
Sarif wollte einen Kontakt mit der amerikanischen Seite weder bestätigen noch dementieren. "Derzeit sind nur Treffen im Rahmen der UN geplant", sagte Sarif iranischen Reportern nach seiner Ankunft in New York.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal