Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Nordkorea beleidigt US-Präsidenten Donald Trump: "Dementer alter Mann"

"Dementer alter Mann"  

Nordkorea beleidigt Trump – USA verhindern UN-Treffen

10.12.2019, 07:19 Uhr | dpa, pdi, aj

Nordkorea beleidigt US-Präsidenten Donald Trump: "Dementer alter Mann". Der Ton zwischen den USA und Nordkorea hat sich erneut verschärft. (Quelle: imago images)

Der Ton zwischen den USA und Nordkorea hat sich erneut verschärft. (Quelle: imago images)

Auf Warnung von Donald Trump verschärft die Kim-Diktatur den Ton und beleidigt den US-Präsidenten im Staatsfernsehen. Die USA blockieren dann einen UN-Termin zur Lage in Nordkorea.

Nach Druck aus Pjöngjang hat das Weiße Haus ein für Dienstag vorgesehenes Treffen im UN-Sicherheitsrat zur desaströsen Menschenrechtslage in Nordkorea blockiert. Die Vereinigten Staaten verweigerten inmitten einer immer aggressiveren Rhetorik der Autokratie ihre Unterstützung der für Dienstag vorgesehenen Sitzung im höchsten UN-Gremium. Das berichteten mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Montag (Ortszeit) in New York. Demnach wurde die Entscheidung, die Experten zufolge der Beschwichtigung von Machthaber Kim Jong Un dienen soll, auf höchster Ebene in Washington getroffen.

Nordkoreas Führung attackierte zudem den US-Präsidenten erneut verbal. Es gebe so viele Dinge, die Trump nicht über Nordkorea wisse, erklärte der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees und frühere Geheimdienstchef, Kim Yong Chol. "Wir haben nichts mehr zu verlieren", wurde Kim am Montag von Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde sein künftiges Tun nur aufgrund dessen, was Trump gesagt habe, nicht mehr überdenken. "Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn(...) als "dementen Greis" bezeichnen."

Die amerikanische UN-Mission entzog den geplanten Beratungen danach ihre Unterstützung. Das Treffen war nie offiziell angesetzt, sollte ursprünglich aber mit Zustimmung von 9 der 15 Mitglieder des Rates Dienstag auf die Tagesordnung gehoben werden – dies war ohne die USA nicht mehr möglich. Stattdessen beantragten die Vereinigten Staaten ein Treffen über "jüngste Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel". Bei der Sitzung, die für Mittwoch angesetzt wurde, soll es auch um kürzlich erfolgte Raketentests und Provokation Nordkoreas gehen.

Trump warnte Nordkorea auf Twitter

Trump hatte Nordkorea am Sonntag davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe viel zu viel zu verlieren, falls er auf feindselige Weise handeln sollte, schrieb Trump auf Twitter. Er bezog sich auf eine Vereinbarung mit Kim Jong Un zur Denuklearisierung bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in Singapur 2018. 

Kim Yong Chol, der im vergangenen Jahr als Gesandter Pjöngjangs nach Washington gereist war, warnte, Kim Jong Un könne seine Meinung über den US-Präsidenten ändern.

Ungeachtet der speziellen Beziehung zwischen Trump und Kim Jong Un hat sich der Ton zwischen beiden Ländern zuletzt wieder verschärft. Nordkorea hatte mit einem "neuen Weg" gedroht, sollten die USA bis Jahresende keine neuen Vorschläge für die Atomgespräche vorlegen. Der zweite gemeinsame Gipfel war im Februar in Vietnam gescheitert. Die Verhandlungen sind seitdem nicht mehr vorangekommen.



Der Rückzug von dem geplanten Treffen im New Yorker Sicherheitsrat zeigt laut UN-Experte Richard Gowan vom Think Tank "Crisis Group" auch die "grundlegende Kluft" zwischen Deutschland, Großbritannien und Frankreich auf der einen Seite und den USA auf der anderen Seite gegenüber Nordkorea. Während die Europäer die Nordkoreaner angesichts ihrer Verstöße gegen das Völkerrecht unter Druck setzen wollten, versuchten die Amerikaner die Chancen auf einen Atomdeal am Leben zu halten. Sie "glauben, dass böse Worte bei den UN die Nordkoreaner einfach irritieren".

Am Sonntag hatte Nordkorea einen "sehr wichtigen" Test an einer Satelliten-Startanlage vermeldet, dessen Ergebnis auch Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Landes haben werde. Experten vermuten, dass Nordkorea ein Raketentriebwerk getestet hat.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa und afp

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal