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USA wollen Beziehungen zu Saudi-Arabien "neukalibrieren"

Beziehungen zum Scheichstaat  

USA wollen direkt mit dem saudischen König verhandeln

16.02.2021, 22:49 Uhr | dpa

 USA wollen Beziehungen zu Saudi-Arabien "neukalibrieren" . Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman bei einem G20-Treffen 2019: Künftig will die US-Regierung sich wieder stärker mit dem König selbst austauschen.  (Quelle: imago images/AAP)

Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman bei einem G20-Treffen 2019: Künftig will die US-Regierung sich wieder stärker mit dem König selbst austauschen. (Quelle: AAP/imago images)

Donald Trump suchte engen Kontakt zum saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden soll sich das ändern. Eine Sprecherin kündigte den Richtungswechsel an. 

Die USA haben einen neuen Ansatz für ihre Beziehungen zu Saudi-Arabien angekündigt und wollen in Zukunft auch wieder direkt mit König Salman bin Abdulasis zusammenarbeiten. "Wir haben von Anfang an klargestellt, dass wir unsere Beziehungen zu Saudi-Arabien neu kalibrieren werden", sagte Präsidialamtssprecherin Jen Psaki am Dienstag. Zur Frage des ersten Telefonats von Präsident Joe Biden mit dem Verbündeten sagte sie: "Das Gegenüber des Präsidenten ist König Salman, und ich gehe davon aus, dass er zu gegebener Zeit ein Gespräch mit ihm führen wird." Wann dies geschehen werde, könne sie nicht sagen.

Internationaler Skandal um Ermordung von Khashoggi

Die Ankündigung ist ein Bruch mit der Politik von Bidens Vorgänger Donald Trump. Dessen Berater und Schwiegersohn Jared Kushner hatte einen engen Kontakt zu Kronprinz Mohammed bin Salman gepflegt. Der Thronfolger wird von vielen Experten als faktischer Staatschef des Königreiches gesehen statt des 85-jährigen Königs.

Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman bei einem G20-Treffen 2019: Künftig will die US-Regierung sich wieder stärker mit dem König selbst austauschen.  (Quelle: imago images/AAP)Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman bei einem G20-Treffen 2019: Künftig will die US-Regierung sich wieder stärker mit dem König selbst austauschen. (Quelle: AAP/imago images)

Das internationale Ansehen des Kronprinzen war durch die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi aber beschädigt worden. Khashoggi wurde am im Oktober 2018 im saudiarabischen Konsulat in Istanbul ermordet. Der in den USA lebende Journalist war ein scharfer Kritiker des Kronprinzen. Der US-Geheimdienst CIA und einige westliche Regierungen hatten sich überzeugt gezeigt, dass Mohammed den Mord angeordnet habe. Dieser hatte indes jede Verantwortung zurückgewiesen.

Die Biden-Regierung drängt Saudi-Arabien zu Fortschritten bei den Menschenrechten. Dazu gehört die Freilassung von Gefangenen, die sich für die Rechte von Frauen eingesetzt hatten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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