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Irak-Krieg: Ex-Außenminister Powell gibt Fehler zu


Krisen & Konflikte
"Wie sahen zu, wie die Revolten außer Kontrolle gerieten"

Von dpa
Aktualisiert am 20.03.2013Lesedauer: 2 Min.
2003 plädierte Colin Powell vor dem Weltsicherheitsrat für den Sturz Saddam Husseins.Vergrößern des Bildes2003 plädierte Colin Powell vor dem Weltsicherheitsrat für den Sturz Saddam Husseins. (Quelle: dapd)
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Ein Jahrzehnt nach Beginn des Irakkrieges hat der frühere US-Außenminister Colin Powell Fehler der USA eingeräumt. "Man sollte einen Einmarsch zu Ende denken, die Folgen im Auge haben. Das haben die USA im Irak zu wenig getan", sagte Powell der "Frankfurter Rundschau".

Kurz vor dem Jahrestag der US-Invasion am 20. März kamen durch eine Welle von Terroranschlägen im Irak 63 Menschen ums Leben. Die irakische Regierung sagte daraufhin die für den 20. April geplante Regionalwahl in zwei Provinzen ab.

Al-Kaida bekennt sich zu Anschlagserie

Zu den Anschlägen hat sich die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak bekannt. In einem Schreiben, das Islamisten-Websites am Mittwoch veröffentlichten, droht die Organisation, die Al-Kaida nahesteht: "Was am Dienstag bei Euch angekommen ist, das war erst der Anfang."

Die Terroristen erklären, sie wollten Sunniten rächen, denen durch das Justizministerium Unrecht widerfahren sei. Die Echtheit des Bekennerschreibens konnte nicht zweifelsfrei überprüft werden.

Zum Jahrestag der US-Invasion würdigten derweil Präsident Barack Obama und Pentagonchef Chuck Hagel den Einsatz und die Opferbereitschaft der US-Soldaten. Zugleich sagten sie dem Irak weitere Zusammenarbeit auf dem Weg zu einer stabilen Zukunft zu. Allerdings versinkt das Land seit dem Abzug der internationalen Truppen immer tiefer im Terror.

Powell schwor Welt auf Irakkrieg ein

Powell hatte seinerzeit als Außenminister mit einer Rede vor den Vereinten Nationen die Welt auf den Irakkrieg eingeschworen, da Iraks Diktator Saddam Hussein angeblich Massenvernichtungswaffen herstelle. Als weiteren Grund für die Invasion nannten die USA Kontakte Saddam Husseins zum Terrornetz Al Kaida. Später bezeichnete ein US-Untersuchungsausschuss die angeführten Motive als weitgehend haltlos. 2011 hatten die letzten US-Einheiten ihre Mission im Irak beendet.

"Das irakische Volk erwartete, dass wir die Lage stabilisieren würden. Das haben wir kein bisschen getan", gestand Powell ein. "Wir sahen stattdessen zu, wie die Revolten begannen und langsam, aber stetig außer Kontrolle gerieten." Der damalige Präsident George W. Bush habe vor dem Angriff auf Bagdad am 20. März 2003 einen Plan zur Stabilisierung des Landes gebilligt, an den sich das US-Verteidigungsministerium aber nicht gehalten habe, sagte Powell.

Obama gedenkt 4500 Opfern

Obama sprach in einer schriftlichen Erklärung von einem "ernsten" Jubiläum. Er hob den Mut, die Selbstlosigkeit und den Teamgeist der Irak-Soldaten hervor. Dies seien die Werte, die Amerika "groß" machten. Der Präsident gedachte der fast 4500, die ihr Leben geopfert hätten, "um dem irakischen Volk eine Gelegenheit zu geben, nach vielen harten Jahren ihre eigene Zukunft zu gestalten".

"Die letzten unserer Soldaten haben 2011 erhobenen Hauptes den Irak verlassen", sagte Obama. Die USA arbeiteten weiter mit ihren irakischen Partnern zusammen, um Sicherheit und Frieden voranzutreiben. Daheim in den USA gelte es, für die Verwundeten zu sorgen und den Veteranen bei der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu helfen.

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