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Janukowitsch spricht: Was geschah 2014 in der Ukraine?

Pressekonferenz von Viktor Janukowitsch  

Was geschah 2014 in der Ukraine?

02.03.2018, 18:58 Uhr | lula, dpa-AFX

Janukowitsch spricht: Was geschah 2014 in der Ukraine?. Viktor Janukowitsch: seit 2014 lebt er in Russland im Exil. (Quelle: dpa/Tim Brakemeier)

Viktor Janukowitsch: seit 2014 lebt er in Russland im Exil. (Quelle: Tim Brakemeier/dpa)

Viktor Janukowitsch, bis 2014 Staatschef der Ukraine, bestreitet, Russland im Jahr 2014 um eine Militärintervention gebeten zu haben. Ein Blick auf ein offizielles Schreiben widerspricht dem aber.

Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hat nach eigenen Worten Russland nicht um eine Entsendung russischer Truppen zur Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung gebeten. In einem Schreiben an den russischen Staatschef Wladimir Putin habe er 2014 lediglich die Entsendung einer "polizeilichen Friedensmission" auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim vorgeschlagen, sagte der heute im russischen Exil lebende Politiker bei einer Pressekonferenz in Moskau.

Das staatliche russische Nachrichtenportal "Russia Today" veröffentlichte auf Telegram zugleich die Eingabe von Janukowitsch an Putin vom März 2014. Darin ist explizit davon die Rede, dass Janukowitsch um die Hilfe des Militärs bittet. Von einer "polizeilichen Friedensmission" ist keine Rede. Wörtlich heißt es darin:

"Ich wende mich an den Präsidenten der russischen Förderation Wladimir Wladimirowitsch Putin mit der Bitte, die Armee der russischen Förderation einzusetzen, um Gesetz, Frieden, die Rechtsordnung und Stabilität wiederherzustellen und um das ukrainische Volk zu beschützen."

Zwischen dem 21. und dem 22. Februar hat der damalige ukrainische Präsident die Hauptstadt Kiew in Richtung Russland verlassen. Nach Ansicht der ukrainischen Opposition war er nach seiner Flucht nicht mehr legitimes Staatsoberhaupt des Landes.

Gegen Janukowitsch läuft ein Verfahren wegen Hochverrat

In Kiew läuft jedoch gegen den Ex-Präsidenten ein Verfahren wegen Hochverrats. Hauptvorwurf ist ein von Janukowitsch verfasster Brief, der damals von russischer Seite im UN-Sicherheitsrat präsentiert wurde. Darin hieß es, Russland solle Truppen auf die Krim schicken. Dies habe der ukrainischer Anklage zufolge Moskau als Legitimation für den Truppeneinsatz und die spätere Annexion der Krim gedient.

Janukowitsch droht bei einer Verurteilung eine bis zu 15 Jahre lange Gefängnisstrafe. In dem Verfahren sagten bislang zahlreiche Vertreter der damaligen Opposition und auch Präsident Petro Poroschenko als Zeugen aus. Janukowitsch floh nach monatelangen Protesten im Winter 2013/2014 in der Ukraine nach Russland.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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