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Französische Spezialeinheiten angeblich im Jemen in Einsatz

Schlacht um Hudeida  

Französische Spezialeinheiten angeblich im Jemen in Einsatz

17.06.2018, 02:04 Uhr | rtr, pdi

Französische Spezialeinheiten angeblich im Jemen in Einsatz. Ein Mitglied einer französischen Spezialeinheit (Symbolbild): Französische Einheiten könnten an Minenräumarbeiten im Jemen-Krieg beteiligt sein. (Quelle: Getty Images)

Ein Mitglied einer französischen Spezialeinheit (Symbolbild): Französische Einheiten könnten an Minenräumarbeiten im Jemen-Krieg beteiligt sein. (Quelle: Getty Images)

Im Jemen tobt die Schlacht um die strategisch wichtige Stadt Hudeida. Laut einem Zeitungsbericht sollen auch französische Soldaten im Kriegseinsatz sein. Unterstützen sie Saudi-Arabien?

Am Kampf um die jemenitische Rebellenhochburg Hudeida sind einem Zeitungsbericht zufolge auch französische Spezialeinheiten beteiligt. Details zu dem Einsatz von Bodentruppen an der Seite der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz nannte das Blatt "Le Figaro" nicht. Das Verteidigungsministerium in Paris war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Am Freitag hatte es aber erklärt, dass Frankreich einen Minenräumeinsatz nach dem Ende der Offensive in Erwägung ziehe, um den Zugang zum Hafen von Hudeida sicherzustellen. Zugleich betonte das Ministerium, dass Frankreich zurzeit keine Militäreinsätze in der Region durchführe und nicht zu dem Bündnis um Saudi-Arabien gehöre.

Kampf um wichtigen Flughafen

Im Kampf um die jemenitische Rebellenhochburg Hudeida steht die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz nach eigenen Angaben kurz vor einem strategisch wichtigen Erfolg. Der von Huthi-Rebellen kontrollierte Flughafen sei befreit worden, meldete das Pressebüro der jemenitischen Streitkräfte via Twitter. Aus jemenitischen Militärkreisen war zu vernehmen, dass Bodentruppen auf das Gelände vorgedrungen seien. Das Hauptgebäude sei umzingelt, jedoch noch nicht erobert. "Wir brauchen etwas Zeit, um sicherzustellen, dass keine Bewaffneten, Minen oder Sprengstoff in dem Gebäude sind." Nach Angaben der Armee räumen Experten das umliegende Gebiet von Minen.

Jemen, Hudaida: Bewaffnete Kämpfer, die von Saudi-Arbaien unterstützt werden, fahren über eine Straße: Der lang erwartete Angriff auf die für die Versorgung des Jemens zentrale Hafenstadt Hudaida hat begonnen. (Quelle: dpa)Jemen, Hudaida: Bewaffnete Kämpfer, die von Saudi-Arbaien unterstützt werden, fahren über eine Straße: Der lang erwartete Angriff auf die für die Versorgung des Jemens zentrale Hafenstadt Hudaida hat begonnen. (Quelle: dpa)

Die vollständige Eroberung des Flughafens wäre ein schwerer Schlag für die Rebellen. Die Schlacht um Hudeida ist die größte ihrer Art seit Beginn des Kriegs zwischen der Militärallianz und den Huthi-Rebellen. Seit Jahren hat keine der Kriegsparteien entscheidende Erfolge erzielen können. Hudeida liegt am Roten Meer, etwa 600.000 Menschen leben dort. Über die Stadt werden fast alle Hilfsgüter in das Land geliefert, in dem 8,4 Millionen Menschen zu verhungern drohen. Insgesamt sind etwa 22 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Die vom Westen stillschweigend unterstützte arabische Militärallianz unter Führung des sunnitischen Saudi-Arabiens versucht, die schiitischen Huthi-Rebellen in die Knie zu zwingen und der Exil-Regierung des Jemens zurück an die Macht zu verhelfen. Der Konflikt ist ein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und Iran. Die Führung in Riad wirft der Islamischen Republik vor, über Hudeida Raketen an die Huthis zu liefern. Die Rebellen haben erklärt, kein verlängerter Arm des Irans zu sein. Sie hätten die Macht nach einem Volksaufstand übernommen. Die Huthis kontrollieren Sanaa und die meisten besiedelten Gebiete.

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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