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Westjordanland: 16-jähriger Palästinenser ersticht Israeli vor Einkaufszentrum

Nach Protesten im Westjordanland  

16-jähriger Palästinenser ersticht Israeli

17.09.2018, 01:00 Uhr | AFP

Westjordanland: 16-jähriger Palästinenser ersticht Israeli vor Einkaufszentrum. Palästinenser bei Protesten im Gaza-Streifen: Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee kamen seit Freitag ein Israeli und drei Palästinenser ums Leben. (Quelle: Reuters)

Palästinenser bei Protesten im Gaza-Streifen: Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee kamen seit Freitag ein Israeli und drei Palästinenser ums Leben. (Quelle: Reuters)

Ein Israeli wird von einem Palästinenser angegriffen und stirbt. Trauer herrscht deshalb auch in den USA. Die Hamas hingegen rechtfertigt die Attacke.

Ein israelischer Siedler, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat, ist am Sonntag nach Angaben der Armee bei einem Messerangriff getötet worden. Der 40-Jährige wurde Armeeangaben zufolge vor einem Einkaufszentrum an einer wichtigen Verkehrskreuzung im besetzten Westjordanland angegriffen.

Der Mann, Ari Fuld, war dadurch bekannt, dass er in sozialen Medien das Vorgehen der israelischen Armee verteidigte und harte nationalistische Töne anschlug. Eine Sprecherin der Shaare-Zedek-Klinik in Jerusalem bestätigte seinen Tod.

Ein 12-jähriger Palästinenser, der am Freitag ums Leben kam: Die israelische Armee und die Palästinenser geben sich gegenseitig die Schuld an der Tragödie. (Quelle: Reuters)Ein 12-jähriger Palästinenser, der am Freitag ums Leben kam: Die israelische Armee und die Palästinenser geben sich gegenseitig die Schuld an der Tragödie. (Quelle: Reuters)

Der Angreifer sei von einem Zivilisten angeschossen und überwältigt worden, teilte die Armee mit. Bei dem Täter handelt es sich nach Medienberichten vom Sonntag um einen 16 Jahre alten Palästinenser aus der Stadt Yatta.

Israels Premier Benjamin Netanjahu erklärte, das Opfer sei "heroisch gegen den Terroristen" vorgegangen. Der US-Botschafter in Israel, David Friedman, schrieb auf Twitter, die USA trauerten um einen ihrer Bürger, der brutal von einem "palästinensischen Terroristen" ermordet worden sei.

Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas, die im Gazastreifen herrscht und von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, erklärte, der Angriff zeige die Entschlossenheit des palästinensischen Volkes, "seinen legitimen Kampf mit allen Formen des Widerstandes gegen die Besatzung" fortzusetzen.

Blutige Proteste am Freitag

Hunderte Palästinenser nahmen am Samstag am Begräbnis eines zwölfjährigen Jungen teil, der am Vortag bei Protesten an der Grenze getötet worden war. Nach Angaben eines Freundes war der Junge von einer Tränengasgranate tödlich getroffen worden. Die israelische Armee äußerte dagegen am Sonntag Zweifel und erklärte, es gebe Hinweise, wonach das Kind durch von Demonstranten geworfene Steine getroffen wurde.

Bei den Zusammenstößen am Freitag waren insgesamt drei Palästinenser getötet worden. Mindestens 50 weitere Menschen wurden verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.

In den vergangenen drei Jahren hatten immer wieder Palästinenser vor allem mit Messern Israelis in Jerusalem und im besetzten Westjordanland attackiert. Die Angreifer wurden bei ihren Taten oft erschossen. In den vergangenen Monaten hatte diese Art der Angriffe stark abgenommen.

Verwendete Quellen:
  • afp
  • dpa

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