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Fall Khashoggi: Saudis weisen Resolutionen des US-Senats scharf zurück

Fall Khashoggi  

Saudis weisen Resolutionen des US-Senats scharf zurück

17.12.2018, 08:40 Uhr | dpa

Fall Khashoggi: Saudis weisen Resolutionen des US-Senats scharf zurück. Mohammed bin Salman und King Salman bin Abdulaziz Al Saud: Der US-Senat eine Resolution, die die saudische Führung für den Tod Khashoggis verantwortlich macht. (Quelle: Reuters/Bandar Algaloud/Courtesy of Saudi Royal Court/ Archivbild)

Mohammed bin Salman und King Salman bin Abdulaziz Al Saud: Der US-Senat eine Resolution, die die saudische Führung für den Tod Khashoggis verantwortlich macht. (Quelle: Bandar Algaloud/Courtesy of Saudi Royal Court/ Archivbild/Reuters)

"Gehaltlose Behauptungen und Vorwürfe": Riad hat eine Schuldzuweisung des US-Senats im Fall Khashoggi scharf zurückgewiesen. Dabei geht es auch um den Krieg, den die Saudis im Jemen führen.

Saudi-Arabien hat eine symbolische Entscheidung des US-Senats zur Einstellung der amerikanischen Hilfe für die von Riad geführte Militäroperation im Jemen kategorisch zurückgewiesen. Die Entscheidung des Senats beruhe auf "gehaltlosen Behauptungen und Vorwürfen", teilte das saudische Außenministerium in der Nacht zum Montag mit. Zudem beinhalte das Vorgehen des US-Senats eine "eklatante Einmischung in die Innenpolitik des Königreichs", zitierte die Agentur SPA weiter aus der Mitteilung.

Der US-Senat hatte in der Vorwoche symbolisch beschlossen, die US-Hilfe für die von Saudi-Arabien geführte und hochumstrittene Militäroperation im Jemen zu beenden. Hintergrund der Resolution ist die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi.

Trump hält an Partnerschaft zu Saudi-Arabien fest

Nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten waren höchste Kreise Saudi-Arabiens um Kronprinz Mohammed bin Salman an der Tötung Khashoggis im saudischen Generalkonsulat in Istanbul beteiligt, oder wussten zumindest davon. In einer zweiten Entscheidung verabschiedete der Senat eine Resolution, die die saudische Führung für den Tod Khashoggis verantwortlich macht.


Der Jemen-Resolution werden kaum Chancen ausgerechnet, wirksam zu werden. Dazu müsste das Abgeordnetenhaus ebenfalls zustimmen. Dort aber gibt es Vorbehalte, die noch immer vergleichsweise tolerante Haltung von Präsident Donald Trump gegenüber der saudischen Führung zu konterkarieren. Trump hält ungeachtet der schweren Vorwürfe gegen Saudi-Arabien an der engen Partnerschaft zu dem Königreich fest. Der US-Präsident argumentiert dabei unter anderem mit den milliardenschweren Rüstungsgeschäften der USA mit dem Königreich.

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Deren Truppen werden von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition mit Luftangriffen unterstützt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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