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Tankerangriffe: Haftmine soll Waffen aus dem Iran "verblüffend" ähneln

Angriffe auf Tankschiffe  

Haftmine soll iranischen Waffen "verblüffend" ähneln

19.06.2019, 22:01 Uhr | dpa, AFP, jmt

 (Quelle: Reuters)
Nach Vorfall mit Öltanker: US-Militär verdächtigt weiterhin den Iran

Nach einer Untersuchung des Öltankers "Kokuka Courageous" im Golf von Oman vermutet das US-Militär weiterhin den Iran hinter den Angriffen. Ein norwegischer und ein japanischer Öltanker waren vor einer Woche beschädigt worden. (Quelle: t-online.de)

Vorfall mit Öltanker im Golf von Oman: Die USA verdächtigt weiterhin den Iran und beruft sich auf neue Beweise. (Quelle: t-online.de)


Das US-Militär hat die bei Explosionen beschädigten Tanker im Golf von Oman untersucht. Die Ermittler stützen bisherige Vermutungen. Derweil häufen sich Angriffe auf US-Einrichtungen.

Die Haftmine, die am Golf von Oman nach US-Angaben ein Loch in den Öltanker "Kokuka Courageous" gerissen haben soll, ähnelt nach Angaben der US-Marine iranischen Minen. Die Mine habe "verblüffende Ähnlichkeit" mit iranischen Fabrikaten, sagte der Kommandeur der 5. Flotte, Sean Kido, am Mittwoch zu dem Vorfall. Kido sprach vor Journalisten in der Nähe von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Finger- und Handabdrücke entdeckt

Ermittler der US-Marine hätten die Seite des japanischen Frachters untersucht und dort Finger- und Handabdrücke entdeckt, sagte Kido. Die entstandenen Schäden deckten sich auch nicht mit der These, dass ein Flugkörper – etwa eine Rakete – das Schiff getroffen habe.

Ein sichergestellter Haftmagnet: Er soll zur Befestigung der Limpet-Mine am Tanker gedient haben. (Quelle: dpa/Kamran Jebreili)Ein sichergestellter Haftmagnet: Er soll zur Befestigung der Limpet-Mine am Tanker gedient haben. (Quelle: Kamran Jebreili/dpa)

Der Angriff auf die "Kokuka Courageous" und die "Front Altair" einer norwegischen Reederei vor einer Woche hatten Sorgen vor einer militärischen Eskalation am Golf erhöht. Die USA und zuletzt auch die britische Regierung kamen zu dem Schluss, dass der Iran hinter dem Angriff steckt. Der Iran dementiert. Deutschland und die Europäische Union halten sich bislang mit Bewertungen zurück.

Appell an die EU

US-Außenminister Mike Pompeo rief die EU deswegen auf, in der Iran-Krise mit den USA zu kooperieren. "Wir müssen zusammenarbeiten, um die Bedrohungen zu beenden, denen wir alle gegenüberstehen", schrieb Pompeo auf Twitter. "Unsere transatlantische Partnerschaft ist entscheidend, um unsere gemeinsame Sicherheit und unseren gemeinsamen Wohlstand zu sichern."


Die USA hatten mutmaßliche Beweise für die Urheberschaft Irans vorgelegt. Die öffentliche bekannten Details weisen bislang jedoch nicht überprüfbar eindeutig auf den Iran. Die Theokratie befindet sich derzeit auf Konfrontationskurs mit dem Westen und reichert wieder mehr Uran an, als das Atomabkommen vorsieht. Auch im Irak häufen sich in den vergangenen Tagen Angriffe auf US-Einrichtungen. Beobachter vermuten dahinter pro-iranische Milizen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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