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Afrikabeauftragter zu umstrittenen Tönnies-Aussagen: "Probleme sind real"

Rassismus-Vorwürfe  

Afrikabeauftragter über Tönnies: "Die Probleme sind real"

07.08.2019, 09:19 Uhr | dpa

 (Quelle: DeFodi/imago images)
Schalke-Boss: Tönnies lässt Ämter nach rassistischen Aussagen ruhen

Gnade für den Klub-Patron: Clemens Tönnies von Schalke 04 ist trotz seiner diskriminierenden Äußerungen um einen Vereinsausschluss herumgekommen. Tönnies wird sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats für drei Monate ruhen lassen. (Quelle: SID)

Clemens Tönnies: Nach seinen rassistischen Aussagen lässt der Schalke-Boss seine Ämter vorerst für drei Monate ruhen. (Quelle: SID)


Der Schalke-Aufsichtsratschef hat mit polarisierenden Äußerungen über Afrika Empörung ausgelöst. Angela Merkels Afrikabeauftragter findet es dennoch richtig, über die angesprochenen Themen zu reden. 

Der Persönliche Afrikabeauftragte von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Günter Nooke (CDU), fordert nach der Kritik an den Äußerungen von Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies eine ehrliche Debatte zu diesem Thema. "Die von Tönnies angesprochenen Probleme wie das Verschwinden des Regenwalds und das Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent sind real und darüber muss gesprochen und gegebenenfalls kontrovers diskutiert werden", sagte Nooke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Günter Nooke und Clemens Tönnies: Der Afrikabeauftragte der Bundesregierung findet, dass über die Zerstörung des Regenwaldes und die wachsende Bevölkerung gesprochen werden muss.  (Quelle: imago images/Collage: t-online.de)Günter Nooke und Clemens Tönnies: Der Afrikabeauftragte der Bundesregierung findet, dass über die Zerstörung des Regenwaldes und die wachsende Bevölkerung gesprochen werden muss. (Quelle: Collage: t-online.de/imago images)

Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn vergangene Woche Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte Tönnies, der sein Amt nun für drei Monate ruhen lassen will. Der Schalker Ehrenrat hatte nach einer Sitzung am Dienstagabend mitgeteilt, dass der Vorwurf des Rassismus unbegründet sei, Tönnies jedoch gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen habe.
 

 
"Leider erschweren Sätze wie die von Herrn Tönnies jede konstruktive Diskussion. Wir müssen uns alle um eine angemessene Sprache bemühen. Jeder sollte sich mit Respekt behandelt fühlen", hatte Nooke dem RND vor der Sitzung des Schalker Ehrenrates am Dienstagabend gesagt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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