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Türkei in Nordsyrien: Erdogan kündigt türkisch-russische Patrouillen an

Konflikt in Nordsyrien  

Erdogan kündigt türkisch-russische Patrouillen an

30.10.2019, 20:51 Uhr | AFP

Türkei in Nordsyrien: Erdogan kündigt türkisch-russische Patrouillen an. Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Präsident will am Freitag mit den gemeinsamen Patrouillen beginnen. (Quelle: AP/dpa/Burhan Ozbilici)

Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Präsident will am Freitag mit den gemeinsamen Patrouillen beginnen. (Quelle: Burhan Ozbilici/AP/dpa)

Russland und die Türkei teilen sich nun das Gebiet im Norden Syriens, das zuvor unter Kontrolle der Kurden stand. Schon bald wollen sie die Region gemeinsam überwachen.

Die Türkei und Russland wollen am Freitag ihre gemeinsamen Militärpatrouillen in Nordsyrien starten. Das kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch vor dem Parlament an, die vom Fernsehen übertragen wurde. "Wir werden die gemeinsame Arbeit am Boden am Freitag beginnen, insbesondere die gemeinsamen Patrouillen", sagte er.

Die Türkei und Russland hatten sich auf eine Aufteilung des Nordosten Syriens geeinigt, den zuvor kurdische Einheiten kontrolliert hatten. Die Türkei hat nun allein ein Gebiet von 120 Kilometern Länge und etwa 30 Kilometern Breite an ihrer Grenze auf syrischer Seite unter Kontrolle. Die russischen und syrischen Truppen wiederum überwachen die Gebiete westlich und östlich davon. Dort sollen in einem Streifen von zehn Kilometern Breite auch die gemeinsamen türkisch-russischen Patrouillen stattfinden.

Das Vorgehen der Türkei ist sehr umstritten

Die Türkei hatte am 9. Oktober gemeinsam mit pro-türkischen Milizen eine Militäroffensive gegen die syrische Kurdenmiliz begonnen, nachdem die USA ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen hatten. Dies stieß international auf scharfe Kritik, weil die Kurden enge Verbündete des Westens im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien waren.

Zudem wurde der Einmarsch unter anderem von der Bundesregierung als völkerrechtswidrig eingestuft, die Vertreibung der Zivilbevölkerung stieß auf harsche Kritik. Die Türkei will in dem von ihr kontrollierten Gebiet Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien ansiedeln.

Die YPG hat die Region angeblich bereits verlassen

Die Türkei hatte sich zu einem Stopp ihrer Militäroffensive bereit erklärt, forderte dafür aber den völligen Abzug der kurdischen Miliz YPG aus dem gesamten Gebiet. Angeblich soll das bereits passiert sein. Die syrische Regierung rief die kurdischen Kämpfer am Mittwoch auf, nun in die syrische Armee in Nordostsyrien einzutreten, wie Staatsmedien meldeten. Auch die kurdischen Polizisten sollten sich der syrischen Polizei anschließen.
 

 
Die Kurden hatten angesichts der türkischen Übermacht die syrische Armee zu Hilfe gerufen, die seither wieder in Nordostsyrien präsent ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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