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Iran-Konflikt: Tod von Kommandeur Soleimani – das ist seine Eliteeinheit Al-Kuds

Iran-Konflikt  

Al-Kuds: Die Eliteeinheit des getöteten Generals Soleimani

03.01.2020, 13:03 Uhr | dpa, AFP

Am Flughafen von Bagdad: US-Angriff tötet hohen iranischen General

Ghassem Soleimani war der wichtigste Vertreter des iranischen Militärs im Ausland. Nun hat das US-Militär ihn auf Befehl des Präsidenten getötet. Der Iran schwört Rache. (Quelle: Reuters)

Am Flughafen von Bagdad: Ein US-Angriff hat einen hohen iranischen General getötet, der Iran schwört Rache. (Quelle: Reuters)


Nach der Tötung des iranischen Generals Soleimani ist ungewiss, was aus den von ihm geführten Al-Kuds-Brigaden wird. Die militärische Einheit agiert für den Iran im Ausland, etwa im Irak oder in Syrien.

Die Al-Kuds-Brigaden der iranische Revolutionsgarden (IRGC) sind de facto die Militäreinheit des Irans im Ausland, insbesondere in der islamischen Welt. Nach Ahmad Wahidi übernahm Ende der 90er Jahre der nun getötete Ghassem Soleimani das Kommando der Einheit. Ihre offizielle Aufgabe ist es, die dem Iran nahestehenden politischen Gruppen im Ausland zu unterstützen – hauptsächlich gegen islamischen Terrorismus etwa des Islamischen Staats (IS) in Syrien und im Irak.

Der Westen warf der Al-Kuds vor, militärisch die politischen Interessen des Irans in den islamischen Ländern umsetzen zu wollen sowie terroristische Aktionen im Ausland ausgeführt zu haben.

Die Al-Kuds-Brigaden unterstützten auch die Kurden im Irak gegen den damaligen Machthaber Saddam Hussein sowie Teile der afghanischen Nordallianz gegen die islamistischen Taliban. Die Kuds-Einheit ist dem obersten iranischen Führer, Ajatollah Ali Chamenei, unterstellt, dem die Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort gibt.

Neuer Befehlshaber ernannt

Die Revolutionsgarden verfügen über eine eigene Marine, Luftwaffe und Heereseinheiten. Die Al-Kuds-Einheit soll offiziell 5.000 Soldaten haben, aber nach Ansicht von Beobachtern sind es weitaus mehr. Besonders für den Einsatz in Syrien gegen den IS und für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wurden neben Iranern auch Freiwillige aus Afghanistan und dem Libanon rekrutiert. Außerdem arbeitet Al-Kuds auch eng mit der Schiitenmiliz Hisbollah in Südlibanon zusammen, die sie in den 1980er Jahren mitgegründet hatte.

Das Gesicht der Al-Kuds war stets Ghassem Soleimani. Der Iran hat nun einen neuen Chef ernannt. Den Posten übernehme nach dem "Märtyrertod" des "glorreichen" Generals Soleimani der Brigadegeneral Esmail Kaani, teilte Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei am Freitag auf seiner Internetseite mit.

Die Revolutionsgarden schworen wie die Führung in Teheran Rache. "Die kurze Freude der Amerikaner und der Zionisten wird in Trauer umschlagen", sagte ein Sprecher im Staatsfernsehen. Der frühere Chef der Revolutionsgarden, Mohsen Resai, schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, "unsere Rache an Amerika wird schrecklich sein".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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