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Feuer in Moria: Migranten haben Brand im Flüchtlingslager selbst gelegt

Aus Protest gegen Quarantäne  

Athen: Migranten haben Feuer in Moria selbst gelegt

10.09.2020, 13:56 Uhr | dpa-AFX

Erneut brennt es im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos

Erneut loderten Flammen in dem überfüllten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Erste unbegleitete Minderjährige wurden ausgeflogen. (Quelle: Reuters)

Katastrophe auf Lesbor: Erneut ist im Flüchtlingslager Moria ein Feuer ausgebrochen. (Quelle: Reuters)


Es seien Bewohner aus dem Flüchtlingslager gewesen, die das Feuer in Moria gelegt hätten. Das steht für die griechische Regierung fest. Mit harten Worten verurteilte ein Sprecher die Tat der Brandstifter.

Laut griechischer Regierung haben Migranten den Großbrand im Camp Moria selbst gelegt. "Das Feuer wurde von Menschen gelegt, die Asyl beantragt haben – als Reaktion auf die wegen des Coronavirus verhängte Quarantäne (in Moria)", sagte Regierungssprecher Stelios Petsas am Donnerstag. Es handele sich um Menschen, die "ihr Gastland nicht respektieren", so Petsas.

Mit solchen Aktionen jedoch torpedierten diese Menschen jede Lösung. "Wir sagen es ihnen klipp und klar: Sie werden nicht wegen des Feuers die Insel verlassen. Das können sie vergessen." Gelungen sei den Brandstiftern lediglich, Tausende Menschen – darunter Familien – obdachlos zu machen, kritisierte Petsas.

Infizierte Migranten nicht auffindbar – Angst vor Massenansteckung

Athen will unterdessen in den nächsten Tagen 19.000 Coronatests auf Lesbos durchführen, teilte der Regierungssprecher weiter mit. Die Angst eines unkontrollierbaren Virusausbruchs ist groß: 35 Migranten sind positiv auf das Virus getestet worden, doch infolge des Großbrandes sind sie nicht mehr alle ausfindig zu machen und könnten Tausende andere Menschen anstecken. Die Polizei habe nur acht von ihnen aufgreifen können, teilte die Regierung mit.

Das griechische Fernsehen (ERT) zeigte am Donnerstag erneut Bilder von Menschen, die am Straßenrand lagen und auf Hilfe warteten. Einige Menschen übernachteten auf einem Friedhof. Humanitäre Organisationen und die Behörden planten am Donnerstag Essen und Wasser zu den Menschen zu bringen, hieß es.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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