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Merkel besuchte Nawalny heimlich in der Charité – Kanzlerin am Krankenbett


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Merkel besuchte Nawalny heimlich in der Charité

Von dpa, ds

Aktualisiert am 28.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Kanzlerin Merkel und Kreml-Kritiker Nawalny: In einer streng geheimen Aktion habe Kanzlerin Merkel Nawalny im Krankenhaus aufgesucht.
Kanzlerin Merkel und Kreml-Kritiker Nawalny: In einer streng geheimen Aktion habe Kanzlerin Merkel Nawalny im Krankenhaus aufgesucht. (Quelle: Montage: t-online.de/imago-images-bilder)
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Wochenlang kämpfte der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny in Berlin um sein Leben. Nun kommt heraus: Die Kanzlerin kam persönlich zu ihm ihn die Klinik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Alexej Nawalny in der Charité in Berlin besucht – ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mitbekommen hat. Das bestätigte der Kreml-Kritiker auf seinem Twitter-Account. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" darüber berichtet. Nawalny war im August auf einem Inlandsflug in Russland zusammengebrochen. Die Maschine landete deshalb in der Großstadt Omsk, wo er auch versorgt wurde. Kurz darauf wurde der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie nach Deutschland ausgeflogen und in der Charité behandelt – dort lag er wochenlang im künstlichen Koma.

In einer streng geheimen Aktion habe Kanzlerin Merkel Nawalny in dieser Zeit aufgesucht. Das Treffen sei nicht geheim, sondern eher privat gewesen. Er sei Merkel sehr dankbar für ihren Besuch, schrieb er am Montag auf Twitter. "Soviel ich weiß, verfolgt sie es ganz eng und wird ganz gut informiert", sagte der Stabschefs Nawalnys, Leonid Wolkow, am Montag zu RTL/ntv.

Nawalny muss noch monatelang behandelt werden

Mittlerweile hat Alexej Nawalny das Krankenhaus wieder verlassen. Er werde allerdings noch monatelang in Deutschland an seiner weiteren Genesung arbeiten müssen. Bleibende Schäden nach der Nowitschok-Vergiftung könnten die Ärzte aber derzeit noch nicht ausschließen. Der Kreml-Kritiker hatte sich bereits mehrfach in den sozialen Netzwerken zu seinem Zustand geäußert. Zuletzt hatte er ausführlich über den Giftanschlag auf ihn berichtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau erheblich. Moskau behauptet, dass Berlin nicht mit den russischen Ermittlern zusammenarbeiten wolle. Nach Angaben der Bundesregierung wurde Nawalny "zweifelsfrei" mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Moskau weist den Verdacht zurück, staatliche russische Stellen könnten ihn gezielt vergiftet haben.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material von Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Der Spiegel: Merkel besuchte Nawalny in der Charité
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