Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Kämpfe in Bergkarabach: Aserbaidschan erobert weitere Orte

Konflikt im Südkaukasus  

Kämpfe in Bergkarabach: Aserbaidschan erobert weitere Orte

07.11.2020, 17:02 Uhr | dpa

Kämpfe in Bergkarabach: Aserbaidschan erobert weitere Orte. Konflikt in Bergkarabach: Rauch und Flammen sind nahe der Stadt Stepanakert zu sehen. (Quelle: AP/dpa)

Konflikt in Bergkarabach: Rauch und Flammen sind nahe der Stadt Stepanakert zu sehen. (Quelle: AP/dpa)

Aserbaidschan hat im Kampf um die Südkaukasusregion Bergkarabach nach Angaben von Präsident Aliyev weitere 16 Orte unter Kontrolle gebracht. Unabhängig bestätigt ist das nicht.

Seit Beginn der aserbaidschanischen Militäroperation stieg die Zahl der zurückeroberten Gebiete nach Angaben auf mehr als 200 Ortschaften. "Karabach ist Aserbaidschan!", schrieb Präsident Ilham Aliyev am Samstag bei Twitter. Die Behörden in Bergkarabach und Armenien bestätigten das hingegen nicht. Sie räumten lediglich kleinere und unbedeutende Gebietsverluste ein. Eine Überprüfung von unabhängiger Stelle ist nicht möglich.

Kämpfe trotz Feuerpause mit vollem Einsatz

Die Kämpfe gingen ungeachtet der zuletzt vereinbarten Feuerpausen nach Angaben aus Bergkarabach entlang der gesamten Frontlinie mit vollem Einsatz weiter. Am stärksten betroffen sei die strategisch wichtige Region um die Stadt Schuschi, die von aserbaidschanischen Truppen beschossen worden sei. Die Attacken seien erfolgreich abgewehrt, dem Gegner schwere Verluste zugefügt worden, hieß es.

Die Behörden in Bergkarabach sprachen zuletzt von mehr als 1.100 getöteten Soldaten in den eigenen Reihen. Aserbaidschan macht wegen der Zensurbestimmungen während des verhängten Kriegsrechts keine Angaben zu Verlusten beim Militär. Es gab lediglich die Zahl getöteter Zivilisten mit 92 an. In Berg-Karabach und Armenien war von mehr als 50 Opfern in der Bevölkerung die Rede.

Jahrzehntealter Konfliktheftig aufgeflammt

Aserbaidschan verlor in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren die Kontrolle über das Gebiet mit etwa 145.000 Bewohnern, die meisten sind christliche Karabach-Armenier. Seit 1994 galt eine brüchige Waffenruhe.

Die Region wird von Armenien kontrolliert, gehört aber völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan, das sich in dem Konflikt auf seinen "Bruderstaat" Türkei stützen kann. Russland gilt als Schutzmacht Armeniens.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal