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Ukraine: Kreml reagiert auf Vorwürfe wegen Truppenaufmarsch


"Hysterie wird künstlich aufgepeitscht"
Truppenaufmarsch nahe der Ukraine – Moskau reagiert auf Vorwürfe

Von dpa
21.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Kreml-Chef Wladimir Putin: Er warf dem Westen zuletzt eine Eskalation des Ukraine-Konflikts vor.Vergrößern des BildesKreml-Chef Wladimir Putin: Er warf dem Westen zuletzt eine Eskalation des Ukraine-Konflikts vor. (Quelle: Mikhail Metzel/dpa-bilder)
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Russland bringt gerade Soldaten, Panzer und Raketen an die Grenze zur Ukraine. Die US-Regierung befürchtet einen Angriff im Dezember. Jetzt äußert sich der Kreml.

Moskau hat den USA eine "hysterische" Reaktion auf russische Truppenbewegungen nahe der Grenze zur Ukraine vorgeworfen. "Diese Hysterie wird künstlich aufgepeitscht", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im Staatsfernsehen. "Jene, die ihre Soldaten aus dem Ausland geschickt haben, werfen uns ungewöhnliche Militäraktivitäten auf unserem eigenen Staatsgebiet vor." Gemeint sind die USA.

Die US-Regierung hatte angesichts der jüngsten russischen Truppenbewegungen nahe der ukrainischen Grenze ihre "echte Sorge" geäußert. Auf die Frage, ob die US-Geheimdienste davon ausgingen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine Landnahme in der Ukraine anstrebe, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Samstag: "Wir kennen die Absichten von Präsident Putin nicht. Aber wir wissen, was in der Vergangenheit geschehen ist", sagte Blinken offenbar mit Blick auf die Annexion der Krim.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.) befürchtet die US-Regierung einen Überfall im Dezember, wenn in Osteuropa die Böden gefrieren und Panzer nicht mehr im Schlamm versinken.

US-Außenminister: "Wir kennen das Drehbuch"

"Wir kennen das Drehbuch, eine Scheinprovokation der Ukraine oder eines anderen Landes als Vorwand zu nehmen für etwas, was Russland schon länger plant", sagte Blinken weiter. Am Donnerstag hatte Putin dem Westen eine Eskalation des Ukraine-Konflikts durch US- und Nato-Militärmanöver im Schwarzen Meer vorgeworfen.

Auch in anderen Bereichen nehmen die Spannungen zwischen Russland dem Westen zu. Mehrere westliche Staaten sehen Moskau hinter der derzeitigen Flüchtlingskrise an der belarussisch-polnischen Grenze. Scharfe Kritik von den USA gab es zudem an einem russischen Raketentest, bei dem Mitte November ein Satellit zerstört worden war.

Trotz der Spannungen laufen nach Angaben des russischen Vize-Außenministers Sergej Rjabkow derzeit die Vorbereitungen für ein zweites Gipfel-Treffen zwischen Putin und US-Präsident Joe Biden.

Tausende Soldaten, Panzer und Flugzeuge stehen bereit

Die Nato-Partner und die Regierung in Kiew werfen Russland seit Tagen vor, durch einen großen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine die Spannungen zu schüren und womöglich sogar einen Einmarsch vorzubereiten.

Bereits im März hatte Russland bei einem massiven Truppenaufmarsch tausende Soldaten, schwere Militärausrüstung, Marineschiffe und Luftwaffenflugzeuge nahe der ukrainischen Grenze und in der Region der annektierten Krim-Halbinsel zusammengezogen. Nach Wochen erklärte Moskau das angebliche Manöver schließlich für beendet und zog seine Soldaten dann wieder ab. Nun gibt es nach Angaben des Westens wieder massive russische Truppenbewegungen Richtung Grenze, auf Videos sind Panzer und Raketen zu sehen.

In dem seit 2014 andauernden Konflikt zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee in der Ostukraine wurden bereits mehr als 13.000 Menschen getötet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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