• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Krisen & Konflikte
  • 20.000 Afghanen warten auf Einreise nach Deutschland


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextTexas: 46 Tote in Lastwagen entdeckt Symbolbild f├╝r einen TextUS-Schauspielerin in Fluss ertrunkenSymbolbild f├╝r einen TextLufthansa bringt Mega-Jumbo A380 zur├╝ckSymbolbild f├╝r einen TextGelbe Giftwolke t├Âtet zw├Âlf MenschenSymbolbild f├╝r einen TextUSA: Zug entgleist ÔÇô ToteSymbolbild f├╝r einen TextKehrt Johnny Depp in Kultrolle zur├╝ck?Symbolbild f├╝r einen TextOligarchen-Jacht soll versteigert werdenSymbolbild f├╝r einen TextN├Ąchster Waldbrand in BrandenburgSymbolbild f├╝r einen TextHut-Panne bei K├Ânigin M├íximaSymbolbild f├╝r einen TextARD-Serienstar wird ersetztSymbolbild f├╝r einen TextDeutsche Tennis-Asse souver├ĄnSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserRoyal-Expertin sorgt sich um KateSymbolbild f├╝r einen TextJetzt testen: Was f├╝r ein Herrscher sind Sie?

20.000 Afghanen warten auf Einreise nach Deutschland

Von dpa
Aktualisiert am 01.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Taliban in Kabul: Seit der Macht├╝bernahme versuchen Tausende Menschen, Afghanistan zu verlassen.
Taliban in Kabul: Seit der Macht├╝bernahme versuchen Tausende Menschen, Afghanistan zu verlassen. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die Lage in Afghanistan ist angespannt,

Viereinhalb Monate nach der Macht├╝bernahme der Taliban Mitte August warten noch rund 20.000 Afghaninnen und Afghanen auf eine M├Âglichkeit zur Einreise nach Deutschland. Das teilte das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.


Siegeszug in Afghanistan: Taliban nehmen auch Flughafen ein

In der Nacht auf den 31. August sind die letzten US-Truppen abgezogen. Zwei Wochen hielten sie den Flughafen, von dem aus noch tausende Menschen ausgeflogen wurden. Nun fahren Fahrzeuge der Taliban ├╝ber die Landebahnen.
Mitglieder der Spezialeinheit Badri 313 bewachen eine Rede des Taliban-Sprechers Sabihullah Mudschahid: Er betonte, die Miliz wolle gute Beziehungen zu den USA und der ganzen Welt. Die westlichen Staaten bem├╝hen sich derweil, weiter aus Afghanistan evakuieren zu k├Ânnen.
+8

Die Zahlen fluktuieren, weil fr├╝here Ortskr├Ąfte, die sich in ihrer Heimat bedroht sehen, sich weiterhin an deutsche Beh├Ârden wenden oder auch Angeh├Ârige nachmelden k├Ânnen. Zudem ist auch m├Âglich, dass manche Betroffene sich bereits in einem anderen Land au├čerhalb Afghanistans aufhalten.

Die gr├Â├čte Gruppe unter den Eingereisten machten mit Stand vom 27. Dezember nach Auskunft des Bundesinnenministeriums sogenannte Ortskr├Ąfte und ihre Angeh├Ârigen aus. Seit dem 16. August sind demnach 1.348 fr├╝here Ortskr├Ąfte und ihre Angeh├Ârigen nach Deutschland gekommen, insgesamt 5.437 Menschen. Ortskr├Ąfte arbeiteten zum Beispiel f├╝r das Bundesentwicklungsministerium oder die Bundeswehr als ├ťbersetzer und m├╝ssen nun Verfolgung durch die militant-islamistischen Taliban f├╝rchten.

Menschenrechtler, K├╝nstler und Wissenschaftler warten noch

Auch Menschenrechtler, K├╝nstler, Wissenschaftler, Journalisten oder andere Menschen, die die Bundesregierung als besonders gef├Ąhrdet einstuft, warten noch auf ihre Einreise. Aus dieser Gruppe sind bis Ende Dezember 466 Menschen nach Deutschland gekommen, inklusive Angeh├Âriger waren es 1.462 Personen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Und pl├Âtzlich ist Putin nicht mehr isoliert
Indiens Premier Modi und Frankreichs Pr├Ąsident Macron beim G7-Gipfel: Andere Sicht auf Russlands Krieg.


Die Linken-Abgeordnete G├Âkay Akbulut bezeichnete den Stand der Aufnahmen als "absolut unzureichend". "Die Betroffenen leben in gr├Â├čter Angst und Unsicherheit in Afghanistan." Sie verwies auf einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) von Ende November, wonach die Taliban seit ihrer Macht├╝bernahme alleine in vier Provinzen Afghanistans mehr als 100 ehemalige Soldaten, Polizisten oder Geheimdienstler hingerichtet oder verschwinden haben lassen. "Die neue Au├čenministerin steht hier in der Pflicht, unkompliziert und schnell zu helfen", erkl├Ąrte Akbulut in Richtung Annalena Baerbock (Gr├╝ne).

Die neue Bundesregierung will die Evakuierung besonders schutzbed├╝rftiger Menschen aus Afghanistan beschleunigen, wie Bundesau├čenministerin Baerbock angek├╝ndigt hat. Das Ausw├Ąrtige Amt hat bislang 670 Menschen mit einer Aufnahmezusage f├╝r Deutschland mit zwei eigenen Charterfl├╝gen aus Kabul evakuiert. "Weitere Charterfl├╝ge direkt aus Kabul konnten aufgrund von Widerst├Ąnden durch die Taliban vorerst nicht erfolgen", hie├č es aus dem Au├čenamt. Vor diesem Problem st├╝nden auch andere Staaten. "Wir arbeiten intensiv an einer Wiederaufnahme dieser Fl├╝ge." Weitere 430 Menschen h├Ątten mit Fl├╝gen ausreisen k├Ânnen, die von Katar organisiert wurden. "Daneben hat die Bundesregierung Ausreisen aus Afghanistan auf Linienfl├╝gen organisiert. Weitere Menschen konnten auf einem Flug einer Nichtregierungsorganisation ausreisen."

Fast 6.000 Visa erteilt

Aus dem pakistanischen Islamabad gab es laut Ausw├Ąrtigem Amt 18 Charterfl├╝ge f├╝r die Weiterreise nach Deutschland, den j├╝ngsten davon am Donnerstag. Auf diesem Weg h├Ątten rund 3.800 Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusagen einreisen k├Ânnen, also Ortskr├Ąfte und Menschen auf der Menschenrechtsliste des Au├čenamts sowie Angeh├Ârige. Seit der Macht├╝bernahme der Taliban seien an deutschen Auslandsvertretungen in der Region mehr als 5.900 Visa f├╝r Afghanen erteilt worden.

SPD, Gr├╝ne und FDP haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verst├Ąndigt, das Verfahren zur Aufnahme von Ortskr├Ąften so zu reformieren, dass gef├Ąhrdete fr├╝here Mitarbeiter und ihre engsten Angeh├Ârigen unb├╝rokratisch in Sicherheit kommen. "Wir werden unsere Verb├╝ndeten nicht zur├╝cklassen. Wir wollen diejenigen besonders sch├╝tzen, die der Bundesrepublik Deutschland im Ausland als Partner zur Seite standen und sich f├╝r Demokratie und gesellschaftliche Weiterentwicklung eingesetzt haben", hei├čt es dort.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Fabian Reinbold, Schloss Elmau
Ein Gastbeitrag von Anja Langenbucher
AfghanistanAnnalena BaerbockBundesregierungDeutsche Presse-AgenturDeutschlandKabulTaliban
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website