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20.000 Afghanen warten auf Einreise nach Deutschland

Von dpa
Aktualisiert am 01.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Taliban in Kabul: Seit der Macht├╝bernahme versuchen Tausende Menschen, Afghanistan zu verlassen.
Taliban in Kabul: Seit der Macht├╝bernahme versuchen Tausende Menschen, Afghanistan zu verlassen. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Die Lage in Afghanistan ist angespannt,

Viereinhalb Monate nach der Macht├╝bernahme der Taliban Mitte August warten noch rund 20.000 Afghaninnen und Afghanen auf eine M├Âglichkeit zur Einreise nach Deutschland. Das teilte das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.


Siegeszug in Afghanistan: Taliban nehmen auch Flughafen ein

In der Nacht auf den 31. August sind die letzten US-Truppen abgezogen. Zwei Wochen hielten sie den Flughafen, von dem aus noch tausende Menschen ausgeflogen wurden. Nun fahren Fahrzeuge der Taliban ├╝ber die Landebahnen.
Mitglieder der Spezialeinheit Badri 313 bewachen eine Rede des Taliban-Sprechers Sabihullah Mudschahid: Er betonte, die Miliz wolle gute Beziehungen zu den USA und der ganzen Welt. Die westlichen Staaten bem├╝hen sich derweil, weiter aus Afghanistan evakuieren zu k├Ânnen.
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Die Zahlen fluktuieren, weil fr├╝here Ortskr├Ąfte, die sich in ihrer Heimat bedroht sehen, sich weiterhin an deutsche Beh├Ârden wenden oder auch Angeh├Ârige nachmelden k├Ânnen. Zudem ist auch m├Âglich, dass manche Betroffene sich bereits in einem anderen Land au├čerhalb Afghanistans aufhalten.

Die gr├Â├čte Gruppe unter den Eingereisten machten mit Stand vom 27. Dezember nach Auskunft des Bundesinnenministeriums sogenannte Ortskr├Ąfte und ihre Angeh├Ârigen aus. Seit dem 16. August sind demnach 1.348 fr├╝here Ortskr├Ąfte und ihre Angeh├Ârigen nach Deutschland gekommen, insgesamt 5.437 Menschen. Ortskr├Ąfte arbeiteten zum Beispiel f├╝r das Bundesentwicklungsministerium oder die Bundeswehr als ├ťbersetzer und m├╝ssen nun Verfolgung durch die militant-islamistischen Taliban f├╝rchten.

Menschenrechtler, K├╝nstler und Wissenschaftler warten noch

Auch Menschenrechtler, K├╝nstler, Wissenschaftler, Journalisten oder andere Menschen, die die Bundesregierung als besonders gef├Ąhrdet einstuft, warten noch auf ihre Einreise. Aus dieser Gruppe sind bis Ende Dezember 466 Menschen nach Deutschland gekommen, inklusive Angeh├Âriger waren es 1.462 Personen.

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Die Linken-Abgeordnete G├Âkay Akbulut bezeichnete den Stand der Aufnahmen als "absolut unzureichend". "Die Betroffenen leben in gr├Â├čter Angst und Unsicherheit in Afghanistan." Sie verwies auf einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) von Ende November, wonach die Taliban seit ihrer Macht├╝bernahme alleine in vier Provinzen Afghanistans mehr als 100 ehemalige Soldaten, Polizisten oder Geheimdienstler hingerichtet oder verschwinden haben lassen. "Die neue Au├čenministerin steht hier in der Pflicht, unkompliziert und schnell zu helfen", erkl├Ąrte Akbulut in Richtung Annalena Baerbock (Gr├╝ne).

Die neue Bundesregierung will die Evakuierung besonders schutzbed├╝rftiger Menschen aus Afghanistan beschleunigen, wie Bundesau├čenministerin Baerbock angek├╝ndigt hat. Das Ausw├Ąrtige Amt hat bislang 670 Menschen mit einer Aufnahmezusage f├╝r Deutschland mit zwei eigenen Charterfl├╝gen aus Kabul evakuiert. "Weitere Charterfl├╝ge direkt aus Kabul konnten aufgrund von Widerst├Ąnden durch die Taliban vorerst nicht erfolgen", hie├č es aus dem Au├čenamt. Vor diesem Problem st├╝nden auch andere Staaten. "Wir arbeiten intensiv an einer Wiederaufnahme dieser Fl├╝ge." Weitere 430 Menschen h├Ątten mit Fl├╝gen ausreisen k├Ânnen, die von Katar organisiert wurden. "Daneben hat die Bundesregierung Ausreisen aus Afghanistan auf Linienfl├╝gen organisiert. Weitere Menschen konnten auf einem Flug einer Nichtregierungsorganisation ausreisen."

Fast 6.000 Visa erteilt

Aus dem pakistanischen Islamabad gab es laut Ausw├Ąrtigem Amt 18 Charterfl├╝ge f├╝r die Weiterreise nach Deutschland, den j├╝ngsten davon am Donnerstag. Auf diesem Weg h├Ątten rund 3.800 Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusagen einreisen k├Ânnen, also Ortskr├Ąfte und Menschen auf der Menschenrechtsliste des Au├čenamts sowie Angeh├Ârige. Seit der Macht├╝bernahme der Taliban seien an deutschen Auslandsvertretungen in der Region mehr als 5.900 Visa f├╝r Afghanen erteilt worden.

SPD, Gr├╝ne und FDP haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verst├Ąndigt, das Verfahren zur Aufnahme von Ortskr├Ąften so zu reformieren, dass gef├Ąhrdete fr├╝here Mitarbeiter und ihre engsten Angeh├Ârigen unb├╝rokratisch in Sicherheit kommen. "Wir werden unsere Verb├╝ndeten nicht zur├╝cklassen. Wir wollen diejenigen besonders sch├╝tzen, die der Bundesrepublik Deutschland im Ausland als Partner zur Seite standen und sich f├╝r Demokratie und gesellschaftliche Weiterentwicklung eingesetzt haben", hei├čt es dort.

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