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Donald Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab: "Nicht angemessen"


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Donald Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab

Von dpa, afp
Aktualisiert am 24.05.2018Lesedauer: 3 Min.
US-Präsident Donald Trump: Zu einem Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un wird es vorerst doch nicht kommen.
US-Präsident Donald Trump: Zu einem Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un wird es vorerst doch nicht kommen. (Quelle: Jacquelyn Martin/ap-bilder)
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Das historische Treffen zwischen den Staatschefs der USA und Nordkoreas kommt doch nicht zustande. US-Präsident Donald Trump teilte Kim Jong Un die Absage schriftlich mit.

US-Präsident Donald Trump hat den für den 12. Juni mit Hochspannung erwarteten Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un abgesagt. Das schrieb Trump in einem Brief an Kim, den das Weiße Haus veröffentlichte. Trump schrieb, er habe sich sehr auf das Treffen gefreut. Leider habe Nordkorea jedoch in seinen letzten Statements "enormen Ärger und offene Feindschaft" erkennen lassen, er halte deswegen ein Treffen zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen.

"Ich habe gespürt, dass ein wunderbarer Dialog zwischen Ihnen und mir zustande kommt, und letztlich ist das der einzige Dialog, der zählt. Ich freue mich sehr darauf, Sie eines Tages zu treffen." Wenn Kim seine Haltung zu dem Gipfel noch ändern wolle, schrieb Trump, solle er nicht zögern, ihm zu schreiben oder ihn anzurufen.

Trumps Brief an Kim Jong Un:

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USA fordern Vernichtung der Atomwaffen

Trump hatte den Termin für das Treffen und schließlich den Gipfel selbst zuletzt immer offener in Frage gestellt. "Es könnte sein, dass es nicht am 12. Juni klappt", hatte er am Dienstag vor einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington gesagt.

Die Hauptforderung der US-Seite war der komplette Verzicht Nordkoreas auf Atomwaffen. In Diplomatenkreisen wird der bewusst unscharfe Begriff Denuklearisierung verwendet. Dies lässt Spielraum für Verhandlungen. Die USA bestehen auf einer sofortigen, nachhaltigen und überprüfbaren Vernichtung der Atomwaffen Nordkoreas.

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Das kommunistisch regierte Land sieht sich nach Medienberichten aber weiterhin als Atommacht und will sich nur zum Verzicht auf die Anwendung verpflichten, ähnlich wie dies die USA im Atomwaffensperrvertrag getan haben.

Nordkorea zerstört Atomtestgelände

Vor dem bisher geplanten Gipfeltreffen sprengte Nordkorea nach Medienberichten sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri. Der US-Sender CBS berichtete am Donnerstag, einer seiner Korrespondenten sei vor Ort Zeuge mehrerer großer Explosionen gewesen. Nordkorea habe mitgeteilt, dass die Anlage im Nordosten des Landes zerstört worden sei.

Die Schließung des in einer Bergregion liegenden Testkomplexes wurde als ein symbolischer Schritt gewertet, mit dem das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaft zur Denuklearisierung demonstrieren will.

Auch Nordkorea erwog Absage

Nach Äußerungen von US-Vizepräsident Mike Pence hatte zuletzt auch Nordkoreas Führung mit der Absage des Gipfels gedroht. Pence' Einlassungen seien "ignorant und dumm", so Nordkoreas Vizeaußenministerin Choe Son Hui. Ob sich beide Seiten am Verhandlungstisch oder bei einer "nuklearen Machtprobe" begegneten, hänge ganz vom Verhalten der USA ab, wurde Choe in staatlichen Medien zitiert.

Die international isolierte Führung in Pjöngjang reagierte vor allem empfindlich auf Vergleiche des eigenen Landes mit Libyen. Pence sagte in einem TV-Interview am Montag in Anspielung auf Äußerungen Trumps, die Situation in Nordkorea werde "wie das Libyen-Modell enden, falls Kim Jong Un keinen Deal macht".

Libyen hatte vor 15 Jahren erklärt, seine Massenvernichtungswaffen im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen zerstören zu wollen. Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi wurde im Oktober 2011 von Aufständischen getötet; die westlichen Atommächte unterstützten damals die Rebellen.

"Angesichts der Bemerkungen hochrangiger US-Politiker, die sich nicht der Realität bewusst sind und die Volksrepublik mit Libyen vergleichen, das ein tragisches Schicksal erfuhr, denke ich, dass sie über uns nur wenig wissen", sagte Nordkoreas Vizeaußenministerin. Den USA warf sie "ungesetzliches und empörendes Verhalten" vor.

Ähnlich wie Choe hatte schon vor einer Woche Nordkoreas Erster Vizeaußenminister Kim Kye Gwan das Spitzentreffen mit den USA infrage gestellt. Er warnte die USA davor, Nordkorea in eine Ecke treiben zu wollen, um es zu einer "einseitigen atomaren Abrüstung" zu zwingen.

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Verwendete Quellen
  • dpa, AFP
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  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Atlanta
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