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"Ich wünschte, die Trumps wären nicht gekommen – aus Respekt"

Von t-online, jmt

Aktualisiert am 10.02.2019Lesedauer: 2 Min.
Meghan McCain am Sarg ihres Vaters: Den Trumps vergibt sie nicht – ihre Anwesenheit bei der Beerdigung sei unerwünscht gewesen.
Meghan McCain am Sarg ihres Vaters: Den Trumps vergibt sie nicht – ihre Anwesenheit bei der Beerdigung sei unerwünscht gewesen. (Quelle: Kevin Lamarque/Reuters-bilder)
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Oft beleidigte US-Präsident Donald Trump den angesehenen US-Senator John McCain. Als der starb, kam Trumps Tochter mit Mann zur Beerdigung. Dafür findet McCains Tochter deutliche Worte.

Zu Lebzeiten verband US-Senator John McCain mit Präsident Donald Trump eine erbitterte politische Fehde. Der konservative Republikaner McCain stellte sich dem aus seiner Sicht unanständigen und unvernünftigen Emporkömmling in den Weg, wo er nur konnte. Donald Trump beleidigte den US-Senator dafür öffentlich ein ums andere Mal. Sogar für seine Kriegsgefangenschaft und Folter verhöhnte er den Senator, der in den USA als Kriegsheld gilt. Trump selbst diente nie in der Armee.

Deutliche Worte zur besten Sendezeit

Als McCain nach langer Krankheit vergangenes Jahr an einem Gehirntumor starb, trauerten Washington, Familie und die USA um den Senator. Bei der staatlichen Trauerfeier waren die Trumps laut Familie nicht erwünscht – und doch kamen Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner. Über ihre Gefühle dazu hat nun die Tochter McCains gesprochen – und zwar im US-amerikanischen Fernsehen zur besten Sendezeit in der Late-Night-Show von Stephen Colbert.

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"Ich dachte, meine Familie hätte deutlich gemacht, oder zumindest ich, dass die Trumps um mich herum nicht willkommen sind. Und mein Vater hatte einen klare Trennungslinie zwischen die McCains und die Trumps gezogen", sagte Meghan McCain, die wie ihr Vater der Republikanischen Partei angehört. "Es war mir unangenehm, und ich hoffe, ich war ihnen unangenehm." Die Differenzen seien alles andere als beigelegt.

McCain: "Ich werde nicht vergessen"

"Ich möchte ganz klar sein, dass die Trumps damals Streit mit mir hatten (...) und sie für immer Streit mit mir haben werden. Ich werde nicht vergessen", sagte McCain. "Ich wünschte, sie [die Trumps] hätten beschlossen, nicht zu kommen – aus Respekt vor mir, wenn schon vor nichts anderem." Amerika könne sich darüber aber selbst ein Urteil bilden.

Trump und Vertreter seiner Regierung hatten mehr als einmal ihre Abscheu für den langjährigen US-Senator aus Arizona ausgedrückt – und damit immer wieder weite Teile der Öffentlichkeit und der Partei gegen sich aufgebracht. So sagte Trump, McCain sei kein Kriegsheld, da er sich in Vietnam habe gefangen nehmen lassen. John McCain war 1967 abgeschossen worden und anschließend jahrelang in Gefangenschaft, während der er Folter ausgesetzt war unter deren Folgen er sein gesamtes Leben körperlich zu leiden hatte. Auch deswegen war er ein strikter Gegner von Foltermethoden.


Die Schmähungen gipfelten darin, dass – als McCains schwere Krebskrankheit fortschritt – die Trump-Beraterin Kelly Sadler sich zu dem Kommentar hinreißen ließ, dass es nicht wichtig sei, was McCain sage. Er werde ohnehin sterben. McCains Tochter konterte damals: "Es ist nicht wichtig, wie du stirbst, sondern wie du lebst." Bei der Trauerfeier hielt sie dann unter Tränen eine bewegende Rede.

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