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Donald Trump fordert fairere Handelsbeziehungen mit Japan

"Sehr großes Defizit"  

Trump beginnt seinen Japan-Besuch mit Forderungen

25.05.2019, 21:21 Uhr | AFP

Donald Trump fordert fairere Handelsbeziehungen mit Japan. Donald Trump in Japan: Der US-Präsident klagt über unfaire Handelspraktiken. (Quelle: AP/dpa/Evan Vucci)

Donald Trump in Japan: Der US-Präsident klagt über unfaire Handelspraktiken. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

Der US-Präsident besucht Japan – und beklagt sich erstmal beim Gastgeber. Am Sonntag steht für Donald Trump noch etwas anderes auf dem Plan: Er besucht ein Sumo-Turnier.

US-Präsident Donald Trump hat zum Auftakt eines viertägigen Staatsbesuchs in Japan fairere Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gefordert. Japan habe jahrelang einen substanziellen Vorteil genossen, sagte Trump vor Managern in Tokio. Nach Abschluss eines Handelsabkommens würden die Handelsbeziehungen "ein bisschen fairer".

Im vergangenen September hatten die USA und Japan sich auf Verhandlungen über eine Neuordnung der Handelsbeziehungen geeinigt. Der US-Präsident hatte wiederholt das "sehr große Defizit" seines Landes im Handel mit Japan angeprangert. Trumps Androhung von Strafzöllen auf Auto-Importe, die auch japanische Hersteller treffen würden, belasten die eigentlich engen Beziehungen der beiden Länder.

Abe wird Trump wohl roten Teppich ausrollen

Beobachter vermuten, dass Ministerpräsident Shinzo Abe Trump den roten Teppich ausrollen wird, um Japan als das Land darzustellen, das den USA von allen Ländern, die mit Washington in Handelsstreitigkeiten verwickelt sind, am wohlgesonnensten ist. Wegen der anstehenden Oberhauswahlen in Japan sind jedoch kaum konkrete Fortschritte zu erwarten. Auch die USA, die sich in einem erbitterten Handelsstreit mit China befinden, dürften kaum zu Zugeständnissen bereit sein.

Abe war erst kürzlich bei Trump in Washington zu Besuch. Ende Juni wird der US-Präsident zudem erneut nach Japan reisen, um am G20-Gipfel in Osaka teilzunehmen. Japanischen und US-Regierungskreisen zufolge ist die Beziehung zwischen Trump und seinem "Golf-Kumpel" Abe beispiellos. Auch während des Staatsbesuchs werden die beiden eine Runde Golf spielen.

Die beiden Politiker werden zudem über den Atomkonflikt mit Nordkorea sprechen. Der US-Präsident wird auch einen US-Militärstützpunkt besuchen und damit das Militärbündnis der beiden Nationen hervorheben. Die Spannungen im Atomstreit mit Pjöngjang haben seit dem Scheitern des Gipfels von Hanoi im Februar zugenommen.

Empfang beim neuen Kaiser

Am Montag wird Trump vom neuen japanischen Kaiser Naruhito empfangen, der nach der Abdankung seines Vaters Akihito Anfang Mai den Chrysanthemen-Thron bestiegen hatte. Trump sagte vor seiner Abreise über seinen Empfang beim neuen Kaiser, er sei damit ein Ehrengast beim größten Ereignis, das es seit mehr als 200 Jahren in Japan gegeben habe.
 

 
Am Sonntag wird Trump zudem das Finale eines Sumo-Turniers besuchen. Trumps Aufenthalt in der Sumo-Halle ist für seine japanischen Gastgeber ein logistischer Alptraum: Kopfzerbrechen bereitete ihnen etwa die Frage, wo der US-Präsident sitzen soll, und wie er geschützt werden kann, wenn die Zuschauer nach einer Niederlage des Sumo-Großmeisters ihre Sitzkissen in den Ring werfen. Zudem soll Trump dem Sieger den bis zu 32 Kilogramm schweren Pokal überreichen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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