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Berichte: USA wollen 4.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen

Amerikas längster Krieg  

Berichte: USA wollen 4.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen

16.12.2019, 05:28 Uhr | AFP

Berichte: USA wollen 4.000 Soldaten aus Afghanistan abziehen. US-Soldaten in Afghanistan: Geht es nach Trump, soll die Truppenstärke massiv reduziert werden.  (Quelle: imago images)

US-Soldaten in Afghanistan: Geht es nach Trump, soll die Truppenstärke massiv reduziert werden. (Quelle: imago images)

Schon 18 Jahre lang tobt der Bürgerkrieg in Afghanistan. US-Präsident Trump hat das Ziel, ihn zu beenden. 13.000 US-Soldaten sind in dem Land stationiert. Ein Teil der Truppen soll offenbar schon bald abgezogen werden.

Die USA werden Medienberichten zufolge kommende Woche den Teilabzug ihrer Truppen aus Afghanistan ankündigen. Rund 4.000 US-Soldaten sollen das Land verlassen, wie der Sender NBC und andere US-Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichteten. Derzeit sind in dem Land noch rund 13.000 US-Soldaten stationiert.

Der Sender CNN zitierte einen Regierungsvertreter, der Abzug könnte diese Woche angekündigt werden, allerdings befinde sich der Zeitplan "in ständigem Wandel". Ein Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Truppen hätten keinen Abzugsbefehl erhalten.

Friedensverhandlungen mit Taliban aufgenommen

Vor rund einer Woche hatten die USA und die radikalislamischen Taliban die Friedensverhandlungen nach rund dreimonatiger Unterbrechung wieder aufgenommen. Nach einem Bombenanschlag unweit der US-Militärbasis Bagram mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten wurden sie am Donnerstag jedoch erneut unterbrochen.

Bei den Gesprächen war es um die Bedingungen für einen Teilrückzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan gegangen. Im Gegenzug sollten sich die Taliban vom Terrornetzwerk Al-Qaida lossagen, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekämpfen und direkte Verhandlungen mit der Regierung in Kabul aufnehmen.

18 Jahre Bürgerkrieg

US-Präsident Donald Trump will ein Ende des 18-jährigen Bürgerkriegs in Afghanistan – auch, um für das Wahljahr 2020 einen außenpolitischen Erfolg vorweisen zu können. Die USA waren 2001 nach den Anschlägen des 11. September in Afghanistan eingerückt, um das Terrornetzwerk Al-Qaida zu bekämpfen.



Als besonders heikel gelten in den Verhandlungen alle Fragen, die eine mögliche künftige Machtteilung zwischen den Taliban und der international anerkannten afghanischen Regierung betreffen. Direkte Gespräche mit der Regierung in Kabul lehnten die Taliban bislang stets ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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