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US-Präsident Donald Trump über Barack Obama: Ein Treffen hat mir gereicht

US-Präsident beantwortet Fragen  

Trump: Ein Treffen mit Obama hat mir gereicht

06.03.2020, 07:51 Uhr | dpa, pdi

US-Präsident Donald Trump über Barack Obama: Ein Treffen hat mir gereicht. US-Präsident Donald Trump und sein Amtsvorgänger Barack Obama begrüßen sich zu Trumps Amtseinführung im Kapitol. Trump hat anschließend nach eigenen Angaben kein inhaltliches Gespräch mit Obama geführt.  (Quelle: dpa)

US-Präsident Donald Trump und sein Amtsvorgänger Barack Obama begrüßen sich zu Trumps Amtseinführung im Kapitol. Trump hat anschließend nach eigenen Angaben kein inhaltliches Gespräch mit Obama geführt. (Quelle: dpa)

Donald Trump vertraut gerne auf sein Bauchgefühl. Rat von seinem Vorgänger Obama hat er seit seinem Einzug ins Weiße Haus hingegen nicht gesucht. Trumps letztes Treffen mit Obama? Hallo und Tschüss.

US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Amtseinführung vor mehr als drei Jahren nach eigenen Angaben kein einziges inhaltliches Gespräch mit seinem Vorgänger Barack Obama geführt. Trump sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer "Town Hall"-Veranstaltung des Senders Fox News in Scranton im Bundesstaat Pennsylvania, nach seinem Treffen mit Obama im Weißen Haus in Folge seines Wahlsiegs im November 2016 habe es kein solches Gespräch mehr gegeben. Die Zusammenkunft damals sei "im Wesentlichen unser einziges Treffen" gewesen, sagte Trump. "Und es hat mir gereicht." 

"Radikal linke Demokraten" 

Trump sagte, er habe Obama noch ein einziges Mal bei der Beerdigung des früheren US-Präsidenten George H. W. Bush Ende 2018 gesprochen – und das nur kurz. "Ich war bei der Beerdigung von Präsident Bush, saß neben ihm und sagte "Hallo", und dann sagte ich "Tschüss", das war's dann so ungefähr." Trump fügte mit Blick auf Obama hinzu: "Ich mochte seine Arbeit nicht. Ich mochte die Arbeit nicht, die er und (Obamas Vizepräsident Joe) Biden gemacht haben." Trump stellte sich bei der "Town Hall"-Veranstaltung Fragen von Moderatoren und Wählern.

Interessieren Sie sich für die US-Wahl 2020? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt über seine Arbeit im Weißen Haus und seine Eindrücke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Bei der Präsidentschaftswahl am 3. November rechnet der Republikaner Trump (73) nach eigenen Angaben mit Biden als Herausforderer der oppositionellen Demokratischen Partei. Er habe sich mental eigentlich schon auf den "Kommunisten" Bernie Sanders (78) eingestellt gehabt, sagte Trump bei der "Town Hall"-Veranstaltung. Nun sehe es aber danach aus, als ob der "schläfrige Joe" Biden (77) das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten machen würde. "Und ich sage nur: Wie ist das passiert?", spottete der Präsident.

Auf eine Frage nach der Spaltung des Landes – die Kritiker Trump und seiner hitzigen Rhetorik anlasten – sagte der Präsident: "Es gibt eine Spaltung, das steht außer Frage. Politiker müssen in der Lage sein, zivilisiert zu sein. Wenn sie es nicht sind, muss man sich wehren." Der Republikaner warf den "radikalen linken Demokraten" vor, die Spaltung verursacht zu haben. Trump sagte aber auch: "Ich denke, dass das Land viel vereinter ist, als die Menschen denken." 

Biden oder Sanders?

Trump stellte sich bei seiner ersten "Town Hall"-Veranstaltung im Wahlkampf 2020 Fragen von Moderatoren und Wählern. Noch ist nicht entschieden, welcher Demokrat den Republikaner Trump bei der Präsidentschaftswahl im November herausfordern wird.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten liegt seit den Vorwahlen am "Super Tuesday" Ex-Vizepräsident Biden vor Sanders. Biden war bei den Vorwahlen am Dienstag ein unverhofftes Comeback gelungen. Der moderate Kandidat gewann in 10 von 14 Bundesstaaten. Sein einzig ernstzunehmender Konkurrent ist nun Sanders, der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet. Nach dem Rückzug von Senatorin Elizabeth Warren (70) am Donnerstag ist außerdem nur noch die chancenlose Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38) im Rennen.

Trump trat am Donnerstagabend in Scranton auf – dem Geburtsort Bidens. Pennsylvania ist ein sogenannter Swing State, der weder den Demokraten noch den Republikanern klar zuzuordnen ist. Diese Bundesstaaten können bei einem knappen Rennen bei der Präsidentschaftswahl ausschlaggebend werden. Trump hatte Pennsylvania bei der Wahl 2016 mit einem Vorsprung von nur etwas mehr als 44.000 der insgesamt rund sechs Millionen Stimmen vor seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton gewonnen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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