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Missbrauch von Amtsressourcen? Trump hat kein Problem mit Pompeos Hunde-Praktik

Missbrauch von Amtsressourcen?  

Mitarbeiter soll mit Hund Gassi gehen: Trump verteidigt Pompeo

19.05.2020, 09:50 Uhr | dpa, pdi

Missbrauch von Amtsressourcen? Trump hat kein Problem mit Pompeos Hunde-Praktik. Außenminister Mike Pompeo mit seinem Hund "Mercer". (Quelle: Twitter/ Mike Pompeo)

Außenminister Mike Pompeo mit seinem Hund "Mercer". (Quelle: Twitter/ Mike Pompeo)

US-Außenminister Pompeo steht seit Tagen in der Kritik, weil er persönliche Angelegenheiten von seinen Mitarbeitern erledigen ließ. Doch Präsident Trump stört das nicht.

US-Präsident Donald Trump hat offensichtlich nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Mitarbeiter der Regierung persönliche Angelegenheiten für einen seiner Minister erledigt. Zumindest im Fall von Außenminister Mike Pompeo sagte Trump am Montag im Weißen Haus: "Vielleicht ist er beschäftigt und vielleicht verhandelt er mit Kim Jong Un über Atomwaffen, so dass er sagt: Bitte, könnten Sie meinen Hund ausführen?"


Trump äußerte sich wenige Tage nach der umstrittenen Entlassung des Generalinspekteurs im Außenministerium, Steve Linick. Medienberichten zufolge soll Linick untersucht haben, ob Pompeo einen Mitarbeiter persönliche Angelegenheiten – wie das Abholen von Kleidung aus der Reinigung, Gassigehen und Restaurantreservierungen – für sich selbst und seine Ehefrau hat erledigen lassen. Nach Meinung von Kritikern wäre dies ein Missbrauch von Amtsressourcen, die von Steuerzahlern finanziert werden. Pompeo hatte erst am Sonntag auf Twitter seinen neuen Hund Mercer vorgestellt – Fotos von Hund Sherman zeigt er dort auch immer wieder.

Trump: Er soll lieber mit Staatschefs reden, statt Geschirr zu spülen

Trump sagte, er wisse davon nichts – nahm Pompeo aber in Schutz und bestätigte, dass dieser ihn um die Entlassung Linicks gebeten habe. "Er ist ein hervorragender Typ", sagte Trump über Pompeo. Er wolle lieber, dass der Minister am Telefon mit einem der Staats- und Regierungschefs der Welt spreche, "als Geschirr zu spülen, weil vielleicht seine Frau oder seine Kinder nicht da sind".

Unterdessen zeichnete sich ein möglicher weiterer Grund für die Entlassung Linicks vergangenen Freitag ab. Der gefeuerte Aufseher sei kurz vor Abschluss einer Untersuchung über die Umgehung des Kongresses bei Waffenverkäufen an Saudi-Arabien vergangenes Jahr durch die Trump-Regierung gewesen, berichtete unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf Demokraten im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses. "Wir haben noch nicht den vollen Überblick", erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, Eliot Engel, der Zeitung. Es sei aber "beunruhigend", dass Pompeo Linick von dem Posten entfernt sehen wollte, bevor dieser seine Arbeit abgeschlossen hatte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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