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Justin Trudeau wird nach Donald Trump gefragt – und schweigt 20 Sekunden

Unruhen in den USA  

Trudeau wird nach Trump gefragt – und sagt 20 Sekunden nichts

03.06.2020, 21:16 Uhr | dpa, pdi

Trudeau wird auf Trump angesprochen - und sagt 20 Sekunden nichts

Justin Trudeau hat auf eine Frage nach einer Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen, mit 20 Sekunden Schweigen reagiert. (Quelle: t-online.de)

Aufsehenerregende Szene: Kanadas Premierminister Justin Trudeau wird nach Trump gefragt – und sagt 20 Sekunden nichts. (Quelle: t-online.de)


Donald Trump will gegen die Proteste in den USA im Notfall Soldaten einsetzen. Angesprochen auf das Vorgehen des US-Präsidenten fehlen Kanadas Premierminister Trudeau die Worte. 

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat auf die Frage eines Journalisten nach einer Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen, mit rund 20 Sekunden langem Schweigen reagiert. Die ganze Szene sehen Sie oben im Video oder hier.

Trudeau schaute nach der Frage bei einer Pressekonferenz am Dienstag zunächst einfach nur konzentriert geradeaus und sagte nichts, dann wirkte es mehrfach so, als würde er zum Sprechen ansetzen, tat es aber nicht. Schließlich sagte er in ernstem Tonfall: "Wir alle beobachten mit Entsetzen und Bestürzung, was in den USA passiert." Es sei Zeit für Einigkeit und Zeit zum Zuhören.

"Müssen besser werden in Kanada"

Am Tag zuvor hatte Trudeau für sein Land bereits mehr Engagement im Kampf gegen Rassismus versprochen. "Wir müssen besser werden in Kanada." Rassismus sei nicht nur ein Problem der USA, auch in Kanada würden Menschen mit schwarzer oder brauner Hautfarbe und Ureinwohner immer noch zu oft systematisch ungerecht behandelt. "Auch wenn wir schon Fortschritte gemacht haben im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, gibt es immer noch Rassismus in Kanada", sagte Trudeau. "Jungen schwarzen Kanadiern will ich sagen, ich verstehe Euch, wenn Ihr sagt, dass Ihr besorgt und wütend seid."

Der Afroamerikaner George Floyd war in der vergangenen Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus, die in zahlreichen Metropolen auch zu Ausschreitungen und Plünderungen führten. US-Präsident Trump drohte, die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. Auch in vielen anderen Ländern weltweit, darunter auch in Kanada, kam es zu Protesten. Das Verhältnis zwischen dem liberalen Trudeau und dem Republikaner Trump gilt schon lange als angespannt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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