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Trump kontert Angriffe von Demokraten-Parteitag

Von dpa
Aktualisiert am 19.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Donald Trump: Der US-PrÀsident kontert den Angriffen der Demokraten.
Donald Trump: Der US-PrÀsident kontert den Angriffen der Demokraten. (Quelle: ap/dpa)
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Die US-Demokraten haben ihren Parteitag mit Attacken gegen US-PrĂ€sident Trump begonnen. Nun schlĂ€gt der Republikaner zurĂŒck – bei einem seiner liebsten Themen: der Einwanderung.

Nach Beginn des Parteitags der US-Demokraten hat der republikanische PrĂ€sident Donald Trump seine AnhĂ€nger vor einer MachtĂŒbernahme der radikalen Linken im Fall seiner Wahlniederlage gewarnt. "Joe Biden ist die Marionette der radikalen linken Bewegung, die die vollstĂ€ndige Beseitigung der Grenzen Amerikas anstrebt", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch in der Grenzstadt Yuma (Arizona). "Sie wollen die Mauer niederreißen, sie wollen keine Grenzen haben." Die Demokraten sind gegen die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Sie sind aber nicht fĂŒr eine Öffnung der Grenzen.


Vier Jahre PrÀsident Trump: Seine Amtszeit in Bildern

Immer wieder streitet Trump seit dem das Wahlergebnis ab. Mit mehreren Klagen versucht er die angeblich "gestohlene Wahl" zurĂŒckzugewinnen – bislang erfolglos.
Das AuszĂ€hlen der Stimmen dauerte lange. Und wĂ€hrend sich abzeichnete, dass Joe Biden die PrĂ€sidentschaftswahl gewinnen wĂŒrde, fuhr Trump auf den Golfplatz. Am 7. November erfuhr er dort dann von seiner Niederlage. Mit 46,9 Prozent verliert er gegen seinen Konkurrenten Joe Biden die US-Wahl.
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Die Demokraten wollten Biden am Dienstagabend bei ihrem Parteitag in Milwaukee (Wisconsin) als Kandidaten fĂŒr die Wahl im November nominieren. Biden ist ein gemĂ€ĂŸigter Demokrat, der weder dem linken FlĂŒgel der Partei angehört noch unkontrollierte Einwanderung fordert.

Sollten die Demokraten gewinnen, wĂŒrde Amerika zu einem "Venezuela auf Steroiden", sagte Trump. "Wir werden niemals ein sozialistisches Land haben." Der Republikaner fĂŒgte hinzu: "Bei dieser Wahl geht es um das Überleben unserer Nation. Die bevorstehende Wahl wird die wichtigste Wahl in der Geschichte unseres Landes." Die Demokraten wollten "jedem illegalen AuslĂ€nder auf dem Planeten Erde einen Freifahrtschein dafĂŒr geben, einen Asylantrag zu erfinden und automatisch Zugang zu unserem Land zu bekommen".

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Trump: "Mexiko wird fĂŒr die Mauer bezahlen"

Trump reaktivierte in Yuma ein bislang unerfĂŒlltes Versprechen aus dem vergangenen Wahlkampf. "Mexiko wird fĂŒr die Mauer bezahlen", sagte er. Trump hatte vor der Wahl 2016 versprochen, er werde eine Mauer an der SĂŒdgrenze der USA bauen und Mexiko dafĂŒr bezahlen lassen. Nach Trumps Angaben sind bislang rund 280 Meilen (450 Kilometer) des umstrittenen Grenzwalls errichtet worden. Finanziert hat den Bau bislang der US-Steuerzahler.

Trump sagte, geplant sei eine Maut fĂŒr Fahrzeuge bei Übertritten an der Grenze. Die Höhe stehe noch nicht fest, es werde sich aber um einen geringen Betrag handeln. Der Erlös werde angesichts der vielen GrenzĂŒbertritte aber substanziell werden. Denkbar sei auch eine Abgabe auf Überweisungen zwischen Mexiko und den USA. NĂ€here Einzelheiten nannte er nicht. Trump will auf der HĂ€lfte der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen lassen, um illegale GrenzĂŒbertritte von Migranten abzuwehren.

Interessieren Sie sich fĂŒr die US-Wahl? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt ĂŒber seine Arbeit im Weißen Haus und seine EindrĂŒcke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Trump kontert Michelle Obamas Appell

Die ehemalige First Lady Michelle Obama hatte die Amerikaner am Montag – dem ersten Tag des Parteitags der Demokraten – in einem leidenschaftlichen Appell aufgerufen, Trump aus dem Amt zu wĂ€hlen. "Donald Trump ist der falsche PrĂ€sident fĂŒr unser Land", sagte die Ehefrau von Ex-PrĂ€sident Barack Obama, dessen Vize Biden war. "Wenn wir irgendeine Hoffnung haben, dieses Chaos zu beenden, dann mĂŒssen wir fĂŒr Joe Biden stimmen, als ob unsere Leben davon abhĂ€ngen."

Trump konterte am Dienstag mit scharfen Worten. "Die Regierung von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte", schrieb Trump auf Twitter. Dazu gehöre, dass sie sein Wahlkampfteam ausgespĂ€ht hĂ€tten, was "der grĂ¶ĂŸte politische Skandal in der Geschichte unseres Landes" sei, wiederholte Trump seinen hĂ€ufigen, aber nicht erwiesenen Vorwurf. "Das nennt man Verrat, und mehr." Jemand mĂŒsse Michelle Obama erklĂ€ren, dass er nur im Weißen Haus sitze, weil ihr Ehemann seinen Job schlecht gemacht habe.

Trump nannte Obamas Rede am Dienstag "spalterisch" und betonte: "Sie reden darĂŒber, dass ich ein Spalter wĂ€re. Ich bin kein Spalter. Ich bringe Menschen zusammen." Trump spottete darĂŒber, dass Obamas Ansprache vom Band kam. "Obamas Rede war veraltet, als sie dort ankam. Sie muss sie drei Wochen vorher aufgenommen haben." FĂŒr Erstaunen hatte gesorgt, dass Obama Bidens Vize-Kandidatin Kamala Harris mit keinem Wort erwĂ€hnte. Laut Medienberichten war die Rede aufgezeichnet worden, bevor Biden die schwarze Senatorin am Dienstag vergangener Woche als seine Vize-Kandidatin vorstellte.

Trump will Nominierungsrede vor dem Weißen Haus halten

Traditionell sind die Parteitage Mega-Events im US-Wahlkampf. Sie sollen Begeisterung fĂŒr die Kandidaten befeuern. UrsprĂŒnglich war ein Treffen in einer großen Halle in Milwaukee (Wisconsin) geplant. Jetzt war das Programm wie eine TV-Show aufgezogen, durch die die Schauspielerin Eva Longoria BastĂłn (45) fĂŒhrte. Die fĂŒr Parteitage ĂŒbliche Live-AtmosphĂ€re mit Applaus, GelĂ€chter, Konfetti-Regen, Buh-Rufen oder dem Interagieren zwischen Redner und Publikum fehlte. Auch die Republikaner haben ihre Planungen fĂŒr den Parteitag kommende Woche umgeworfen, das Programm ist noch weitgehend unklar.

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Trump kĂŒndigte am Dienstag an, seine Rede zur Nominierung als erneuter PrĂ€sidentschaftskandidat vor dem Weißen Haus zu halten. Er werde am Donnerstagabend nĂ€chster Woche – dem letzten Tag des Nominierungsparteitages seiner Partei – live vom SĂŒdrasen des Weißen Hauses sprechen, sagte der PrĂ€sident. Nominiert werden soll er beim Parteitag der Republikaner in Charlotte (North Carolina) bereits am Montag kommender Woche.

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