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Nancy Pelosi: Schweinekopf vor der Tür und Hausfassade beschmiert

"Radikaler Wutanfall"  

Pelosi: Schweinekopf vor der Tür und Hausfassade beschmiert

03.01.2021, 14:30 Uhr
Nancy Pelosi: Schweinekopf vor der Tür und Hausfassade beschmiert. Nancy Pelosi: Ihr Haus wurde beschädigt. (Quelle: imago images/MediaPunch)

Nancy Pelosi: Ihr Haus wurde beschädigt. (Quelle: MediaPunch/imago images)

Zwei ranghohe Politiker in den USA sind offenbar Opfer von Vandalismus geworden. Der Demokratin Nancy Pelosi wurde ein Schweinskopf vor die Tür gelegt, einem Republikaner wurde die Tür beschmiert.

Die Häuser der beiden ranghöchsten Mitglieder des Kongresses – House Speaker Nancy Pelosi und Senat Mehrheitsführer Mitch McConnell – wurden beschädigt. Das berichten mehrere US-Medien, darunter auch CNN. 

Am frühen Freitagmorgen wurde ein Haus in San Francisco, das Nancy Pelosi gehört, nach Angaben des San Francisco Police Department beschädigt. "Nicht identifizierte Verdächtige haben Graffiti auf das Garagentor gesprüht und einen Schweinekopf auf den Bürgersteig gelegt," hieß es von der Polizei in einer Erklärung, die CNN vorliegt.

Mitch McConnells Haus in Louisville war am frühen Samstagmorgen mit Graffiti beschmiert worden. Der Republikaner aus Kentucky bezeichnete den Vorfall als "radikalen Wutanfall". "Vandalismus und die Politik der Angst haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Meine Frau und ich lassen uns nicht von diesem giftigen Spielbuch einschüchtern. Wir hoffen nur, dass unsere Nachbarn in Louisville nicht zu sehr von diesem radikalen Wutanfall belästigt werden," sagte McConnell in einer Erklärung.

"Wo ist mein Geld" wurde auf McConnell Haustür mit weißer Sprühfarbe geschrieben. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen, bislang aber noch keinen Verdächtigen ausgemacht.

Hintergrund: Schlappe für Trump

Als Hintergrund für die beiden Taten wird die Debatte über die sogenannten "Stimulus-Checks" angesehen, die finanziellen Hilfen für die Bevölkerung in der Corona-Pandemie. Wenige Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump eine historische Schlappe einstecken müssen: Der US-Kongress überstimmte Trumps Veto gegen den Verteidigungshaushalt mit überwältigender Mehrheit. Nach dem Repräsentantenhaus stellte sich am Freitag auch der Senat gegen den Präsidenten – darunter zahlreiche Parteifreunde Trumps. Es ist das erste Mal in Trumps Amtszeit, dass ein formaler Einspruch des Präsidenten gegen eine Gesetzesvorlage vom Kongress abgeschmettert wurde.

Pelosi begrüßte die "überwältigende Zurechtweisung" des Präsidenten. "Anstatt die Sicherheit der Amerikaner zu gewährleisten, fährt der Präsident fort, seine letzten Momente im Amt zu nutzen, um Chaos zu säen und unsere Sicherheit zu untergraben", erklärte sie.

Zuletzt hatte Trump die Führungsriege der Republikaner als "schwach und müde" geschmäht. Der Chef der Republikaner im Senat und bisher treue Trump-Gefolgsmann, Mitch McConnell, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Zum Auftakt der Senatssitzung am Freitag rief er die Republikaner erneut dazu auf, dem Verteidigungsetat zuzustimmen. Gegenüber "Konkurrenten wie Russland und China" müssten die USA gewappnet sein, sagte er unter anderem zur Begründung.

Verwendete Quellen:

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