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USA in Sorge: China baut Raketensilos für Atomwaffen in der Wüste


USA in Sorge
China baut offenbar Raketensilos für Atomwaffen in der Wüste

Von rtr, t-online
Aktualisiert am 02.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Wüste in Yumen: Die USA blicken derzeit mit Sorge nach China, wo mehr als 100 Raketensilos gebaut werden.Vergrößern des BildesWüste in Yumen: Die USA blicken derzeit mit Sorge nach China, wo mehr als 100 Raketensilos gebaut werden. (Quelle: Planet/Center for Nonproliferation Studies/imago-images-bilder)
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Satellitenaufnahmen über einer chinesischen Provinz sollen zeigen, dass China offenbar aufrüstet: Mehr als 100 Raketensilos sollen entstehen. Das US-Außenministerium ist besorgt.

Die USA sind über Chinas raschen Aufbau seiner Atomstreitkräfte besorgt. Wie der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, auf einer Pressekonferenz mitteilt, weiche China offenbar von seiner jahrzehntelangen Nuklearstrategie ab. Bezugnehmend auf einen Bericht der "Washington Post" erklärt Price, dass Entwicklungen wie der von der Zeitung berichtete Bau von mehr als 100 neuen Raketensilos in einem Wüstengebiet im Westen des Landes darauf hindeute, dass das nukleare Arsenal schneller wachse als bisher angenommen.

"Diese Aufrüstung ist besorgniserregend. Sie wirft Fragen über die Absichten der Volksrepublik China auf", so Price. Man habe Peking aufgefordert über Maßnahmen zu verhandeln, um die Risiken eines Wettrüstens zu verringern.

Mehr als 100 Baustellen

Das Gebiet mit den etwa 100 Baustellen erstreckt sich über Hunderte von Quadratkilometern trockenen Geländes in Chinas Provinz Gansu. Die 119 nahezu identischen Baustellen weisen Merkmale auf, die denen der bestehenden Startanlagen für Chinas Arsenal an ballistischen Raketen mit Atomsprengköpfen entsprechen.

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China soll zwischen 250 und 350 Atomwaffen zur Verfügung haben. "Der Bauboom deutet auf eine große Anstrengung hin, um die Glaubwürdigkeit von Chinas nuklearer Abschreckung zu stärken", sagte der Forscher Jeffrey Lewis der Zeitung. Bei den Raketen handele es sich wahrscheinlich um die chinesische ICBM, bekannt als DF-41, die bis zu 15.000 Kilometer erreichen kann. Damit kann auch das Festland der USA als Ziel nicht ausgeschlossen werden.

Die Baustellen sind in zwei riesigen Schwaden angeordnet und bedecken Teile eines Wüstenbeckens, das sich westlich und südwestlich von Yumen erstreckt, einer Stadt mit 170.000 Einwohnern entlang Chinas alter Seidenstraße.

Verwendete Quellen
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