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"Die Partei" erfährt Gegenwind: YouTube sperrt Porno-Wahlspot


Sonneborn-Truppe "Die Partei"  

YouTube sperrt Porno-Wahlspot

12.09.2013, 11:34 Uhr | kes/amz, Spiegel Online

"Die Partei" erfährt Gegenwind: YouTube sperrt Porno-Wahlspot. Bundestagswahl 2013, Martin Sonneborn, Die Partei (Quelle: screenshot die-partei.de)

Fast nichts zu erkennen: Der umstrittene Sex-Spot der Sonneborn-Partei. (Quelle: screenshot die-partei.de)

Familienpolitik hinter Milchglas: YouTube hat einen schlüpfrigen Wahlwerbespot der Satirepartei "Die Partei" gesperrt. Das ZDF scheint sich an der Liebesszene nicht zu stören, im Fernsehen lief der Spot bereits.

Der ungewöhnliche Spot hatte seine Premiere am Dienstagabend um 22 Uhr im ZDF, die "Die Partei" hatte ihn kurz zuvor auf YouTube hochgeladen.

Hase und Igel mit YouTube

Das Video zeigt ein Paar beim Sex - allerdings nur in Konturen, als würde die Kamera durch ein Milchglas filmen. Untermalt von Stöhn-Geräuschen und Gitarrenmusik singt eine Stimme: "Die Partei - für eine Zukunft mit Zukunft" oder "Die Partei macht euch high. Die Partei, sei dabei." Ein "Beitrag der Partei 'Die Partei' zum Thema Familienpolitik" ist die Überschrift des Spots.

Während die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender offenbar keine Probleme mit der angedeuteten Sexszene haben, sind die Amerikaner da sensibler: YouTube nahm den Spot bereits am Mittwochmorgen von der Seite.

"Partei"-Mitglieder versuchten einige Male, ihr Filmchen wieder hochzuladen - nur um wenige Minuten später festzustellen, dass es erneut gesperrt wurde.

"Keine Antwort bekommen"

Bundeschef Martin Sonneborn schrieb daraufhin an die Pressestelle von YouTube, bislang ohne Erfolg. "Ich habe klargemacht, dass es sich um den Wahlspot einer zugelassenen Partei handelt, aber noch keine Antwort bekommen", sagte er.

Auch für "Spiegel Online" war YouTube zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Satiriker luden ihren Clip zwischenzeitlich bei einem anderen Portal hoch, auch dort wurde er aber anscheinend wieder entfernt.

Im Lübecker Stadtparlament vertreten

Die 2004 von Redakteuren der Zeitschrift "Titanic" gegründete Partei hatte schon 2009 versucht, bei der Bundestagswahl anzutreten. Damals wurde sie allerdings nicht zugelassen, erst dieses Jahr darf sie antreten.

Auf kommunaler Ebene konnte die Partei inzwischen mit einem Kandidaten in die Lübecker Bürgerschaft einziehen. Die Partei setzt sich laut Eigendarstellung für "Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" ein.

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