Sie sind hier: Home > Politik > Bundestagswahl 2021 >

Martin Schulz: "Kann die Verbissenheit von Laschet nicht nachvollziehen"

Wahl-Verlierer  

Martin Schulz: "Kann Laschets Verbissenheit nicht nachvollziehen"

02.10.2021, 21:28 Uhr | ann, t-online

Martin Schulz: "Kann die Verbissenheit von Laschet nicht nachvollziehen". Martin Schulz: Unter ihm schossen die Werte der SPD erst in die Höhe und fielen dann tief.  (Quelle: imago images/Hartenfelser)

Martin Schulz: Unter ihm schossen die Werte der SPD erst in die Höhe und fielen dann tief. (Quelle: Hartenfelser/imago images)

Bei der Wahl 2017 erlebte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz einen Hype – gefolgt von einem brutalen Absturz. Mit dem jetzigen Wahlverlierer Armin Laschet fühlt er dennoch nicht mit.   

Oft wurde die Entwicklung von Armin Laschet in diesem Wahlkampf mit der von Martin Schulz verglichen: Zuerst lagen beide ganz vorne in den Umfragen, dann folgte der tiefe Absturz. Laschet sei nun in einer schweren Lage, sagt der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Schulz nun im Interview mit der "Bild"-Zeitung. Dennoch empfinde er kein Mitleid mit Laschet. Er selbst habe nach seiner Niederlage auch "keine Streicheleinheiten" erwartet: "Wer Regierungschef der viertgrößten Industrienation der Welt werden will, der muss wissen: Da geht es zur Sache." 

Die Verbissenheit von Laschet, der sich derzeit an die Option eines schwarz-grün-gelben Regierungsbündnisses klammert, könne er nicht nachvollziehen, so Schulz weiter. "Wer ein Minus von neun Prozent bei einer Bundestagswahl einfährt, kann nicht reklamieren, das Land zu führen." Laschet klammere sich an die Jamaika-Perspektive, weil er glaube, das sei seine Lebensversicherung. Das aber führe zu einer Hängepartie in der Union.

Schulz ist sich sicher: Gäbe es die theoretische Chance auf eine Jamaika-Koalition nicht, hätte die Union Laschet schon zum Rücktritt gezwungen. Noch aber komme keiner von Laschets Feinden so richtig aus der Deckung, "weil keiner der böse Bube sein will", glaubt er. 

Schulz wurde 2017 zum SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten ernannt. In Umfragen erreichte die SPD unter ihm zeitweise mehr als 30 Prozent. Am Ende schnitt sie mit 20,5 Prozent Zustimmung ab – so schlecht wie noch nie.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: