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Krise in der Union – Spahn: "Wir sind an vielen Stellen zerrissen"

Rede bei der Jungen Union  

Spahn: "Wir sind an vielen Stellen zerrissen"

16.10.2021, 14:04 Uhr | dpa, t-online

Krise in der Union – Spahn: "Wir sind an vielen Stellen zerrissen". Jens Spahn: Der CDU-Politiker ruft zu mehr Geschlossenheit in der Union auf. (Quelle: dpa/Marcel Kusch)

Jens Spahn: Der CDU-Politiker ruft zu mehr Geschlossenheit in der Union auf. (Quelle: Marcel Kusch/dpa)

Die Union will nach dem Wahldebakel einen neuen Kurs einschlagen. Jens Spahn rief zu mehr Zusammenhalt auf: "Es geht hier doch nicht um Armin, Friedrich, Jens, Ralph oder wen auch immer."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Zerrissenheit innerhalb der CDU beklagt. "Wir sind an vielen Stellen zerrissen", sagte Spahn beim Deutschlandtag der Jungen Union am Samstag in Münster. "Wir haben an vielen Stellen, und das nicht erst seit ein paar Wochen, ein Klima des Misstrauens, das sich breit gemacht hat, und auch eine Krise des Zusammenhalts."

So herrsche schon seit längerer Zeit ein spürbares Unbehagen der Mitlieder gegenüber der Parteiführung. "Aber die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur, so wie wir sie getroffen haben, die hat für viele den Bruch bedeutet", sagte Spahn. Deswegen sei es richtig und wichtig, dass der gesamte Bundesvorstand den Weg frei gemacht habe für Vorstandsneuwahlen.

"Es geht hier doch nicht um Armin, Friedrich, Jens, Ralph oder wen auch immer"

Es gebe innerhalb der CDU auch schon seit geraumer Zeit eine Zerrissenheit zwischen West und Ost sowie zwischen Flügeln und Ansichten. "Die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und manchmal reden, ist nicht eine Frage der letzten sechs Wochen oder auch nur der letzten sechs Monate", sagte Spahn. Nun komme es darauf an, miteinander eine neue "Kultur des Vertrauens" aufzubauen. Zudem müssten innerhalb der Partei wieder bessere Debatten geführt werden.

Er rief zu mehr Teamgeist in der Partei auf. "Es geht hier doch nicht um Armin, Friedrich, Jens, Ralph oder wen auch immer", betonte Spahn, der auch stellvertretender CDU-Bundeschef ist. "Die Union ist größer als jeder von uns."

Der CDU-Bundesvorstand soll demnächst bei einem Sonderparteitag neu gewählt werden. CDU-Parteichef Armin Laschet hatte angekündigt, er werde seine politischen Ambitionen zurückstellen. Als Anwärter für seine Nachfolge werden unter anderem Spahn, der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz oder auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus genannt. Spahn mahnte: "Eine Zukunft kann es nur geben für die Union, wenn wir aufhören mit Schaulaufen und wenn wir mehr Teamarbeit machen an ganz, ganz vielen Stellen."

Auch CSU-Chef Markus Söder hatte zuvor für ein neues Miteinander der beiden Schwesterparteien CDU und CSU plädiert. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Verwendete Quellen:
  • Deutschlandtag der Jungen Union am 16. Oktober 2021
  • Nachrichtenagentur dpa

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