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FDP-Spitzenpolitiker wollen Christian Lindner als Finanzminister

"Kann mir niemand besseren vorstellen"  

FDP-Spitzenpolitiker wollen Lindner als Finanzminister

16.10.2021, 15:54 Uhr | AFP, dpa

FDP-Spitzenpolitiker wollen Christian Lindner als Finanzminister. Christian Lindner: Der FDP-Vorsitzender hat mehrfach bekräftigt, in einer kommenden Regierung Finanzminister werden zu wollen. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Christian Lindner: Der FDP-Vorsitzender hat mehrfach bekräftigt, in einer kommenden Regierung Finanzminister werden zu wollen. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Dass der FDP-Chef Finanzminister werden will, hat er bereits im Wahlkampf immer wieder betont. Nun erhält er Rückendeckung aus seiner Partei – und Lob für die Sondierungen.

Nach Abschluss der Ampel-Sondierungen erhebt die FDP den Anspruch, dass der Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner Finanzminister in einer möglichen Regierung mit SPD und Grünen wird. "Ich kann mir niemand besseren für diese Aufgabe vorstellen", sagte der Erste Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Marco Buschmann am Samstag dem Magazin "Spiegel". Er habe "in den letzten Wochen und Monaten gesehen, wie gründlich sich Christian Lindner auf diese Aufgabe vorbereitet hat".

Das sei auch bei den Verhandlungen erkennbar gewesen. Ob er selber Lindner im Amt des Fraktionsvorsitzenden nachfolge, ließ Buschmann offen. "Das weiß ich nicht", sagte er. "Ich möchte eine Mannschaftsaufstellung, in der wir gemeinsam erfolgreich sind. Dafür ist nicht so entscheidend, was ich mir persönlich wünsche."

Buschmann betonte den Reformwillen der drei verhandelnden Parteien: "Wir wollen unser Land reformieren und die Schritte, die wir vereinbart haben, sind enorm." Es handele sich um "das größte Modernisierungsprojekt seit den 1970er-Jahren".

Alle drei Parteien verfolgten eine "Philosophie des progressiven Pragmatismus. Progressiv nicht im US-amerikanischen Sinn, sondern im Wortsinn fortschrittlich", so Buschmann. Das Neue an dem Sondierungsergebnis zwischen SPD, Grünen und FDP sei, dass es keine Verständigung auf Formelkompromisse gegeben habe: "Jeder musste sich bewegen."

Kubicki: "Ansonsten hätte die FDP die Torte im Gesicht"

Unterstützung für Lindner kommt auch vom stellvertretenden Parteichef der Liberalen, Wolfgang Kubicki: "Wer Zweifel daran hat, dass das alles gelingt – die Finanzierung der Vorhaben ohne Steuererhöhung und ohne neue Schulden – der muss doch wollen, dass Christian Lindner Finanzminister wird, um zu dokumentieren, dass das funktioniert. Ansonsten hätte die FDP die Torte im Gesicht", sagte er am Samstag dem Radiosender NDR-Info.

Es sei jedoch bislang weder über die Ressortverteilung noch die Ressortzuschnitt gesprochen worden. Wer die besetzt, solle erst am Schluss der Verhandlungen entschieden werden.

Kubicki ging zudem davon aus, dass die Verhandlungen der FDP mit den Grünen und der SPD für einen gemeinsamen Koalitionsvertrag gelingen werden. Das Aushandeln der Einzelheiten auf Grundlage des Sondierungspapiers werde nicht einfach, aber "es ist machbar". "Ich habe eine so gute Stimmung, eine so gute Herangehensweise, professionell, in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht erlebt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP und dpa

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