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Rentenreform? "Die Rente wird zu einem riesigen sozialen Problem"


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"Der Generationenvertrag muss aufgelöst werden"

Von t-online, Mth

Aktualisiert am 25.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Eine junge Kassiererin bedient eine Seniorin: Immer weniger Erwerbsarbeitende können einen Rentner finanzieren.
Eine junge Kassiererin bedient eine Seniorin: Immer weniger Erwerbstätige können einen Rentner finanzieren. (Quelle: IMAGO/Ute Grabowsky/photothek.de)
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Es gibt zu viele Frührentner, findet Olaf Scholz. Die Rente: ein verstaubtes Konstrukt? t-online-Leser diskutieren.

Ein paar Jahre früher den Ruhestand einzuleiten als das offizielle Renteneintrittsalter vorgibt, entwickelt sich zum Trend. Bundeskanzler Olaf Scholz appellierte jüngst an die (noch) erwerbstätige Bevölkerung, nicht in Frührente zu gehen.

Ob Rente mit 63, 65, 67 oder gar 70: Das Thema ist ein politischer und gesellschaftlicher Dauerbrenner, der aufgrund der demografischen Entwicklung auch immer öfter diskutiert wird. Auch die t-online-Leser beschäftigt die Rentenfrage.

"Sie sollen froh sein, dass es Leute wie uns gibt"

Peter Neher arbeitet seit 25 Jahren im Dreischichtsystem – "was nicht gerade gesund ist", wie er schreibt. An manchen Tagen arbeite er acht Stunden ohne Pause, um die Produktion am Laufen zu halten. "Das bedeutet Stress pur", lässt er uns wissen.

An diesen stressigen Tagen wünscht sich der 47-Jährige, dass jene, die ein späteres Renteneintrittsalter fordern, in Schicht, auf dem Bau oder unter Tage arbeiten müssen. Er ist sich sicher: Sie tun das nicht.

"Sie stehen nicht bei Hitze, Kälte, Nässe oder Wind draußen auf dem Bau und müssen körperliche Arbeit verrichten oder unter Tage mit Atemschutz arbeiten. Alles Arbeiten, wo bei Bedarf Überstunden gemacht werden, wo teils 50 oder 60 Wochenstunden normal sind.

Ich bin mir sicher, dass solche Personen diese Jobs nicht einmal für ein Jahr machen könnten. Aber sie verlangen, dass andere sie 50 oder mehr Jahre machen sollen. Sie wissen aber, dass wir die Wirtschaft mit unserer Arbeitsleistung am Leben erhalten und unsere Gesundheit dafür hergeben, um ihren Wohlstand zu ermöglichen. Sie sollen froh sein, dass es Leute wie uns gibt, die 45 bis 50 Jahre lang durchhalten."

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"Renteneintrittsalter muss an Lebenserwartung angepasst werden"

Anselm Fehmer entgegnet: "Wir bekommen immer weniger Kinder, werden immer älter, wollen aber immer früher in Rente gehen. Dazu kommen oft längere Ausbildungszeiten. Das Renteneintrittsalter muss dringend an die steigende Lebenserwartung angepasst werden."

"Sehnsucht, die Rente so schnell wie möglich zu erreichen"

"Solange die Unternehmen nicht mehr attraktive Arbeitszeitmodelle für ältere Arbeitnehmer anbieten als bisher, wird sich die 'Sehnsucht' der Arbeitnehmer, die Rente so schnell wie möglich zu erreichen, nicht ändern", glaubt Eleonore Siegfanz. "Viele scheiden aus, weil sie den Daueranforderungen nicht (mehr) gewachsen sind oder sie sich denen nicht länger als notwendig aussetzen wollen."

Sie fordert die Unternehmen auf, nicht nur an den Nachwuchs zu denken. Für den nämlich gebe es zahlreiche Förder- und Motivationskonzepte, "aber so gut wie gar keine Konzepte für ältere Arbeitnehmer, um sie im Unternehmen zu halten". Die t-online-Leserin würde es auch begrüßen, wenn Senioren, die trotz erreichtem Renteneintrittsalter noch beziehungsweise wieder arbeiten möchten, attraktive Bedingungen zum Beispiel in Bezug auf Arbeitszeit, Ergonomie und Führung geboten würden.

Ein Rentner läuft neben Jugendlichen durch die Düsseldorfer Innenstadt: Die demografische Entwicklung wird zum Problem für das Rentensystem.
Ein Rentner läuft neben Jugendlichen durch die Düsseldorfer Innenstadt: Die demografische Entwicklung wird zum Problem für das Rentensystem. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer)

"Nur Kürzung und Arbeitszeitverlängerung sind keine Konzepte"

Nicht wenige t-online-Leser sehen die große Relevanz des Themas Rente und fordern ein generelles Umdenken.

Sven Jehle schreibt: "Seit Jahrzehnten ist doch klar, dass mit dem Renteneintritt der in den 60er-Jahren Geborenen ein hoher Finanzbedarf auf die Rentenkasse zukommt. Kein Politiker, gleichwohl welcher Couleur, hatte konstruktive Ideen, diese Lücke zu schließen. Nur Kürzung und Arbeitszeitverlängerung sind keine Konzepte."

"Das jetzige Rentensystem wird künftig nicht mehr funktionieren"

"Die Rente wird zu einem riesigen sozialen Problem, wenn die dafür verantwortlichen Ministerien nicht endlich handeln", meint Kerstin Kurent. "Das jetzige Rentensystem wird künftig nicht mehr funktionieren, weil die Beitragszahler immer weniger und die Rentenempfänger immer mehr werden.

Eine Anpassung des Rentensystems an die demografischen Gegebenheiten ist daher dringend geboten", findet die t-online-Leserin und schlägt vorerst einen Weg vor, den sie für den richtigen und fairen hält: "Mehr Beiträge, indem alle arbeitenden Bürger, auch Beamte und Selbstständige, verpflichtend in die Rentenkasse einzahlen."

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"Der Generationenvertrag muss aufgelöst werden"

Christian Horstmann erzählt, dass er schon vor circa 35 Jahren in der Schule zum ersten Mal vom demografischen Wandel gehört habe. "Heute, 34 Jahre im Arbeitsleben später, gibt es immer noch keine bessere Lösung?", fragt er verständnislos. "Meiner Meinung nach muss der Generationenvertrag aufgelöst und das Rentensystem umgebaut werden", äußert der als Schlosser arbeitende t-online-Leser.

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"Das Umlagesystem ist heute mausetot"

Ähnlich sieht es Ralph Schiller: "Ein Umlagesystem war eine prima Idee in den 1960er Jahren, als sechs Arbeitnehmer einen Rentner finanzierten. Heute aber ist das mausetot. Das wird die Politik auf die Dauer nicht mehr ignorieren können. Der Druck wird jetzt mehr und mehr steigen."

"Die altbackene Rentendebatte verstellt den Blick auf Herkulesaufgaben"

Matthias Schuldt sieht eine grundsätzliche Wandlung der Arbeitswelt und damit zwangsläufig auch des Rentensystems auf uns zukommen: "Wir stehen – Stichwort: Quantencomputer – vor ungleich massiveren gesellschaftlichen Veränderungen, die Erwerbsarbeit als Basis komplett in Frage stellen.

Künstliche Intelligenz auf Grundlage der neuen Technik wird selbst heute Hochqualifizierte wie Ärztinnen und Ingenieurinnen überflüssig machen. Die altbackene Rentendebatte verstellt den Blick auf die daraus resultierenden Herkulesaufgaben."

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Verwendete Quellen
  • Zuschriften von t-online-Lesern
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Von Nina Jerzy
ArbeitnehmerOlaf ScholzRentenreform

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